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Flüchtlingsansturm nach Deutschland auch Anfang 2016 noch ungebrochen

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Re: Flüchtlingsansturm nach Deutschland auch Anfang 2016 noch ungebrochen

Beitrag von Barbarossa » 03.07.2017, 21:43

Das europäische Statistikamt hat Zahlen für die Migration in die EU und Deutschland veröffentlicht. Nach den bis 2015 erhobenen Daten leben in Deutschland mindestens 11 Mill. Einwanderer und deren Kinder - das sind 13,3%. Das entspricht etwa der Einwohnerzahl Belgiens oder Griechenlands. Davon sind 8,7 Mill. Nicht-EU-Ausländer. Allein 2015 strömten 1,5 Mill. nach Deutschland.
In der gesamten EU ist durch die Migrationswelle die Zahl der Ausländer auf 20,7 Mill. nach oben geschnellt - das entspricht beinahe der Bevölkerungszahl Australiens. Dazu kommen noch einmal 16 Mill., die innerhalb der EU ihren Aufenthaltsort in ein anderes Land verlegt haben.
Dabei ist die Verteilung der Migration sehr unterschiedlich - sowohl in den Ländern der EU, als auch innerhalb Deutschlands.
So weist Luxemburg mit 45,2% den weitaus höchsten Ausländeranteil auf [Anm. d. Autors: dort vermutlich vor allem Bänker - Vorsicht! Ironie! ;-) ], Österreich 18,2% und Schweden 17,0%.
Das Nicht-EU-Land Schweiz kommt auf 27,9%.
Dem gegenüber die niedrigsten Ausländeranteile weisen Polen mit 1,6%, Rumänien mit 1,8% und Bulgarien mit 1,9% auf.
Auch die Unterschiede innerhalb Deutschlands sind gravierend. So haben vor allem Metropolen, wie Berlin mit 16,4% Bremen mit 16,1% und Hamburg mit 15,6% die höchsten Ausländeranteile, dicht gefolgt vom Flächenland Hessen mit 15,2%.
Die niedrigsten Ausländeranteile weisen Ostdeutsche Länder auf - Thüringen mit 3,5%, Brandenburg mit 3,6% und Sachsen-Anhalt mit 3,7%.
Damit sind vor allem reiche EU-Länder zu Einwanderungsländer geworden, weil sich Migranten dort die besten Perspektiven erhoffen. Ob sich die Migration auch für die betreffenden Länder als Vorteil erweist, hängt vor allem vom Qualifikationsgrad der Migranten ab. Das Pro-Kopf-BIP kann sich durch Migration dann erhöhen, wenn die Migranten gut ausgebildet sind.
Für Deutschland gibt es jedoch Hinweise darauf, dass sich außereuropäische Migranten schwertun, qualifizierte Jobs zu finden. In diesem Fall, wenn Migranten eine geringere Qualifikation aufweisen, als die einheimische Bevölkerung, könnten diese das BIP des Landes senken und es könnte sogar zur Folge haben, dass die Löhne niedrig qualifizierter einheimischer Arbeitnehmer tendenziell sinken.

Quelle: Die Welt - Printausgabe v. 28. Juni 2017

Re: Flüchtlingsansturm nach Deutschland auch Anfang 2016 noch ungebrochen

Beitrag von Ruaidhri » 29.04.2017, 17:00

Kompliment, akkurate Auslegung des Wortes potenziell.
Deine grundsätzliche Abneigung- und es ist mehr als nur Skepsis, gegen muslimische Zuwanderer lässt sich ohne Bemühen der Phantasie aus Deinen Post erkennen.
Da ich weder die einseitige bunte Sicht nachvollziehen kann, die ebenso an der Lebenswirklichkeit vorbeigeht wie die Verallgemeinerung " die Muslime", die Flüchtlinge, gehe ich gegen Verallgemeinerungen eben an.
Paul hat geschrieben:
In der Flüchtlingsaufnahme scheint vieles nicht zu funktionieren und Mißbrauch ist wohl an der Regel. Da können Menschen aus den Magrebstaaten sich ganz leicht als Syrer ausgeben.

