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Wasser, aber woher

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Re: Wasser, aber woher

Beitrag von dieter » 14.01.2013, 15:24

Peppone hat geschrieben:
...und der Satz "Glauben heißt nicht wissen" führt euch zwei ganz wunderbar zusammen, bzw. eure Meinungen.
Solang wir nicht zum Urgrund der Entstehung der Welt vorgedrungen sind - und das werden wir m.E. niemal tun, denn wer kann schon ergründen, WARUM sich beim Urknall all die Quarks und sonstigen Atombausteine genauso bildeten, dass sie unser Unviersum möglich machten - solange werden wir die Wissenslücke mit Glauben auffüllen müssen. Und wenn es nur der Glaube an die Naturwissenschaft an sich ist.
:mrgreen:

Beppe

Lieber Beppe,
ich glaube bis zum Beweis des Gegenteils an einen Gott, wie der aussieht, wo er ist, was er macht, weiß ich nicht. :wink:

Re: Wasser, aber woher

Beitrag von dieter » 14.01.2013, 15:20

Barbarossa hat geschrieben:
Barbarossa hat geschrieben:
dieter hat geschrieben:
Lieber Barbarossa,
und bis man wissenschaftlich soweit ist, setzen wir einfach Gott ein. :wink:

Das machen die Menschen seit Jahrtausenden so und wahrscheinlich fing das an, als der Mensch zu denken anfing.
Jetzt entwickeln wir uns aber zu einer Information- und Wissensgesellschaft. Daher wird imho auch "der Glaube" immer weiter zurückgedrängt.
:wink:

Lieber Barbarossa,
deswegen bleibt doch Gott eine gute Alternative für alles was wir uns noch nicht erklären können. :wink:

Als Atheist halte ich es dann aber eher mit der Abkürzung "n.l." - heißt: "nicht lösbar" (mit dem derzeitigen Wissen). Das klingt für mich sogar immer noch plausibler, das einen "Gott" für alles verantwortlich zu machen.
:wink:[/quote]
Lieber Barbarossa,
ich mache Gott für nichts verantwortlich, glaube auch dass er bestimmte Gesetze geschaffen hat, wer dagegen im Guten oder Bösen verstößt, bekommt die Quittung. Meiner unmaßgblichen Meinung nach greift er nicht in das Leben eines Jeden ein, sondern er bestimmt nur die Großen Richtlinien. :wink:

Re: Wasser, aber woher

Beitrag von Peppone » 14.01.2013, 14:07

...und der Satz "Glauben heißt nicht wissen" führt euch zwei ganz wunderbar zusammen, bzw. eure Meinungen.
Solang wir nicht zum Urgrund der Entstehung der Welt vorgedrungen sind - und das werden wir m.E. niemal tun, denn wer kann schon ergründen, WARUM sich beim Urknall all die Quarks und sonstigen Atombausteine genauso bildeten, dass sie unser Unviersum möglich machten - solange werden wir die Wissenslücke mit Glauben auffüllen müssen. Und wenn es nur der Glaube an die Naturwissenschaft an sich ist.
:mrgreen:

Beppe

Re: Wasser, aber woher

Beitrag von Barbarossa » 13.01.2013, 19:53

dieter hat geschrieben:
Barbarossa hat geschrieben:
dieter hat geschrieben:
Lieber Barbarossa,
und bis man wissenschaftlich soweit ist, setzen wir einfach Gott ein. :wink:

Das machen die Menschen seit Jahrtausenden so und wahrscheinlich fing das an, als der Mensch zu denken anfing.
Jetzt entwickeln wir uns aber zu einer Information- und Wissensgesellschaft. Daher wird imho auch "der Glaube" immer weiter zurückgedrängt.
:wink:

Lieber Barbarossa,
deswegen bleibt doch Gott eine gute Alternative für alles was wir uns noch nicht erklären können. :wink:

Als Atheist halte ich es dann aber eher mit der Abkürzung "n.l." - heißt: "nicht lösbar" (mit dem derzeitigen Wissen). Das klingt für mich sogar immer noch plausibler, das einen "Gott" für alles verantwortlich zu machen.
:wink:

Re: Wasser, aber woher

Beitrag von Peppone » 12.01.2013, 10:38

Karlheinz hat geschrieben:
Nur müsste jetzt ein Astrophysiker erklären, wie Sauerstoff und Wasserstoff sich in diesem molekularen Nebel finden und verbinden und wie das Wasser in die Planetesimale gelangen konnte.

