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Terroranschläge in Großbritannien

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Re: Terroranschläge in Großbritannien

Beitrag von Barbarossa » 17.09.2017, 20:20

Am Freitagmorgen gab es in London erneut einen Anschlag auf eine U-Bahn mit einer selbstgebauten Bombe, die jedoch nicht wie geplant explodierte. Dennoch wurden rund 30 Menschen verletzt. Der sogenannte Islamische Staat bekannte sich zwar zu dem Anschlag, die Sicherheitsbehörden bezweifeln aber Verbindungen zum IS.
Die britischen Behörden verhängten zunächst die höchste Terrorwarnstufe, die heute aber wieder zurückgenommen wurde. Inzwischen wurden zwei Verdächtige festgenommen - gestern, am Samstagmorgen hatten Sicherheitskräfte einen 18-jährigen Mann im Abreisebereich des Hafens von Dover festgenommen, als er offenbar das Land mit der Fähre verlassen wollte - am späten Samstagabend wurde ein 21-Jähriger im westlichen Londoner Stadtteil Hounslow in Gewahrsam genommen.

Quelle: http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... 02637.html

Re: Terroranschläge in Großbritannien

Beitrag von Ruaidhri » 08.06.2017, 18:46

Natütlich musste sehr genau im Hinblick auf das GG und Rechtsstaatlichkeit überlegt werden, ob Moscheen generell überwacht werden dürfen.
Inzwischen, ohne alle Imame unter Generalverdacht zu stellen, scheint es geboten, mal genau hinzuhören, was gepredigt wird, wie es ankommt- und schlimmstenfalls gegen unseren Staat ausgelegt wird.
Ohne Zweifel müssen jene Moscheen überwacht werden, von denen man weiß, dass dort fundamentalistische Auslegeungen des Koran propagiert werden- und wenn es denn sein muss: Schließen.

Re: Terroranschläge in Großbritannien

Beitrag von Barbarossa » 08.06.2017, 16:49

Cherusker hat geschrieben:
... Diese Genehmigung wurde aber versagt, weil sich die Sozis und die Grünen 2013 im Koaltionsvertrag geeinigt hatten, daß keine Moscheen kontrolliert werden dürfen ! ...

Da kann man dann wirklich nur noch gute Besserung wünschen.

Re: Terroranschläge in Großbritannien

Beitrag von Cherusker » 08.06.2017, 09:53

Jetzt kommt heraus, daß in Hannover die rot-grüne Regierung für die unzureichende Überwachung verantwortlich ist. :evil: Der bekannte islamistische DIK-Verein in Hildesheim, in dem der Prediger Abu Walaa (oberste IS-Vertreter in Deutschland) seine Reden hielt und in dem auch Islamisten und Terroristen aus ganz Deutschland kamen (siehe Anis Amri), wurde von der Polizei verdeckt überwacht. Allerdings wollte die Polizei im Jahre 2015 dann auch offensiv vorgehen und die jeweiligen Besucher des Vereins kontrollieren. Dazu ist aber eine Genehmigung des Ministeriums notwendig. Diese Genehmigung wurde aber versagt, weil sich die Sozis und die Grünen 2013 im Koaltionsvertrag geeinigt hatten, daß keine Moscheen kontrolliert werden dürfen ! :shock: Der Innenminister Pistorius schwätzte wieder, daß die rot-grüne Agenda keinen Einfluß auf die Polizeiarbeit gehabt hätte. Er nannte eine Unterlassung aufgrund von politischen Erwägungen in einem Untersuchungsausschuß als "absurd". Na, wer kann sich da an nichts mehr erinnern ??? :crazy:
Ferner behauptet das Ministerium, daß ein Referent eine persönliche Entscheidung getroffen hätte und die Abteilungsleitung das nicht mitgetragen hat. Komisch, es gab Vermerke beim Kriminalitätsreferat 23 und im Rechtsreferat 22......d.h. es war somit keine Einzelmeinung eines Referenten ! :wink:


