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Blutschande in der Pharaonenfamilie

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Re: Blutschande in der Pharaonenfamilie

Beitrag von Malex » 13.07.2018, 12:12

Paul hat geschrieben:
Die Pharaonen hatten neben der eignen Schwester o. Halbschwester als Hauptfrau noch sehr viele weitere Frauen und Gespielinen. In der Regel gab es dann genugend Geschwister und Tronfolger z.B wenn die Kinder mit der Schwester nicht lebensfähig waren.
Wahrscheinlich wurden auch oft die Kinder einer Nebenfrau von der Hauptfrau quasi adoptiert, als eignes Kind behandelt. So gab es gesunde Erben.

ich kann solche Menschen in jedem Fall gesund nicht nennen...

Re: Blutschande in der Pharaonenfamilie

Beitrag von Paul » 04.04.2016, 22:01

Die Pharaonen hatten neben der eignen Schwester o. Halbschwester als Hauptfrau noch sehr viele weitere Frauen und Gespielinen. In der Regel gab es dann genugend Geschwister und Tronfolger z.B wenn die Kinder mit der Schwester nicht lebensfähig waren.
Wahrscheinlich wurden auch oft die Kinder einer Nebenfrau von der Hauptfrau quasi adoptiert, als eignes Kind behandelt. So gab es gesunde Erben.

Re: Blutschande in der Pharaonenfamilie

Beitrag von Hera » 04.04.2016, 17:57

Soviel mir bekannt ist, war gegen eine Heirat zwischen Bruder und Schwester in den Dynastien nichts einzuwenden gewesen. Nun weis ich aber nicht genau, ob es in den früheren Dynastien verboten war und es sich mit der Zeit allmählich gelockert hatte. Selbst Kleopatra VII., die letzte Königin von Ägypten, heiratete ihren Bruder Ptolomäus.
Inzest wurde eigentlich geduldet.

Re: Blutschande in der Pharaonenfamilie

Beitrag von Paul » 04.04.2016, 01:56

Aneri hat geschrieben:
Übertreibst du nicht mit "kürzerste Zeit"? In diesem Link (http://www.ancient-cultures.com/dynastien.php) ist 18.Dynastie zwar nicht zeitlich begrenzt, jedoch habe ich nicht den Eindruck, dass sie war kurz. Außerdem mit dem Inzest der Ägyptischen Herrschen war schon lange bekannt, heirateten untereinander Geschwister erstes Ranges. Jetzt hat es nur die genetische Untersuchungen bestätigt.


Inzest unter Cousins und Cousinen ist unter Türken, Kurden, Arabern ...üblich. Es gibt also keine gesellschaftliche Ablehnung wie unter Mitteleuropäern, obwohl die Erbkrankheitsproblematik bekannt ist.
Die Verbindung von Geschwistern ist aber nochmal eine Steigerung.

Re: Blutschande in der Pharaonenfamilie

Beitrag von Balduin » 05.01.2012, 00:51

Im Artikel steht ja, dass das Volk den Inzest der Pharaonenfamilie nicht gerade erfreut aufnahm. Die Königsfamilie selber sah den Inzest als Reinhaltung des Blutes - eventuell wurden Behinderungen hingenommen? Das weiß ich nicht - wobei das natürlich eine interessante Frage ist.

Re: Blutschande in der Pharaonenfamilie

Beitrag von Barbarossa » 04.01.2012, 19:21

Lady Boleyn hat geschrieben:
Auch wenn es der Machterhaltung diente, aber ich könnte mir vorstellen, dass denen irgendwann mal auffiel, dass Inzest keine so gute Idee ist. Ich denke, dass es irgendwann auffiel, dass Kinder von Geschwistern nicht bei so guter Gesundheit waren.


Vielleicht ja, aber es ist die Frage, ob man es auf diese Praktik zurückführt oder vielleicht eher auf die Ungnade von Göttern. Bei letzterem kommt man vielleicht gar nicht erst auf eine andere Idee. Wie standen die Ägypter denn kulturell zum Inzest? War es verpöhnt oder stand man dem eher gleichgültig gegenüber?

Re: Blutschande in der Pharaonenfamilie

Beitrag von Lady Boleyn » 04.01.2012, 17:35

Auch wenn es der Machterhaltung diente, aber ich könnte mir vorstellen, dass denen irgendwann mal auffiel, dass Inzest keine so gute Idee ist. Ich denke, dass es irgendwann auffiel, dass Kinder von Geschwistern nicht bei so guter Gesundheit waren.

Re: Blutschande in der Pharaonenfamilie

Beitrag von Balduin » 14.12.2011, 21:04

Aneri hat geschrieben:
Übertreibst du nicht mit "kürzerste Zeit"? In diesem Link (http://www.ancient-cultures.com/dynastien.php) ist 18.Dynastie zwar nicht zeitlich begrenzt, jedoch habe ich nicht den Eindruck, dass sie war kurz. Außerdem mit dem Inzest der Ägyptischen Herrschen war schon lange bekannt, heirateten untereinander Geschwister erstes Ranges. Jetzt hat es nur die genetische Untersuchungen bestätigt.


Mhm, grob von 1550 v. Chr. bis 1319 v.Chr. - zugegeben habe ich da übertrieben ja, aber der Verfall einer ganzen Herrschaftsfamilie ging doch rasch.

Re: Blutschande in der Pharaonenfamilie

Beitrag von Aneri » 14.12.2011, 20:14

Übertreibst du nicht mit "kürzerste Zeit"? In diesem Link (http://www.ancient-cultures.com/dynastien.php) ist 18.Dynastie zwar nicht zeitlich begrenzt, jedoch habe ich nicht den Eindruck, dass sie war kurz. Außerdem mit dem Inzest der Ägyptischen Herrschen war schon lange bekannt, heirateten untereinander Geschwister erstes Ranges. Jetzt hat es nur die genetische Untersuchungen bestätigt.

Re: Blutschande in der Pharaonenfamilie

Beitrag von Balduin » 07.12.2011, 20:40

Deshalb ging die Dynastie ja unter - und das in kürzester Zeit...

Re: Blutschande in der Pharaonenfamilie

Beitrag von Barbarossa » 07.12.2011, 20:26

Ja, pervers - und Erbkrankheiten werden dadurch extrem begünstigt.

Re: Blutschande in der Pharaonenfamilie

Beitrag von Balduin » 07.12.2011, 14:27

Das ist schon ziemlich abartig, wenn auch die Gründe logisch erscheinen.

Blutschande in der Pharaonenfamilie

Beitrag von Balduin » 01.12.2011, 20:38

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