Irgendwann, vor einer gefühlten Ewigkeit, genoss ich als Schüler mal Physikunterricht. Und von da her schwirrt mir noch im Hinterkopf rum, dass Wasser sich wuasi zwangsläufig bilden müsste, sowie genügend H und O-Moleküle vorhanden sind. Wenn das H2O-Molekül mal gebildet ist, ist es ein Dipol, der hervorragend geeignet ist, weitere H2O- und andere Moleküle an sich zu binden...

Beppe

Re: Wasser, aber woher

Beitrag von ehemaliger Autor K. » 11.01.2013, 13:05

Peppone:
Die Frage, wie sich im Weltraum Wasser(eis) bilden konnte, würd mich allerdings auch mal interessieren, darüber hab ich ehrlich gesagt noch nicht so richtig nachgedacht. Aber ich schau mal in meiner Geologie-Literatur nach, vielleicht finde ich da was.

Gesteine weisen ein Kristallgitter auf. In den "Lücken" zwischen den Gitteratomen oder -molekülen haben Wassermoleküle Platz. Da Wasser ein Dipol ist, lässt es sich leicht in schon vorhandene Ionen-.Strukturen einlagern.
Werden die Kristallstrukturen aufgebrochen, können die Wassermoleküle aus ihrem "Kristallkäfig" entweichen.
Beppe


Unklar war ja bei der Beantwortung der Frage geblieben, woher das Wasser stammt. Wenn man sagt, es kommt von Kometen aus dem Weltall, verlagert man lediglich den Entstehungsort. Wie entsteht Wasser im Weltall? Nach Lektüre einiger Bücher müsste Wasser in den interstellaren Molekurnebeln entstanden sein. Diese Nebel bilden sich durch die Explosion von einem massereichen Stern. (Supernova). Durch die Energie der Supernova entstehen die schweren Elemente, unter anderem auch Sauerstoff. In dieser interstellaren Molekularwolke müssen sich Wasserstoff und Sauerstoff zu Wasser verbunden haben. Jedenfalls konnte man in diesen Nebeln Wassereis nachweisen.

Durch gravitative Prozesse bilden sich in diesen Wolken Zentren, die sich verdichten und aus ihnen entstehen die Sonnensysteme. Wasser ist zu diesem Zeitpunkt also bereits vorhanden. Sofern es sich nicht auf Planeten anlagert, eben zu einem Teil in Form von Kometen, vorrangig bei uns in der Oortschen Wolke.

Das in den Gesteinen eingeschlossene Wasser müsste auch in diesem Nebel entstanden sein. Im Silikat Gestein ist Wasser in der kristallinen Struktur eingebunden und wird bei einer Schmelze freigesetzt. Auch bei dieser Erklärung wird aber vorausgesetzt, das Wasser schon existiert, nur im Gestein „gefangen“ war. Wenn man allerdings davon ausgeht, das Wasser, welches im Weltall entstand und dann in den Planetesimalen vor der Entstehung der Erde eingebunden wurde, wäre der Vorgang einleuchtend. Nur müsste jetzt ein Astrophysiker erklären, wie Sauerstoff und Wasserstoff sich in diesem molekularen Nebel finden und verbinden und wie das Wasser in die Planetesimale gelangen konnte.

Re: Wasser, aber woher

Beitrag von dieter » 08.01.2013, 09:28

Barbarossa hat geschrieben:
dieter hat geschrieben:
Lieber Barbarossa,
und bis man wissenschaftlich soweit ist, setzen wir einfach Gott ein. :wink:

Das machen die Menschen seit Jahrtausenden so und wahrscheinlich fing das an, als der Mensch zu denken anfing.
Jetzt entwickeln wir uns aber zu einer Information- und Wissensgesellschaft. Daher wird imho auch "der Glaube" immer weiter zurückgedrängt.
:wink:

Lieber Barbarossa,
deswegen bleibt doch Gott eine gute Alternative für alles was wir uns noch nicht erklären können. :wink:

Re: Wasser, aber woher

Beitrag von Barbarossa » 07.01.2013, 22:08

dieter hat geschrieben:
Lieber Barbarossa,
und bis man wissenschaftlich soweit ist, setzen wir einfach Gott ein. :wink:

Das machen die Menschen seit Jahrtausenden so und wahrscheinlich fing das an, als der Mensch zu denken anfing.
Jetzt entwickeln wir uns aber zu einer Information- und Wissensgesellschaft. Daher wird imho auch "der Glaube" immer weiter zurückgedrängt.
:wink:

Re: Wasser, aber woher

Beitrag von dieter » 07.01.2013, 14:36

Barbarossa hat geschrieben:
dieter hat geschrieben:
Ihr Lieben,
warum sagt man nicht einfach, auch als nichtfrommer Mensch, es war Gott, der das Leben entstehen ließ :?:

Weil das "Glaube" ist (im besten Sinne des Wortes und damit Mythos).
Hierbei geht es aber um "Wissen". Da kommt man mit dem Glauben nicht sehr weit.