Das war mit Sicherheit lange Zeit so, inzwischen, auch durch die Einrichtung diverser Aufnahme-Stellen, fliegen solche "falschen Syrer" auf- gelegentlich sind es sogar Syrer, die darauf hinweisen, dass sich etwas nicht stimmt. Ende 2015 bis weit ins Jahr 2016 wurden die Anhörungen bei (angeblichen oder echten) Syrern ja ausgesetzt und über Monate verschoben. (22 Monate ist bei uns Rekord, aufgeflogen sind inzwischen auch einige, die falsche Angaben gemacht haben. Libanesen, die sich als Syrer oder Iraker ausgaben.
Die unklaren Fälle abzuarbeiten, wird leider immer noch dauern, so übel das ist. Kommt hinzu, dass die Schreibweise der Namen und die (unabsichtliche) Vertauschung von Namen und Vornamen Probleme machen. Oder es ist die Phonetik, was wir als e wahrnehmen, ist i- und umgekehrt, das gleiche mit O und U- manchmal wäre ein Blick auf eine deutsch beschriftete Karte schon nützlich.
Gilt auch für Städte-Namen, Idlib kenne ich in in zwei Versionen von den Ausweisen, Mossul kann auch schonmal Mosul, Musul werden.
Etwas sehr böse: Irgendwann schaffen wir das, wahrscheinlich aber in vielen Fällen viel zu spät.
Abgesehen davon ist der Flüchtlingsansturm inzwischen gebrochen, die Folgen  abzuarbeiten, wird jedoch ungebrochen dauern. Nicht nur administrativ, sondern auch die Integration betreffend, dauerhaft oder auf Zeit. Vielen würde ich eine Chance gönnen hier Fuß zu fassen, und- absolut unkorrekt, manche wären besser im arabischen Raum geblieben.
Noch eines: Nicht allein der Glauben ist ausschlaggebend, manche  Christen aus Eritrea machen mehr Probleme als  Muslime.
Bislang in den Kursen:
Syrien,
Irak
Afghanistan
Iran
Jemen
Eritrea
Somalia
Non Refugees:
Vietnam, Honduras, Tunesien, Marokko, alle mit Deutschen verheiratet und im I- und Sprachkurs, um irgendwann die deutsche Staatsangehörigkeit zu erwerben.
 Es gibt, wider grün- bunte Ideologie, den Bodensatz der Unwilligen. Oder auch solcher, die nicht lernen können und schon darum hier nie ihren eigenen Unterhalt, bzw. den der Familie bestreiten können.
Persönlich kann ich durchaus sagen, dass mich die Begegnung mit vielen der Flüchtlinge an Erfahrungen und guten Momenten bereichert hat. Das aber für das ganze Land als ausschließliche Wahrheit zu verkünden, war und bleibt falsch.
Gibt halt solche und solche- überall.

Re: Flüchtlingsansturm nach Deutschland auch Anfang 2016 noch ungebrochen

Beitrag von Cherusker » 27.04.2017, 20:20

Ruaidhri hat geschrieben:
Grundsätzlich falsch ist es, in jedem Flüchtling einen potenziellen Gewalttäter zu wittern, sie alle als obendrein Sozialschmarotzer zu titulieren.

Das habe ich doch gar nicht getan. Aber Du ziehst Dir diesen Schuh jedesmal an. :crazy: und unterstellst anderen Leuten das ? Ferner frage ich mich, ob dieser Satz von Dir nicht einen großen Fehler beinhaltet ? :shock:
So drückt das Wort "potenziell" die Fähigkeit aus etwas zu machen, unternehmen etc. . Somit hat jeder Mensch das Potential eine Gewalttat zu begehen, ob er sie aber ausführt, das hängt dann von vielen anderen Begebenheiten (Moral, Gesetz, Friedfertigkeit, usw.) ab.
Wer kann sich denn nicht an die Sätze von Radikalen erinnern, die sagten: "Soldaten sind potentielle Mörder" oder "Männer sind potentielle Vergewaltiger" ?
P.S.
Ich bin ein potentieller Klavierspieler, zwar habe ich Hände und Füße, aber ich kann es trotzdem nicht. Aber das Potential der Extremitäten ist vorhanden, bloß das Wissen fehlt.  :wink:

Re: Flüchtlingsansturm nach Deutschland auch Anfang 2016 noch ungebrochen

Beitrag von Ruaidhri » 23.04.2017, 16:13

Cherusker hat geschrieben:
LKA" steht für Landeskriminalamt. Falls Du damit Probleme  hast...... :wink:

