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Peer Steinbrück Kanzlerkandidat der SPD

Verfasst: 29.09.2012, 14:26
von dieter
Gestern haben sich die drei Großen in der SPD darauf verständigt, dass Peer Steinbrück Kanzlerkandidat der SPD in der Bundestagswahl 2013 wird. Die Partei muß noch zustimmen, aber da sehe ich keine Schwierigkeiten, sie haben keinen Besseren. Er hat auch das Vertrauen von Helmut Schmidt und Gerhard Schröder. Es kommt nun darauf an, dass auch die Linken in der SPD ihn unterstützen. Es ist zu hoffen, dass seine auf Marktwirtschaft ausgerichtete Persönlichkeit auch Stimmen von der Mitte der Bevölkerung bekommt. Eins ist klar, einen Wahlkampf wie 2009 mit Steinmeier, welcher der SPD nur 23% eingebracht hatte, wird es mit ihm nicht geben, Attacke ist angesagt. Bei einer Kanzlerin, welche die Beliebigkeit in der Person ist (Wehrpflicht wurde abgeschafft, Atomausstieg und teilweise der Mindestlohn in Sparten eingeführt).Es geht ihr nicht um eine Politik sondern nur um ihren eigenen Macherthalt, alle Männer wurden weggemobbt. :roll: .
Steinbrück ist deshalb der beste Mann, um endlich die Banken in den Griff zu bekommen.:wink:

Re: Peer Steinbrück Kanzlerkandidat der SPD

Verfasst: 29.09.2012, 19:38
von Barbarossa
Ich stimme dir größtenteils zu, Dieter.
Aber: die Aussetzung der Wehrpflicht sehe ich sehr positiv.
:wink:

Re: Peer Steinbrück Kanzlerkandidat der SPD

Verfasst: 30.09.2012, 09:17
von dieter
Lieber Barbarossa,
ich bin für die Wehrpflicht, da dadurch die Bundeswehr nicht Staat im Staate sein kann, weil junge Rekruten zwangsläufig der Bevölkerung über rechte Tendenzen berichten würden. :wink:

Re: Peer Steinbrück Kanzlerkandidat der SPD

Verfasst: 01.10.2012, 00:39
von Barbarossa
dieter hat geschrieben:
Lieber Barbarossa,
ich bin für die Wehrpflicht, da dadurch die Bundeswehr nicht Staat im Staate sein kann, weil junge Rekruten zwangsläufig der Bevölkerung über rechte Tendenzen berichten würden. :wink:

Das wäre dann aber das gleiche, wie bei Polizei, Feuerwehr, Geheindienste ...
Warum bei der Bundeswehr eine Ausnahme machen und junge Menschen aus ihrem Beruf herausreißen.
Ich konnte z. B. nach meinem Zivieldienst (also auch nicht Bundeswehr, sondern Ersatzdienst im Zuge der Wehrpflicht) nicht mehr einen Tag in meinem ersten erlernten Beruf arbeiten. Als ich zurückkam gab es für mich nur noch Null-Stunden-Kurzarbeit, Umschulung, häufige Arbeitslosigkeit auch in dem neuen Beruf ...
Das war nicht schön.
:?

Re: Peer Steinbrück Kanzlerkandidat der SPD

Verfasst: 01.10.2012, 11:34
von dieter
Lieber Barbarossa,
dass glaube ich Dir.Ich habe gedacht, dass Du in der DDR Deinen Wehrdienst gemacht hast :?: Oder hast Du nochmal nach der Vereinigung Ersatzdienst gemacht :?: Ich weiß nicht, wie statthaft es ist jemand wegen seinem Ersatzdienst zu entlassen. Muß nicht die Arbeitsstelle freigehalten werden :?:

Re: Peer Steinbrück Kanzlerkandidat der SPD

Verfasst: 01.10.2012, 18:40
von Vergobret
Er ist einer der Kante zeigt. Ganz anders als Merkel, die als eckenlose Kugel daherkommt. Zudem ist er der einzige der eine Chance hat.
Merkel wird gewinnen, es gibt große Koalition, alles schon klar.

