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Moderator: Barbarossa

 
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Barbarossa
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Re: Amokläufe in den USA

23.02.2018, 18:32

Trump denkt darüber nach, Lehrer an Schulen an Waffen auszubilden und sie zu bewaffnen, damit sie bis zum Eintreffen der Polizei einem Amokläufer Gegenwehr leisten können. Aber auch über ein Verbot von speziellen Schnellfeuereinrichtungen an halbautomatischen Waffen lässt Trump mit sich reden. 
Über die Ermöglichung von Notwehrmaßnahmen in solchen Ausnahmesituationen wie Amokläufen braucht man eigentlich nicht lange diskutieren. Sie ist legitim, auch wenn sie in unseren Medien als No-Go dargestellt wird. 
Überhaupt möchte man sich solche Situationen gar nicht vorstellen müssen, aber oft genug kommen sie vor und immer wieder sind es gar keine aktuellen Schüler, sondern ehemalige bzw. von der Schule verwiesenen Schüler, die bewaffnet in die Schulen eindringen und Massaker verüben. Dagegen muss natürlich etwas getan werden und man muss überlegen, was am sinnvollsten getan werden kann. Eine Verschärfung des Waffenrechts in den USA erscheint mir aus genannten Gründen eher wenig effektiv. Es gibt einfach zu viele denkbare Alternativen zu legalen Schusswaffen.
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Barbarossa
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Re: Amokläufe in den USA

25.03.2018, 09:03

Gestern haben in den USA Hunderttausende Menschen für striktere Waffengesetze demonstriert. Großdemos gab es u. a. in der Hauptstadt Washington und in New York sowie in Chicago, Boston, Philadelphia, Miami, Minneapolis, Houston und Los Angeles. In New York lief auch Ex-Beatle Paul McCartney bei der Demo mit, der daran erinnerte, dass auch sein früheres Bandmitglied John Lennon 1980 nicht weit entfernt erschossen wurde.
In vielen weiteren Ländern gab es zudem Solidaritätskundgebungen wie etwa in Nordirland, auf Mauritius und in Schweden sowie in Paris und London oder auch in deutschen Städten wie München und Berlin mit jeweils etwa 300 Teilnehmern.
Trump verbrachte das Wochenende derweil auf seinem privaten Luxusanwesen Mar-a-Lago in Florida.
Quelle: http://www.spiegel.de/lebenundlernen/sc ... 9-amp.html

Für absolute Waffengegner ist das immer ein willkommener Anlass, um für schärfere Waffengesetze zu demonstrieren. Aber wo findet eine Diskussion darüber statt, wie man potentielle Attentäter/Amokläufer erkennt und wie man mit ihnen verfährt? Oder ist solch eine Diskussion zu schwierig?
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Ruaidhri
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Re: Amokläufe in den USA

25.03.2018, 18:06

Barbarossa hat geschrieben:
Für absolute Waffengegner ist das immer ein willkommener Anlass, um für schärfere Waffengesetze zu demonstrieren. Aber wo findet eine Diskussion darüber statt, wie man potentielle Attentäter/Amokläufer erkennt und wie man mit ihnen verfährt? Oder ist solch eine Diskussion zu schwierig?

Ganz sicher brauchen die USA ein schärferes Waffengesetz und noch mehr so etwas wie eine Re-education.
Es ist bei den Millionen von Waffenbesitzern und der amerikanischen Haltung zum Waffenbesitz kaum möglich, noch weniger als bei uns, potentielle Amokläufer im Vorfeld zu erkennen. Wenn es denn solche einheitlichen Erkennungsmerkmale gibt. 
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LG Ruaidhri
 
Cherusker
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Re: Amokläufe in den USA

25.03.2018, 18:41

Wenn die USA ein neues Waffengesetz brauchen, dann brauchen wir auch ein neues Waffengesetz über das Tragen von Messern in der Öffentlichkeit. :wink:Am Wochenende sind in Hannover ein 18-Jähriger und in einem anderen Fall eine 24-Jährige mit Messern lebensgefährlich verletzt worden. :evil: Bei der Frau waren es 3 minderjährige syrische Flüchtlinge (der Täter muß noch ermittelt werden) und bei dem jungen Mann 2 Südländer, die ihn mit Pfefferspray und Messern unvermittelt angriffen. :evil:
Wir sind hier nicht im Orient, in dem schon Minderjährige in ihrer Machokultur mit Messern durch die Straßen laufen. :crazy:
Langsam hört der Spaß auf.....nicht nur nach Amerika schauen, sondern auch mal vor der eigenen Haustür kehren. :wink:   
 
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Barbarossa
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Re: Amokläufe in den USA

25.03.2018, 23:45

Meines Wissens gibt es hier so ein Gesetz, welches das Tragen von Messern ab einer bestimmten Klingenlänge verbietet. Es muss dann nur durchgesetzt werden.

