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Zahlreiche Mißbrauchs-Skandale u. a. an kirchlichen Schulen

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Ansicht erweitern Die letzten Beiträge des Themas: Zahlreiche Mißbrauchs-Skandale u. a. an kirchlichen Schulen

Re: Flüchtlingsansturm nach Deutschland auch 2016 ungebroche

Beitrag von Barbarossa » 08.01.2016, 16:19

Das gehört aber nicht in dieses Thema.

:arrow: Ich hänge den Beitrag mal an den entsprechenden Pfad an. [Mod.]

Trotzdem danke dafür. Ist auch ganz gut, mal ein etwas älteres Thema mit neuen Informationen aufzufrischen.

Flüchtlingsansturm nach Deutschland auch 2016 ungebrochen

Beitrag von Eppelein » 08.01.2016, 16:12

Die Justiz kann hier gleich weiter machen http://www.br.de/nachrichten/oberpfalz/ ... d-100.html

Ohne radikal durchzugreifen wird das alles nichts!
Von Labern und blöden Sprüchen wird sich nichts bewegen.

Re: Zahlreiche Mißbrauchs-Skandale u. a. an kirchlichen Schu

Beitrag von dieter » 22.01.2015, 14:35

Pater aus dem Kloster Ettal vor Gericht
Ein Pater aus dem Kloster Ettal muß sich vor einem Gericht verantworten, weil er zwei Jungen mißbräuchlich behandelt haben soll. Das stellt er in Abrede. Die Meldung kam Heute in den Nachrichten. :roll:

Re: Zahlreiche Mißbrauchs-Skandale u. a. an kirchlichen Schu

Beitrag von dieter » 14.01.2013, 14:38

Peppone hat geschrieben:
dieter hat geschrieben:
Es zeigt doch nur, dass die Zeit über die Kath. Kirche hinwegegangen ist :roll: .

Über das, was man bei uns gerne als "Amtskriche" bezeichnet, derzeit wohl schon. Aber ich bin da stur: Ich habe nach wie vor Hoffnung, dass es auch mal wieder eine Generation Priester geben wird, die nicht in erster Linie dogmatisch ausgebildet werden, sondern mehr pragmatisch - eben eine solche Generation Priester, wie sie gleich nach Vaticanum II ausgebildet wurden.
Unter den letzten beiden Päpsten war das nicht zu machen, da kamen mehrheitlich junge Priester dabei raus, die mit "der Welt" wenig bis nix anfangen konnten...

Beppe

Lieber Beppe,
vorallem im Leben der Priester muß sich Einiges ändern. Sie müssen heiraten dürfen, dann fallen schon eine Menge Mißbrauchsfälle weg. Frauen müssen Priester weden dürfen. Die Benutzung von Kondomen sollte nicht verboten werden und zu guter Letzt, sollte die Kath. Kirche in Deutschlnad nach Landeskirchen aufgestellt werden, wie bei den Evangelen auch. :wink: Wieviel ein Papst, der schon über 80 ist, noch zusagen hat, wird die Zukunft zeigen. :wink:
Ich habe im Spiegel gelesen, dass Priesteranwärter sehr gern dem Alkohol zusprechen, stimmt das :?:

Re: Zahlreiche Mißbrauchs-Skandale u. a. an kirchlichen Schu

Beitrag von Peppone » 14.01.2013, 14:24

dieter hat geschrieben:
Es zeigt doch nur, dass die Zeit über die Kath. Kirche hinwegegangen ist :roll: .

Über das, was man bei uns gerne als "Amtskriche" bezeichnet, derzeit wohl schon. Aber ich bin da stur: Ich habe nach wie vor Hoffnung, dass es auch mal wieder eine Generation Priester geben wird, die nicht in erster Linie dogmatisch ausgebildet werden, sondern mehr pragmatisch - eben eine solche Generation Priester, wie sie gleich nach Vaticanum II ausgebildet wurden.
Unter den letzten beiden Päpsten war das nicht zu machen, da kamen mehrheitlich junge Priester dabei raus, die mit "der Welt" wenig bis nix anfangen konnten...

Beppe

Re: Zahlreiche Mißbrauchs-Skandale u. a. an kirchlichen Schu

Beitrag von dieter » 12.01.2013, 14:43

Peppone hat geschrieben:
So weit ich das mitbekommen hab, konnten die Verantwortlichen auf beiden Seiten nicht miteinander. Herr Pfeiffer kann wohl unter Umständen einen recht eigentümlichen Kommunikationsstil pflegen, der sich mit dem, was man so als katholischer Geistlicher unter Kommunikation versteht, sehr beißt.
Das war das Eine.

Zum Anderen hat sich die Katholische Kirche Rechte zusichern lassen wollen, die u.a. beinhalteten, dass man bei JEDER Veröffentlichung, die aus dem Projekt hervorgeht (und das wären z.B. einige Dissertationen gewesen, die also, um als Dissertation gelten zu dürfen, veröffentlicht hätten werden MÜSSEN) ein Vorbehaltsrecht eingeräumt haben wollte.
Die Kirche wollte also bei jeder Veröffentlichung mitentscheiden, ob das Ding veröffentlicht werden darf oder nicht. Das war nicht nur für Herrn Pfeiffer eine unangemessene Einschränkung der wissenschaftlichen Forscher- und Publizistenfreiheit...