Spar Dir Deine Sorgen um mein Wissen, was Abkürzungen bedeuten. Die von Dir genannten Zahlen sind richtig, nur die suggerierten Schlüsse nicht, liest man die Statistik komplett und die amtliche Auswertung der Zahlen dazu.
Richtig ist:
"1. Die Gewaltkriminalität nimmt wieder zu. Und das liegt vor allem an den Taten von Zuwanderern"
schreibt sogar zon. Und schlüsselt auf.
http://www.zeit.de/2017/17/kriminalitae ... ettansicht
Manche Ursachen sind bekannt, die Gewalttaten unbedingt zu ahnden, und nicht mit Samthandschuhen. Manche Ursachen kann man beseitigen,
"Die massenhafte Unterbringung von Flüchtlingen unterschiedlicher Religionen, Ethnien, Nationalitäten, Geschlechter und Herkunft in gemeinsamen Sammeleinrichtungen ist ein großes Problem und fördert die Gewalt. "
Einerseits ist das ein psychologisches Faktum, dass solche Bedingungen Nährboden für Gewaltt sind. Andererseits muss schärfer denn je verdeutlicht werden, dass Gewalt hier nicht erwünscht ist, egal, ob Muslime oder Christen die Täter sind, ganz gleich  woher, wo und unter welchen Bedingungen.
Grundsätzlich falsch ist es, in jedem Flüchtling einen potenziellen Gewalttäter zu wittern, sie alle als obendrein Sozialschmarotzer zu titulieren. Die Übeltäter packen, was im Sinne der friedlichen Landsleute ist,  den anderen so begegnen wie man eigentlich Menschen begegnen sollte: Erstmal schauen, wer Du bist, dann urteilen. Wo nötig, durchaus erklären, was man besser tut oder lässt.
Damit sind die zahlreichen Fragen,wie man Integration möglichst breit schafft, längst nicht gelöst, nichtmal füre die begeisterten Deutschland- Fans, die alles tun, um hier anzukommen, akzeptiert zu werden.
Die sind in der Mehrheit und hätten Unterstützung verdient, die sich auch immer bemerkbar macht. Viel Kontakt zu Deutschen ist ein guter Integrationshelfer.
Es gibt auch die, und das wieder darf man auch nicht unbedingt überall äußern, die tatsächlich besser zurück gingen nach Kobane oder nun bald Mossul. Die werden das Leben hier nie bewältigen, weil sie tatsächlich falschen Versprechungen geglaubt hatten.
Inzwischen ist die Welle ja abgeebt, die Probleme aber längst nicht abgearbeitet. Das wird dauern, auf vielen Ebenen, und manche werden sich nicht lösen lassen. Aber viele mehr und besser als oft geunkt wird.

Re: Flüchtlingsansturm nach Deutschland auch Anfang 2016 noch ungebrochen

Beitrag von Cherusker » 22.04.2017, 21:07

Ruaidhri hat geschrieben:
Vielleicht sollte man dann auch komplett berichten, statt wieder Stimmungsmache zu betreiben und die Zahlen in Relation setzen.
Ob Taz oder welches Pressorgan auch immer, im Ergebnis steht fest:
Flüchtlinge sind nicht überdurchschnittlich kriminell.
http://www.taz.de/!5380438/

Aha, das ist Faktum, weil es die Zahlen des LKA Niedersachsen sind und somit auf Niedersachsen zutreffen. Auch wenn es Dir vielleicht schwerfällt das zu akzeptieren. Es stand in der NDZ #94, 22.4.2017.
Alle Berichte, die Dir nicht gefallen, sind also Stimmungsmache ? :crazy: Interessant..... :mrgreen: :lolno: 
Vielleicht hätte der 23jährige Syrer noch leben können, wenn man die Bilder der Überwachungskameras veröffentlicht hätte ?  So mußte noch ein Mensch sterben....
P.S.
"LKA" steht für Landeskriminalamt. Falls Du damit Probleme  hast...... :wink:

Re: Flüchtlingsansturm nach Deutschland auch Anfang 2016 noch ungebrochen

Beitrag von Ruaidhri » 22.04.2017, 15:31

Vielleicht sollte man dann auch komplett berichten, statt wieder Stimmungsmache zu betreiben und die Zahlen in Relation setzen.
Ob Taz oder welches Pressorgan auch immer, im Ergebnis steht fest:
Flüchtlinge sind nicht überdurchschnittlich kriminell.
http://www.taz.de/!5380438/

Re: Flüchtlingsansturm nach Deutschland auch Anfang 2016 noch ungebrochen

Beitrag von Cherusker » 22.04.2017, 09:32

Nach den beiden tödlichen Messer-Attacken in Hannover, zur Erinnerung eine 27jährige Deutsche und  3 Tage später ein 23jähriger Syrer waren die Opfer, wurde der Täter (ein 25jähriger Syrer, der seit 2014 in Deutschland lebt) schnell gefaßt. Sein Anwalt erklärt, daß er psychische Probleme hat. Hoffentlich lassen sie diesen Menschen nie wieder auf die Allgemeinheit los.... :(