Re: Peer Steinbrück Kanzlerkandidat der SPD

Verfasst: 02.10.2012, 00:25
von Barbarossa
dieter hat geschrieben:
...Ich habe gedacht, dass Du in der DDR Deinen Wehrdienst gemacht hast :?: Oder hast Du nochmal nach der Vereinigung Ersatzdienst gemacht :?:

Ich wäre im Mai 1990 in die NVA eingazogen worden - also noch mit 22. Hätte ich mich für 3 Jahre verpflichtet oder an der Grenze einsetzen lassen, hätten sie mich auch gern früher gezogen - haben sie gesagt. Beides wollte ich nicht, also deswegen dieser relativ späte Termin. Nun kam allerdings die "Wende" dazwischen (wir erinnern uns: ab Oktober 89 war ja bei uns "richtig was los" :wink: - Vorsicht - Ironie) und im Ferbruar 1990 kam das Zivildienstgesetz heraus, wonach ich mich (ohne lange zu überlegen und deswegen unverzüglich :wink: ) zum Zivildienst angemeldet habe. Ich habe dann also Zivildienst geleistet.
dieter hat geschrieben:
Ich weiß nicht, wie statthaft es ist jemand wegen seinem Ersatzdienst zu entlassen. Muß nicht die Arbeitsstelle freigehalten werden :?:

Ich wurde ja nicht entlassen, sondern in eine inzwischen gegründete Beschäftigungsgesellschaft überstellt. Der Betrieb mußte nur eine Arbeitsstelle freihalten, nicht meinen früheren Arbeitsplatz. Ich wurde dann also auf Null-Stunden-Kurzarbeit gesetzt - das war genau wie arbeitslos, nur daß ich nicht zum "Amt" mußte.
Hintergrund war, daß das Stahlwerk Hennigsdorf ein Investor (Riva) gekauft hatte, der aber nur den moderneren Betriebsteil (wo ich auch war) übernahm. Er produziert dort heute noch Stahl, aber mit einer sehr viel kleineren Belegschaft. Auch in meiner Abteilung gab es Einsparungen beim Personal und heute weiß ich, daß meine Anwesenheit keine Garantie für meinen Verbleib gewesen wäre. Ich habe vor kurzem einen ehemaligen Kollegen in einem anderen Netzwerk gefunden, mit dem in dann gemailt habe. Er mußte noch früher gehen als ich.
:?

Re: Peer Steinbrück Kanzlerkandidat der SPD

Verfasst: 02.10.2012, 09:27
von Barbarossa
Montag, 01. Oktober 2012
Auch Linke sagen brav Ja
Steinbrück offiziell nominiert

Die SPD-Spitze nominiert Peer Steinbrück offiziell zum Kanzlerkandidaten. Am 9. Dezember soll ein Parteitag den Ex-Finanzminister bestätigen. Gegenstimmen gegen Steinbrück gibt es nicht. "Was uns eint ist, dass wir die konservativ-liberale Regierung ablösen wollen", sagt eine SPD-Linke. Diesem Ziel werde sich während des Wahlkampfes vieles unterordnen...
hier: weiterlesen

Montag, 01. Oktober 2012
Der schwierige Spagat des Peer Steinbrück
"Er muss weiter provozieren"

Viele schätzen Peer Steinbrück für seine messerscharfe Rhetorik. Doch die offene Art des Norddeutschen birgt auch Konflikte, sowohl in der eigenen Partei als auch mit dem Koalitionspartner. Der SPD-Kanzlerkandidat hat noch ein weiteres Problem. Bis vor drei Jahren arbeitete er gerne zusammen mit Kanzlerin Merkel, beide galten sogar als gutes Team. Doch von nun an muss er sie angreifen. Steinbrück-Biograf Eckart Lohse beschreibt den Mann, dessen Stärken gleichzeitig seine größten Schwächen sind.
hier: Interview lesen

Steinbrück ist auch in meinen Augen ein Sympatieträger. Ich könnte mir sogar fast vorstellen, ihn zu wählen.
Wenn da nur nicht große Gefahr wäre, wenn es für Rot-Grün nicht reicht, daß dann Rot-Grün-Dunkelrot daraus wird...
Das ist mein Hauptgrund, die SPD nicht zu wählen - einfach aus Misstrauen.
:?