Ich hab vor ein paar Tagen eine Doku im Fernsehen gesehen und da meinte man, diese Aminosäuren aus dem All fehlten bis dahin nur noch für die Entstehung von Leben auf der Erde und dienten quasi als Katalysator dafür. Vielleicht ist man der Lösung des Problems tatsächlich schon sehr nahe - wissenschaftlich meine ich jetzt.

Lieber Barbarossa,
und bis man wissenschaftlich soweit ist, setzen wir einfach Gott ein. :wink:

Re: Wasser, aber woher

Beitrag von dieter » 07.01.2013, 14:31

Karlheinz hat geschrieben:
Bisher weiß man leider weder, wie auf der Erde Leben entstanden ist, noch ob es auch woanders im Weltall Leben gibt. Wenn man die Umweltbedingungen und die Molekularverbindungen kennt, die zu der Entstehung des Lebens geführt haben und diese nicht allzu singulär sind, könnte sich die Entstehung des Lebens an vielen Stellen im Universum wiederholt haben. Ich persönlich bin davon überzeugt, dass es im Weltall von Leben wimmelt. Es wäre zu unwahrscheinlich, wenn dies nur bei uns der Fall wäre. Das wäre reine Platzverschwendung, wie dies Judy Foster in dem Film „Contact“ einmal ausgedrückt hat. Intelligentes Leben dürfte selten sein, hat sich ja auch auf der Erde erst nach 3,8 Milliarden Jahren gebildet und verdankt seine Existenz einer Reihe von Zufällen, aber einfache und auch komplexere Lebensformen dürften häufig sein. Auch die Vertreter von dem Konzept der „Rare Earth“ glauben ja, das zumindest Einzeller auf vielen Planeten im All existieren könnten.
Für Dieter:
Fremde Zivilisationen im Weltall hätten wohl eigene Götter, einen eigenen Jesus oder Mohammed. Erstaunlicherweise sagte mir einmal ein Moslem, dass der Islam Aliens nicht ausschließt, denn im Koran steht: „Allah, der Herr der Welten“, Betonung liegt auf Welten, also Plural. Allah könnte überall intelligente Wesen geschaffen haben, er ist bekanntlich allmächtig. Islamisten würden solche Meinung wohl nicht teilen.
Im Hamburger Planetarium sagte man mir, dass es in unserer Galaxis ca. 300 Milliarden Sonnen gibt. Wahrscheinlich sind wir die einzige Zivilisation. Es gibt aber ungefähr 400 Milliarden weitere Galaxien und jede davon hat ebenfalls etwa 300 Milliarden Sterne, einige sogar mehr. Wenn es in jeder Galaxis auch nur eine Zivilisation gibt, wären es immerhin 400 Milliarden Zivilisationen im Universum.
Du bist nicht allein…….

Lieber Karlheinz,
dessen bin ich mir bewußt. Außerdem habe ich noch meine liebe Frau, unseren Sohn und zwei goldige Enkelkinder. :wink: :mrgreen: (Vorsicht, Ironie) Dir und mir ist aber auch bekannt, dass Natur viele Samen aussendet und nur manche davon aufgehen. Genauso war es, als ich mein Sperma untersuchen ließ, weil nach seschs Jahren noch keine Schwangerschaft bei meiner Frau abzusehen war und ich erfreulicherweise unterm Mikroskop sehen konnt, dass viele Samenfädchen da waren, dies ich auch bewegten. :wink: Es hat dann auch geklappt. Ähnlich stelle ich es mir im Weltall vor, es wird nur eine begrenzte Zahl von Leben dort geben, weil die Natur ja verschwenderich in Lebensmöglichkeiten ist. Nur einige sind auserwählt. :wink:

Re: Wasser, aber woher

Beitrag von Rikardo » 07.01.2013, 12:34

Das Thema ist nicht mit der Geschichte verbunden, aber ich meine dass es gut ist, wenn man fuer verschiedene Theme Interesse hat.