Ferner wurden in diesem Zusammenhang auch die neusten Zahlen des LKA veröffentlicht. Demnach hat die Kriminalität in Niedersachsen durch Flüchtlinge (Zeitraum 2015-2016) deutlich zugenommen. Die Gewalttaten stiegen um knapp +76% ( von 1183 auf 2082 Fälle), An der Gesamtzahl der Gewalttaten in Niedersachsen betrug diese Zahl 10,8% (im Gegensatz zum Vorjahr von 6,7%). Auch bei den Sexualstraftaten (z.B. Vergewaltigung) stiegen die Fälle von 176 auf 376 an. Gemessen an den Gesamtfällen ist das ein Anteil von 7,2%.  Bei sexueller Nötigung gab es einen Anstieg um + 126,8% ( von 134 auf 304). Das ist wiederum ein Anteil von 9,1 % an der Gesamtzahl. 
  

Re: Flüchtlingsansturm nach Deutschland auch Anfang 2016 noch ungebrochen

Beitrag von Paul » 21.04.2017, 12:05

Ruaidhri hat geschrieben:
Vielleicht Pail, ist der Unterschied zwischen Theorie und Praxis pder vom Kommentieren und dem tatsächlich Erlebten? Und dem, was tatsächlich geschah, wie diejenigen, die das alles erlebt haben und erleben Dank besserer Kenntnis einschätzen?
Paul hat geschrieben:
Es wäre menschlicher die Flüchtlingslager aufzulösen und den Menschen in der Heimat zu helfen.


Während rundherum und auch dort unklare Verhältnisse herrschen? Es wäre viel sinnvoller, sich energisch um eine politische Gesamtlösung zu bemühen, woran aber die führenden Mächte und der IS  in Syrien und im Irak gar nicht interessiert sind, statt irgendwelche Insellösungen zu preisen.

In die befreiten Stadtteile von Mossul kehren die Menschen sofort zurück. Auch nach Kobane sind die meisten Menschen zurückgekehrt. Die unendschlossene Minderzahl kann man mit verbesserten Lebensbedingungen zurückholen. Vor allem müssen die Lebensmittelpreise in Afrin sinken, welche durch die türkische Blokade stark erhöht sind. In Shingal gibt es die meisten Probleme. Shingal war schon vor dem IS ein Armenhaus. Den Menschen geht es in den Flüchtlingslagern von der Ernährung nicht schlechter als zuvor. Mit wenigen Mitteln kann man das Leben in Shingal so verbessern, das die Menschen zurückkehren. Barsani muß seine Blokadehaltung aufgeben und sich mit der PKK wieder auf einen Teppisch setzen, wie nach dem Angriff des IS. Insellösungen sind besser als vergebliches Warten auf Gesamtlösungen. Rojava könnte alle syrischen Kurden aus der Türkei aufnehmen. Sie nehmen jetzt wahrscheinlich auch schon Flüchtlinge aus der Türkei auf. Die Flüchtlinge aus Tagba, Raqqa und Deir Ez Sor fliehen nicht weit. Sie wissen, das sie bald zurückkehren können. Die Region Raqqa könnte weitere arabische Flüchtlinge aus anderen Regionen aufnehmen.

Re: Flüchtlingsansturm nach Deutschland auch Anfang 2016 noch ungebrochen

Beitrag von Ruaidhri » 21.04.2017, 09:11

Vielleicht Pail, ist der Unterschied zwischen Theorie und Praxis pder vom Kommentieren und dem tatsächlich Erlebten? Und dem, was tatsächlich geschah, wie diejenigen, die das alles erlebt haben und erleben Dank besserer Kenntnis einschätzen?
Paul hat geschrieben:
Es wäre menschlicher die Flüchtlingslager aufzulösen und den Menschen in der Heimat zu helfen.


Während rundherum und auch dort unklare Verhältnisse herrschen? Es wäre viel sinnvoller, sich energisch um eine politische Gesamtlösung zu bemühen, woran aber die führenden Mächte und der IS  in Syrien und im Irak gar nicht interessiert sind, statt irgendwelche Insellösungen zu preisen.