Bei diesem konkreten Beispiel in Amerika gab es Anzeichen, dass der Täter mit dem Gedanken spielte, einen Amoklauf zu unternehmen. Es tat dies wohl im Internet bekannt. In einem solchen Fall müssen automatisch Mechanismen in Gang gesetzt werden, durch die ein potentieller Täter gar nicht mehr die Chance hat, eine solche Tat zu begehen. An die Menschen muss man ran.
Dagegen muss nicht jeder Waffenträger automatisch gefährlich sein. Das kann man nur aufgrund seiner Äußerungen feststellen.
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Ruaidhri
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Re: Amokläufe in den USA

26.03.2018, 17:44

Barbarossa hat geschrieben:
Meines Wissens gibt es hier so ein Gesetz, welches das Tragen von Messern ab einer bestimmten Klingenlänge verbietet. Es muss dann nur durchgesetzt werden.

Gibt es, kann man im Waffengesetz nachlesen. Allerdings wissen die meisten Deutschen nicht, was erlaubt und verboten ist, meinen Leuten habe ich das samt der darauf stehenden Strafen nachhaltig erklärt. Wie so einiges, was nicht im Fragenkatalog zum Einbürgerungstest steht und nichtmal jedem Deutschen bekannt ist, aber durchaus zum Alltag gehört.
Mit der Durchsetzung ist das so eine Sache, will man beliebig jeden kontrollieren? Oder nach vermuteter Herkunft selektieren? Wieder ein schmaler Grat, auf dem man im Rechtsstaat wandelt zwischen Sicherheit für die Bevölkerung und grundsätzlichen Pauschalverdächtigungen.

Barbarossa hat geschrieben:
Bei diesem konkreten Beispiel in Amerika gab es Anzeichen, dass der Täter mit dem Gedanken spielte, einen Amoklauf zu unternehmen. Es tat dies wohl im Internet bekannt. In einem solchen Fall müssen automatisch Mechanismen in Gang gesetzt werden, durch die ein potentieller Täter gar nicht mehr die Chance hat, eine solche Tat zu begehen.

Auch da ist es nicht so ganz einfach, wenn nicht unmittelbar die Umgebung, Forenbetreiber, FB etc. auf die Gefahr aufmerksam macht, eigentlich aber eine sinnvolle Aufgabe für NSA und Co. :oops:
Trittbrettfahrer gibt es auch noch zuhauf, so nicht eine grundsätzliche Änderung der Geisteshaltung in den USA und bei den weniger goldigen Zuwanderern bewirkt wird, wird man noch oft solches erleben. Wie kürzlich auch in Flensburg, die Hintergründe der Tat und ob sie zu verhindern gewesen wäre, sind noch unklar.
Barbarossa hat geschrieben:
Dagegen muss nicht jeder Waffenträger automatisch gefährlich sein. Das kann man nur aufgrund seiner Äußerungen feststellen.

Satz 1: Richtig, meine jagenden Freunde und Bekannten sind außer für Wildschweine, ungefährlich. Trotzdem, auch wenn man es sich  in unbekannter Öffentlichkeit verkneifen sollte, rutscht einem schonmal raus " den könnte ich, den sollte man..."   Verdächtig?
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Paul
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Re: Amokläufe in den USA

26.03.2018, 18:40

In öffentlichen Räumen z.B. Schulen, Rathäuser..kann man die Menschen durch Dedekektoren schleußen und beim Auslösen des Alarms kontrollieren. Bei Verkehrskontrollen und wenn man verdächtige Personen z.B. Rauschgifthändler durchsucht, sollte man auch das Waffengesetz durchsetzen. Jetzt habe ich gelesen, das einem Mann der Hals von unbekannten durchtrenn werden sollte. Irgendwie hat der Mann überlebt. Die Polizei sucht die Täter nur wegen Verdachts der gefährlichen Körperverletzung. In meinen Augen war das ein klarer Mordversuch. 
viele Grüße

Paul

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Ruaidhri
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Re: Amokläufe in den USA

26.03.2018, 18:59

Paul hat geschrieben:
In öffentlichen Räumen z.B. Schulen, Rathäuser..kann man die Menschen durch Dedekektoren schleußen und beim Auslösen des Alarms kontrollieren.