Anscheinend behindert die rot-grüne Regierung die erfolgreiche Überwachung von Islamisten, die auch für terroristische Anschläge in Frage kommen ? Vielen Dank ! Bis zum nächsten Anschlag, bei dem dann wieder die volle Anteilnahme und das Beileid an die Angehörigen ausgeprochen wird. :roll:

Re: Terroranschläge in Großbritannien

Beitrag von Paul » 07.06.2017, 20:11

Ruaidhri hat geschrieben:
Das haben D und GB und auch Frankreich gemeinsam: Massiver Personalabbau bei der Polizei, die eh schon überlastet war. Da lassen sich Gefährder noch schlechter überwachen.
Inzwischen wird überall wieder aufgestockt, nicht allein des Terrors wegen, sondern auch, um gezielter und erfolgreicher gegen Einbrecherbanden ermitteln zu können.
Sehr skeptische Aussage: " ISIS ist überall und schwer zu besiegen." O-Ton von vielen, die sich in Europa sicher vor den Mörderbanden wähnten. Warum es junge Leute dorthin zieht: Geld, die Möglichkeit," jemand zu sein", Wichtiges zu tun- und zumeist sind es sogar in Europa geborene Terror- Täter.

Das bisherige Konzept der Überwachung von Gefährdern funktioniert nicht. Dafür haben wir kein Personal und Geld und es schafft keine Sicherheit. Die Gefährder müssen möglichst schnell ins Gefängnis o. abgeschoben, ähnlich bei vielen anderen Kriminellen. Viele Kriminelle werden ja auch zu Islamisten.
Wieso der IS mit seiner Propaganda Erfolg hatte ist schwer zu verstehen. Jetzt bricht alles immer schneller zusammen. Es bleibt fast nur noch das Sterben für ihre falschen Ideen. Manche haben sich auch schon Richtung Europa abgesetzt. Was macht man nun mit den trotzdem vielen IS Kriegsgefangenen? Im Irak werden die meisten hingerichtet. Aus Rojava hört man wenig. Früher wurde ein Teil der Gefangenen ausgetauscht.

Re: Terroranschläge in Großbritannien

Beitrag von Ruaidhri » 07.06.2017, 18:01

Das haben D und GB und auch Frankreich gemeinsam: Massiver Personalabbau bei der Polizei, die eh schon überlastet war. Da lassen sich Gefährder noch schlechter überwachen.
Inzwischen wird überall wieder aufgestockt, nicht allein des Terrors wegen, sondern auch, um gezielter und erfolgreicher gegen Einbrecherbanden ermitteln zu können.
Sehr skeptische Aussage: " ISIS ist überall und schwer zu besiegen." O-Ton von vielen, die sich in Europa sicher vor den Mörderbanden wähnten. Warum es junge Leute dorthin zieht: Geld, die Möglichkeit," jemand zu sein", Wichtiges zu tun- und zumeist sind es sogar in Europa geborene Terror- Täter.