Re: Wasser, aber woher

Beitrag von ehemaliger Autor K. » 07.01.2013, 12:18

Bisher weiß man leider weder, wie auf der Erde Leben entstanden ist, noch ob es auch woanders im Weltall Leben gibt. Wenn man die Umweltbedingungen und die Molekularverbindungen kennt, die zu der Entstehung des Lebens geführt haben und diese nicht allzu singulär sind, könnte sich die Entstehung des Lebens an vielen Stellen im Universum wiederholt haben. Ich persönlich bin davon überzeugt, dass es im Weltall von Leben wimmelt. Es wäre zu unwahrscheinlich, wenn dies nur bei uns der Fall wäre. Das wäre reine Platzverschwendung, wie dies Judy Foster in dem Film „Contact“ einmal ausgedrückt hat. Intelligentes Leben dürfte selten sein, hat sich ja auch auf der Erde erst nach 3,8 Milliarden Jahren gebildet und verdankt seine Existenz einer Reihe von Zufällen, aber einfache und auch komplexere Lebensformen dürften häufig sein. Auch die Vertreter von dem Konzept der „Rare Earth“ glauben ja, das zumindest Einzeller auf vielen Planeten im All existieren könnten.

Für Dieter:

Fremde Zivilisationen im Weltall hätten wohl eigene Götter, einen eigenen Jesus oder Mohammed. Erstaunlicherweise sagte mir einmal ein Moslem, dass der Islam Aliens nicht ausschließt, denn im Koran steht: „Allah, der Herr der Welten“, Betonung liegt auf Welten, also Plural. Allah könnte überall intelligente Wesen geschaffen haben, er ist bekanntlich allmächtig. Islamisten würden solche Meinung wohl nicht teilen.

Im Hamburger Planetarium sagte man mir, dass es in unserer Galaxis ca. 300 Milliarden Sonnen gibt. Wahrscheinlich sind wir die einzige Zivilisation. Es gibt aber ungefähr 400 Milliarden weitere Galaxien und jede davon hat ebenfalls etwa 300 Milliarden Sterne, einige sogar mehr. Wenn es in jeder Galaxis auch nur eine Zivilisation gibt, wären es immerhin 400 Milliarden Zivilisationen im Universum.
Du bist nicht allein…….

Re: Wasser, aber woher

Beitrag von dieter » 07.01.2013, 11:55

Karlheinz hat geschrieben:
Dieter:
warum sagt man nicht einfach, auch als nichtfrommer Mensch, es war Gott, der das Leben entstehen ließ


Ja, warum eigentlich nicht. Allerdings, die biblische Schöpfungsgeschichte erklärt die Entstehung der Welt anders als die Wissenschaft. Was stimmt denn nun?
Müsste es heißen: Am Anfang schuf Gott die Aminosäure? Das klingt irgendwie seltsam.

Lieber Karlheinz,
warum gleich ins Detail gehen, dass die biblische Schöpfungsgeschichte nicht stimmt ist doch klar. Aber man kann doch vom Leben schreiben anstatt von Aminosäure, das wäre mir zu prosaisch. :wink: Solange wir nicht wissen, wie alles entstanden ist ist Gott doch ein guter Bezug. :wink:

Re: Wasser, aber woher

Beitrag von Barbarossa » 06.01.2013, 21:25

dieter hat geschrieben:
Ihr Lieben,
warum sagt man nicht einfach, auch als nichtfrommer Mensch, es war Gott, der das Leben entstehen ließ :?:

Weil das "Glaube" ist (im besten Sinne des Wortes und damit Mythos).
Hierbei geht es aber um "Wissen". Da kommt man mit dem Glauben nicht sehr weit.

Ich hab vor ein paar Tagen eine Doku im Fernsehen gesehen und da meinte man, diese Aminosäuren aus dem All fehlten bis dahin nur noch für die Entstehung von Leben auf der Erde und dienten quasi als Katalysator dafür. Vielleicht ist man der Lösung des Problems tatsächlich schon sehr nahe - wissenschaftlich meine ich jetzt.

Re: Wasser, aber woher

Beitrag von ehemaliger Autor K. » 06.01.2013, 15:26

Dieter:
warum sagt man nicht einfach, auch als nichtfrommer Mensch, es war Gott, der das Leben entstehen ließ


Ja, warum eigentlich nicht. Allerdings, die biblische Schöpfungsgeschichte erklärt die Entstehung der Welt anders als die Wissenschaft. Was stimmt denn nun?
Müsste es heißen: Am Anfang schuf Gott die Aminosäure? Das klingt irgendwie seltsam.