Re: Peer Steinbrück Kanzlerkandidat der SPD

Verfasst: 02.10.2012, 11:21
von dieter
Vergobret hat geschrieben:
Er ist einer der Kante zeigt. Ganz anders als Merkel, die als eckenlose Kugel daherkommt. Zudem ist er der einzige der eine Chance hat.
Merkel wird gewinnen, es gibt große Koalition, alles schon klar.

Lieber Vergobret,
wenn es eine große Koalition gibt, dann aber ohne Steinbrück. Das hat er wenigstens so gesagt, :wink:

Re: Peer Steinbrück Kanzlerkandidat der SPD

Verfasst: 02.10.2012, 11:26
von dieter
Barbarossa hat geschrieben:
dieter hat geschrieben:
...Ich habe gedacht, dass Du in der DDR Deinen Wehrdienst gemacht hast :?: Oder hast Du nochmal nach der Vereinigung Ersatzdienst gemacht :?:

Ich wäre im Mai 1990 in die NVA eingazogen worden - also noch mit 22. Hätte ich mich für 3 Jahre verpflichtet oder an der Grenze einsetzen lassen, hätten sie mich auch gern früher gezogen - haben sie gesagt. Beides wollte ich nicht, also deswegen dieser relativ späte Termin. Nun kam allerdings die "Wende" dazwischen (wir erinnern uns: ab Oktober 89 war ja bei uns "richtig was los" :wink: - Vorsicht - Ironie) und im Ferbruar 1990 kam das Zivildienstgesetz heraus, wonach ich mich (ohne lange zu überlegen und deswegen unverzüglich :wink: ) zum Zivildienst angemeldet habe. Ich habe dann also Zivildienst geleistet.
dieter hat geschrieben:
Ich weiß nicht, wie statthaft es ist jemand wegen seinem Ersatzdienst zu entlassen. Muß nicht die Arbeitsstelle freigehalten werden :?:

Ich wurde ja nicht entlassen, sondern in eine inzwischen gegründete Beschäftigungsgesellschaft überstellt. Der Betrieb mußte nur eine Arbeitsstelle freihalten, nicht meinen früheren Arbeitsplatz. Ich wurde dann also auf Null-Stunden-Kurzarbeit gesetzt - das war genau wie arbeitslos, nur daß ich nicht zum "Amt" mußte.
Hintergrund war, daß das Stahlwerk Hennigsdorf ein Investor (Riva) gekauft hatte, der aber nur den moderneren Betriebsteil (wo ich auch war) übernahm. Er produziert dort heute noch Stahl, aber mit einer sehr viel kleineren Belegschaft. Auch in meiner Abteilung gab es Einsparungen beim Personal und heute weiß ich, daß meine Anwesenheit keine Garantie für meinen Verbleib gewesen wäre. Ich habe vor kurzem einen ehemaligen Kollegen in einem anderen Netzwerk gefunden, mit dem in dann gemailt habe. Er mußte noch früher gehen als ich.
:?

Lieber Barbarossa,
erstmal Danke für die Aufklärung. Ja , ja die Wende. Ich weiß nicht ob von westlicher Seite dabei alles richtig gemacht wurde :?: Es ist eben schwer eine kapitalistisch geordnete Wirtschaft mit einer des real existierenden Sozialismus zusammen zu bringen. :roll:

Re: Peer Steinbrück Kanzlerkandidat der SPD

Verfasst: 02.10.2012, 11:30
von dieter
Barbarossa hat geschrieben:
Montag, 01. Oktober 2012
Auch Linke sagen brav Ja
Steinbrück offiziell nominiert

Die SPD-Spitze nominiert Peer Steinbrück offiziell zum Kanzlerkandidaten. Am 9. Dezember soll ein Parteitag den Ex-Finanzminister bestätigen. Gegenstimmen gegen Steinbrück gibt es nicht. "Was uns eint ist, dass wir die konservativ-liberale Regierung ablösen wollen", sagt eine SPD-Linke. Diesem Ziel werde sich während des Wahlkampfes vieles unterordnen...
hier: weiterlesen

Montag, 01. Oktober 2012
Der schwierige Spagat des Peer Steinbrück
"Er muss weiter provozieren"