Passiert ja teilweise, ob ich darauf so Lust hätte, jeden Tag fünfmal durch eine Schleuse zu gehen?
Paul hat geschrieben:
Bei Verkehrskontrollen und wenn man verdächtige Personen z.B. Rauschgifthändler durchsucht, sollte man auch das Waffengesetz durchsetzen.

Auch das passiert und ist mir passiert. Trotzdem lichter Wahnsinn, bei jeder Verkehrskontrolle gleich Mensch und Auto zu filzen.
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Paul
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Re: Amokläufe in den USA

26.03.2018, 21:48

Ruaidhri hat geschrieben:
Paul hat geschrieben:
In öffentlichen Räumen z.B. Schulen, Rathäuser..kann man die Menschen durch Dedekektoren schleußen und beim Auslösen des Alarms kontrollieren.

Passiert ja teilweise, ob ich darauf so Lust hätte, jeden Tag fünfmal durch eine Schleuse zu gehen?
Paul hat geschrieben:
Bei Verkehrskontrollen und wenn man verdächtige Personen z.B. Rauschgifthändler durchsucht, sollte man auch das Waffengesetz durchsetzen.

Auch das passiert und ist mir passiert. Trotzdem lichter Wahnsinn, bei jeder Verkehrskontrolle gleich Mensch und Auto zu filzen.

Es geht doch nicht anders. Es werden zu viele Menschen ermordet und verstümmelt. Die Jugendlichen dürfen nicht mit Messern rumlaufen, sondern müssen sich zivilisiert verhalten. Vieles wäre leichter, wenn wir in Deutschland weniger Kriminelle hätten und wir holen uns noch so viele neue. Es ist schon viele Jahre her, das ich kontrolliert wurde, als ich mal in eine amerikanische Disko wollte. Es muß viel mehr Kontrollen geben und wer gegen das Waffengesetz verstößt muß bestraft werden. Bei Kriminellen Islamisten muß man jede Möglichkeit nehmen, sie abzuschieben.
Jetzt wird uns Erdigan noch mehr Islamisten aus der Region Idlib nach Europa schicken. Er verursacht die Flüchtlingsströme indem er überall den Krieg anheizt o. selbst durchführt.
viele Grüße

Paul

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Barbarossa
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Re: Amokläufe in den USA

27.03.2018, 10:38

Ruaidhri hat geschrieben:
... auch wenn man es sich  in unbekannter Öffentlichkeit verkneifen sollte, rutscht einem schonmal raus " den könnte ich, den sollte man..."   Verdächtig?

Das kommt ganz auf die Situation an. In diesem Fall, wie am 18.02.2018 beschrieben, hätte etwas passieren müssen.
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Ruaidhri
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Re: Amokläufe in den USA

27.03.2018, 15:49

Paul hat geschrieben:
Es geht doch nicht anders. Es werden zu viele Menschen ermordet und verstümmelt. Die Jugendlichen dürfen nicht mit Messern rumlaufen, sondern müssen sich zivilisiert verhalten.

Steht außer Frage, dass sich alle! Jugendlichen zivilisiert verhalten müssen. Da wären aber auch noch andere Ansätze nötig und nützlich als nur Kontrollen. Teile der Gesellschaft, und wahrlich nicht nur Zuwanderer, sind entgleist, klare Kante in Wort und Tat wären angebracht, klare Grenzen und klare Sanktionen bei Verstößen. Kontrollen allein werden es nicht bringen, sind auch nicht der Weisheit letzter Schluss in einer freien Gesellschaft. Unbestritten muss man nur vielen, auch Deutschen, beibringen, was Freiheit bedeutet, wo sie Grenzen hat, und dass Freiheit auch Verantwortung ist. Für sich und andere.
Barbarossa hat geschrieben:
In diesem Fall, wie am 18.02.2018 beschrieben, hätte etwas passieren müssen.

Unbestritten, und es gilt durchaus die Devise: Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig. Wegsehen bleibt aber einfacher für die meisten.
Barbarossa hat geschrieben:
Das kommt ganz auf die Situation an.

In dem Fall der verbalen Entgleisungen  kürzlich ging es um einen Kinderschänder, dem viele nichts ahnend schon begegnet waren. Umgesetzt hätte es sicherlich keine(r).
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