In dieser Hinsicht war die Kirche sehr blauäugig, weltfremd, was ihr wollt. Allerdings hat auch Pfeiffer m.E. überreagiert. Denn was hätte die Kirche objektiv dagegen haben können, wenn über Personen geschrieben wird, die namentlich unbekannt sind? Denn alle Daten waren "entpersonalisiert"! Es konnte also der einzelne Wissenschaftler gar nicht nachvollziehen, über wen genau er da schreibt, es konnte gar nicht passieren, dass jemand, der irgendwann zwischen 1945 und heute einen Mißbrauch verübt hat, öffentlich angeprangert wird.
Allerdings befürchtete die Kirche wohl, da käme ein "Sumpf" zu Tage, der allein deswegen, weil er existierte, das Ansehen der Kirche beschädigt. Und mMn wäre wohl genau das passiert. Der Reflex der "Einigelung" der Kirche gegen die "böse Welt da draußen" war wohl wieder mal wirksam...
So wird das nix mit der Öffnung der katholischen Kirche...

Beppe

Lieber Beppe,
so isses. :wink: Aber hast Du etwas Anderes von der Kath. Kirche erwartet :?: Ich nicht. Es zeigt doch nur, dass die Zeit über die Kath. Kirche hinwegegangen ist :roll: .

Re: Zahlreiche Mißbrauchs-Skandale u. a. an kirchlichen Schu

Beitrag von Triton » 12.01.2013, 12:36

Genauso ist es. Reinwaschen ohne nass zu werden geht nicht. Irgendwann muss das auch die katholische Kirche einsehen.

Das gesellschaftliche Klima mindestens bis in die 60er Jahre, wenn nicht deutlich länger, duldete und tolerierte Pädophilie als "Schrulle" oder "Marotte". Wer kennt den Film "Wenn der Vater mit dem Sohne" (mit Heinz Rühmann)? Dort badet Heinz Rühmann in einer Szene mit seinem Sohn und berührt ihn wohl, wäscht ihn eben. Der Sohn-Darsteller erhielt daraufhin unzählige "Fan"-Briefe von Möchtegern-Rühmanns, die ihn auch gerne baden würden...Ganz offen, mit Adresse und so weiter. Da dachte sich niemand was dabei. Auch der "liebe Onkel", der sich rührend um die heranwachsende Verwandtschaft oder Dorfkinder kümmerte, war damals gang und gäbe.
Auch das gehört zum Thema, die Zustände in früherer Zeit sind erklärbar, das Verhalten heute nicht mehr.

Beste Grüße
Joerg

Re: Zahlreiche Mißbrauchs-Skandale u. a. an kirchlichen Schu

Beitrag von Peppone » 12.01.2013, 11:14

So weit ich das mitbekommen hab, konnten die Verantwortlichen auf beiden Seiten nicht miteinander. Herr Pfeiffer kann wohl unter Umständen einen recht eigentümlichen Kommunikationsstil pflegen, der sich mit dem, was man so als katholischer Geistlicher unter Kommunikation versteht, sehr beißt.
Das war das Eine.

Zum Anderen hat sich die Katholische Kirche Rechte zusichern lassen wollen, die u.a. beinhalteten, dass man bei JEDER Veröffentlichung, die aus dem Projekt hervorgeht (und das wären z.B. einige Dissertationen gewesen, die also, um als Dissertation gelten zu dürfen, veröffentlicht hätten werden MÜSSEN) ein Vorbehaltsrecht eingeräumt haben wollte.
Die Kirche wollte also bei jeder Veröffentlichung mitentscheiden, ob das Ding veröffentlicht werden darf oder nicht. Das war nicht nur für Herrn Pfeiffer eine unangemessene Einschränkung der wissenschaftlichen Forscher- und Publizistenfreiheit...

In dieser Hinsicht war die Kirche sehr blauäugig, weltfremd, was ihr wollt. Allerdings hat auch Pfeiffer m.E. überreagiert. Denn was hätte die Kirche objektiv dagegen haben können, wenn über Personen geschrieben wird, die namentlich unbekannt sind? Denn alle Daten waren "entpersonalisiert"! Es konnte also der einzelne Wissenschaftler gar nicht nachvollziehen, über wen genau er da schreibt, es konnte gar nicht passieren, dass jemand, der irgendwann zwischen 1945 und heute einen Mißbrauch verübt hat, öffentlich angeprangert wird.
Allerdings befürchtete die Kirche wohl, da käme ein "Sumpf" zu Tage, der allein deswegen, weil er existierte, das Ansehen der Kirche beschädigt. Und mMn wäre wohl genau das passiert. Der Reflex der "Einigelung" der Kirche gegen die "böse Welt da draußen" war wohl wieder mal wirksam...
So wird das nix mit der Öffnung der katholischen Kirche...