Viele schätzen Peer Steinbrück für seine messerscharfe Rhetorik. Doch die offene Art des Norddeutschen birgt auch Konflikte, sowohl in der eigenen Partei als auch mit dem Koalitionspartner. Der SPD-Kanzlerkandidat hat noch ein weiteres Problem. Bis vor drei Jahren arbeitete er gerne zusammen mit Kanzlerin Merkel, beide galten sogar als gutes Team. Doch von nun an muss er sie angreifen. Steinbrück-Biograf Eckart Lohse beschreibt den Mann, dessen Stärken gleichzeitig seine größten Schwächen sind.
hier: Interview lesen

Steinbrück ist auch in meinen Augen ein Sympatieträger. Ich könnte mir sogar fast vorstellen, ihn zu wählen.
Wenn da nur nicht große Gefahr wäre, wenn es für Rot-Grün nicht reicht, daß dann Rot-Grün-Dunkelrot daraus wird...
Das ist mein Hauptgrund, die SPD nicht zu wählen - einfach aus Misstrauen.
:?

Lieber Barbarossa,
wenn man Steinbrück glauben darf, er hat eine Koalition von Rot-rot-grün oder mit den Piraten ausgeschlossen. :wink:

Re: Peer Steinbrück Kanzlerkandidat der SPD

Verfasst: 02.10.2012, 13:09
von Balduin
Steinbrück ist ungläubwürdig - ich bin gespannt, welche Seilschaften zur Hochfinanz bei ihm rauskommen... Er kann nur verlieren, es wird eine Große Koalition unter einer Kanzlerin Merkel und einem Vize Steinmeier geben ;)

Re: Peer Steinbrück Kanzlerkandidat der SPD

Verfasst: 02.10.2012, 14:22
von dieter
Lieber Ralph,
wieso ist Steinbrück unglaubwürig :?: Er hat als Finanzminister in der Großen Koalition bei der Bankenkrise in 2008, indem er die Sparkonten gesichert hat, gut gearbeitet. Steinmeier ist ein guter Mensch, Niere für seine Frau gspendet, aber Angie ist er nicht gewachsen. :roll:

Re: Peer Steinbrück Kanzlerkandidat der SPD

Verfasst: 02.10.2012, 23:38
von Barbarossa
dieter hat geschrieben:
Lieber Barbarossa,
erstmal Danke für die Aufklärung. Ja , ja die Wende. Ich weiß nicht ob von westlicher Seite dabei alles richtig gemacht wurde :?: Es ist eben schwer eine kapitalistisch geordnete Wirtschaft mit einer des real existierenden Sozialismus zusammen zu bringen. :roll:

Das schwierigste war natürlich, die staatseigenen Betriebe zu privatisieren. Das kamen eben auch viele, die einfach nur irgendwie einen Reibach machen wollten und die Treuhand war mit Sicherheit zu vertrauensselig.
Da ging auch so manches den Bach herunter, was nicht den Bach hätte hinuntergehen brauchen. Einige Betriebe wurden von "Investoren" eigens dazu aufgekauft, um sie dann zu schließen.
Aber es wurde auch einiges gerettet. Der Betrieb, wo ich früher war, produziert heute noch Stahl.

Re: Peer Steinbrück Kanzlerkandidat der SPD

Verfasst: 03.10.2012, 09:57
von Der Germane
dieter hat geschrieben:
Lieber Ralph,
wieso ist Steinbrück unglaubwürig :?: Er hat als Finanzminister in der Großen Koalition bei der Bankenkrise in 2008, indem er die Sparkonten gesichert hat, gut gearbeitet. Steinmeier ist ein guter Mensch, Niere für seine Frau gspendet, aber Angie ist er nicht gewachsen. :roll:


Kein SPD-ler ist Frau Merkel gewachsen, da hast Du vollkommen Recht!
Es ist doch eigentlich ein Armutszeugnis für die SPD, daß kein Mann/Frau in den Reihen der SPD ist, die der CDU geistig nahe stehen könnte -

Es wird so kommen wie von Ralph geschrieben, Steinbrück bekommt eine Klatsche, kann sich dann seinen hochbezahlten Vorlesungen wieder widmen und Steinmeier spielt die 2. Geige.

Jeder Andere würde das für seine Lieben auch machen und eine Niere spenden. Steinmeier`s Nierenspende war das Normalste, darum benötigt es auch keinen großen Bimbamborium.

Hinz, Kunz .. spenden Organe und da kräht kein Hahn danach -