Re: Flüchtlingsansturm nach Deutschland auch Anfang 2016 noch ungebrochen

Beitrag von Paul » 20.04.2017, 22:40

Ruaidhry um Hilfe zur Selbsthikfe zu geben, brauch man nicht auf eine politische Gesamtlösung zu warten. Auf die kann man leider vielleicht noch lange warten. Die überwiegende Mehrheit der Leute die geblieben sind würden schnelle Hilfe begrüßen. Rojava arbeitet z.B. mit christlchen Hilfsorganisationen zusammen. Warum es diese Querelen zwischen Barsani und der PKK auf Kosten der Menschen Shingals gibt und warum internationale Hilfe lieber in die Flüchtlingslager o. Erdogan gegeben wird ist unverständlich. Es wäre menschlicher die Flüchtlingslager aufzulösen und den Menschen in der Heimat zu helfen.

Re: Flüchtlingsansturm nach Deutschland auch Anfang 2016 noch ungebrochen

Beitrag von Ruaidhri » 20.04.2017, 17:13

Bevor nicht irgendwann eine stabile Regelung für das gesamte Land exisiert, die Lösung der kurdischen Frage inklusive, wird nicht viel geschehen. Mir verständich, aus internationaler Sicht wie aus Sicht der direkt Betroffenen, die die Dinge ganz erfahren haben als wir sie sehen können.

Re: Flüchtlingsansturm nach Deutschland auch Anfang 2016 noch ungebrochen

Beitrag von Paul » 17.04.2017, 18:43

Ich habe gar nicht gefordert, das wir die Flüchtlinge aus Deutschland zurückschicken sollen, sondern das in Nordsyrien, Shingal u.a. befreite Regionen der Wiederaufbau durch Hilfe zur Selbsthilfe gefördert werden sollte und der Barsaniregierung sollte man ernsthafter zureden die Flüchtlinge nach Shingal zurückkehren zu lassen, die gehindert werden. In Rojava wird viel für den Wiederaufbau gemacht, aber es ist ein armes Gebiet, welches mit mehr internationaler Hilfe schneller zurecht käme. Dann würden manche auch aus Deutschland freiwillig zurückkehren. In der Heimat gibt es sinnvolle Arbeit z.B. im Häuserbau. In Rojava helfen überwiegend kirchliche u. private Institutionen und nicht die UN o. Deutschland. Deutschland gibt das Geld lieber an Erdogan. In Randgebieten Shingals läßt Barsani internationale Hilfen zu. Dort funktioniert das.
Bald könnte die internationale Hilfe auch in das dann befreite Raqqa fließen.

Re: Flüchtlingsansturm nach Deutschland auch Anfang 2016 noch ungebrochen

Beitrag von Ruaidhri » 17.04.2017, 16:35

Paul hat geschrieben:
Eigentlich könnte die Rückkehr der Flüchtlinge aus Syrien und Irak in großem Stil beginnen.

Träum weiter! Das ist fast blanker Zynismus, gleich ob Syrer, Iraker oder Afghanen in der Türkei oder in Deutschland sind.
Viele würden freiwillig zurückgehen, aber derzeit bestimmt nicht, weil immer noch Krieg ist und die Lage absolut unübersichtlich. Auch dort, wo Deine Rojava-Helden Besatzung sind, denen auch kurdische Syrer nicht trauen, Kurden aus dem Irak ebenso wenig,denn die teilen nicht alle die Vorstellungen der Kämpfer über eine Neuordnung.

Re: Flüchtlingsansturm nach Deutschland auch Anfang 2016 noch ungebrochen

Beitrag von Paul » 17.04.2017, 01:20

Eigentlich könnte die Rückkehr der Flüchtlinge aus Syrien und Irak in großem Stil beginnen. Die internationale Gemeinschaft ist aber passiv und hält die Flüchtlinge lieber in Flüchtlingslagern, statt ihnen Hilfe zur Selbsthilfe in ihrer Heimat zu geben. So attraktiv ist das Leben als Flüchtling in der Türkei nicht.
Das ist ein weltweites Problem.

Re: Flüchtlingsansturm nach Deutschland auch Anfang 2016 noch ungebrochen

Beitrag von Triton » 02.04.2017, 20:17

Das Bäckerlehrlingbeispiel gefällt mir, eine Win-Win-Situation. Der Afghane kann einen ehrbaren Beruf erlernen, den viele nicht mehr ausüben wollen und schon gar nicht diejenigen, die das von anderen unreflektiert verlangen würden. Und die Gesellschaft bekommt ihre Brötchen.