Beppe

Re: Zahlreiche Mißbrauchs-Skandale u. a. an kirchlichen Schu

Beitrag von dieter » 11.01.2013, 11:50

Triton hat geschrieben:
"Quid est veritas?" fällt mir da ein.
Es soll wohl vor allem darum gehen, dass die katholische Kirche bei bereits enttarnten Pädophilen nicht eingeschritten ist sondern auch noch aktiv heruntergespielt bzw. vertuscht hat.
Und da wundert sich die Kirche auch noch, dass man sich von ihr abwendet.

Beste Grüße
Joerg

Lieber Joerg,
das sehe ich genauso und empfehle allen Christen doch der EKD beizutreten, da sie die durchaus geringen Fälle des Mißbrauchs in ihrer Kirche aufgeklärt hat und sogar die Bischöfin der Nordelbischen Kirche, wegen eines Pfarrers zurückgetreten ist. :wink: :roll:

Re: Zahlreiche Mißbrauchs-Skandale u. a. an kirchlichen Schu

Beitrag von Triton » 10.01.2013, 19:09

"Quid est veritas?" fällt mir da ein.
Es soll wohl vor allem darum gehen, dass die katholische Kirche bei bereits enttarnten Pädophilen nicht eingeschritten ist sondern auch noch aktiv heruntergespielt bzw. vertuscht hat.
Und da wundert sich die Kirche auch noch, dass man sich von ihr abwendet.

Beste Grüße
Joerg

Re: Zahlreiche Mißbrauchs-Skandale u. a. an kirchlichen Schu

Beitrag von dieter » 10.01.2013, 14:29

Es kam eben in den Nachrichten. Die Kath. Kirche hat Herrn Pfeifer eine Unterlassungserklärung zugesandt, die er unterschreiben soll. Pfeifer will seine Rechtsanwälte konsultieren. :roll:

Re: Zahlreiche Mißbrauchs-Skandale u. a. an kirchlichen Schu

Beitrag von dieter » 10.01.2013, 09:55

Lieber Barbarossa,
ich bin auch entsetzt. Das Scheitern soll hauptsächlich an den Bistümern München-Freising und Regensburg gelegen haben. So berichtete Herr Pfeifer darüber. :evil:

Re: Aufklärung bei den Katholiken voerserst gescheitert

Beitrag von Barbarossa » 10.01.2013, 07:57

Hier die Meldung dazu:

Mittwoch, 09. Januar 2013
Bischöfe zoffen sich mit Pfeiffer
Kirche setzt Missbrauchsstudie ab

Die Bischofskonferenz will nicht mehr mit dem Kriminologen Pfeiffer zusammenarbeiten. Der sollte eigentlich die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche aufarbeiten. Doch das Vertrauen ist dahin, Pfeiffer erhebt schwere Vorwürfe. Er beklagt etwa die Bedingung der Kirche, alleine über die Veröffentlichung der Ergebnisse entscheiden zu wollen...
hier: weiterlesen

Ich bin wirklich entsetzt. Bei dieser Untersuchung noch Bedingungen stellen zu wollen, ist einfach unverfroren.
:evil:

:arrow: Ich habe das Thema an den passenden Pfad angehängt.

Aufklärung bei den Katholiken voerserst gescheitert

Beitrag von dieter » 09.01.2013, 09:36

Nach Angaben des Kriminalisten Pfeifer aus Hannover, der mit der Aufklärung der Mißbrauchsfälle von der Katholischen Kirche in Deutschland beauftragt war, ist diese vorerst gescheitert. Für das Scheitern sei die Zensur in der Kath. Kirche verantwortlich, außerdem sollen Unterlagen von den Diozösen vernichtet worden sein. :evil:
Die Kath. Kirche meinte dazu, dass die Aufklärung mit oder ohne Pfeifer weitergehe. :roll:

Re: Zahlreiche Mißbrauchs-Skandale an Schulen

Beitrag von Barbarossa » 17.07.2011, 13:20

14.07.2011
STUDIE:
Fast jede zweite Schule kennt Missbrauchs-Verdachtsfälle
Täter meist im familiären Umfeld / Auch Heime und Internate betroffen

BERLIN - An fast jeder zweiten Schule in Deutschland haben Kinder oder Jugendliche in den vergangenen drei Jahren über Fälle von sexuellem Missbrauch berichtet – meist im familiärem Umfeld. Das ergab eine repräsentative Studie des Deutschen Jugendinstitutes (DJI), die die Bundesbeauftragte zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs, Christine Bergmann (SPD), gestern in Berlin vorstellte. Demnach waren 43 Prozent der Schulen, 40 Prozent der Internate und mehr als 70 Prozent der Heime mit Verdachtsfällen konfrontiert...
weiter lesen: http://geschichte-wissen.de/go/missbrau ... lenhaeufig

entsetzlich...