Re: Terroranschläge in Großbritannien

Beitrag von Cherusker » 07.06.2017, 09:24

Die Schnarchnasen gibt es auch in Deutschland. :mrgreen:Nicht nur in Großbritannien werden Islamisten nicht richtig überwacht. So konnte in Hannover der britische Hassprediger Haitham al-Haddad beim Deutschsprachigen Islamkreis auftreten, ohne daß die Polizei, LKA oder Verfassungsschutz davon gewußt haben. :shock: Erst durch eingestellte Videos bei youtube hat man von seiner Rede erfahren. :crazy: Der Innenminister Boris Pistorius (SPD): "Wir sind dran, wir lassen diese Vereine nicht aus dem Auge." Markante Worte, denen aber keine Taten folgen ! Nennt man so einen nicht einen Schwätzer ? :wink:
Die Veranstaltung, bei der der Hassprediger aufgetreten ist, war vorher bekannt: Workshop  "Weisheit und strategisches Denken". Aber es erfolgte keine Überprüfung der Teilnehmer bei der An- und Abreise. Sowas ist in anderen Bundesländern bei solchen Veranstaltungen üblich. Aber in Niedersachsen ist das vom Niedersächsischen Innenministerium unerwünscht. :shock: So braucht man sich nicht zu wundern, wenn die Zahl der Salafisten in Niedersachsen von 520 auf 730 gestiegen ist ! :evil: Der FDP-VizeFraktionschef sagt, auch in Bezug zu den vorherigen Pannen (Fall Safia S.): "Der Minister hat die Mißstände in den Sicherheitsbehörden nicht abgestellt und kümmert sich auch weiterhin nicht darum."   Also schwätzt der Sozi Pistorius weiter, bis zum nächsten Anschlag ? :crazy:

Re: Terroranschläge in Großbritannien

Beitrag von Paul » 07.06.2017, 06:49

Barbarossa hat geschrieben:
Ja, da braucht man sich über Anschläge nicht zu wundern, wenn sich solche Leute weiterhin frei bewegen können.

Vermutlich sind die meisten der wieder freigelassenen Gefährder, die eigentlich hinter Gitter o. abgeschoben gehören. So kännen die Menschen nicht geschützt werden. Pierre Vogel ist auch noch auf freiem Fuss.

Re: Terroranschläge in Großbritannien

Beitrag von Barbarossa » 07.06.2017, 00:35

Die unmittelbar nach dem Terroranschlag in London Festgenommenen sind ohne Anklage wieder auf freiem Fuß. Der Anfangsverdacht gegen sie hat sich wohl nicht erhärtet.
Dafür gab es Fortschritte bei der Identifizierung der Täter. Einer von ihnen war Khuram Shazad Butt, der den Behörden bereits als Dschihadist bekannt war. Ganz offen trat er in einem Dokumentarfilm des Senders Channel 4 über britische Dschihadisten zusammen mit führenden Figuren des inzwischen verbotenen salafistischen Netzwerks „Al Muhajiroun“ auf. Trotz dieses Auftretens passierte nichts

Quelle: http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... 48482.html

Ja, da braucht man sich über Anschläge nicht zu wundern, wenn sich solche Leute weiterhin frei bewegen können.

Re: Terroranschläge in Großbritannien

Beitrag von Ruaidhri » 05.06.2017, 12:06

Cherusker hat geschrieben:
Wer glaubt, daß er den Islam in seiner Ursprünglichkeit des Korans ausleben muß, der hat sowieso ein Problem mit unserem Grundgesetz. Koran und Grundgesetz vertragen sich nicht, wer also meint, daß er Frauen, Schwule, Andersgläubige usw. bekämpfen und herabwürdigen muß, der sollte sofort ausgewiesen werden !  

Die radikale Auslegung des Koran verträgt sich nicht mit dem GG und den Verfassungen anderer Staaten.
Cherusker hat geschrieben:
Wo sind eigentlich die großen Demonstrationen der gemäßigten normalen Moslems, die sich gegen diesen Terror aussprechen ? Da müßten doch eigentlich 30000 locker zusammenkommen ?

Die bundesweiten Aufrufe  zu großen, muslimisch angeführten Anti-Terror Demoswürde ich zumindest von Seiten etablierten Vereinigungen erwarten, die ja von unsrem toleranten, pluralistischen System profitieren. Die gerieren sich ja sonst auch als Sprachrohr "der Muslime" in Deutschland.
Sind sie nicht, dazu gibt es zu viele unterschiedliche Auffassungen zwischen streng und angepasst liberal und eben auch sonst keine homogene Gruppe.
Cherusker hat geschrieben:
Langsam ist Schluß mit lustig, d.h. Predigten in Moscheen sollen nur in der jeweiligen Landessprache erfolgen. Wer dagegen verstößt sollte ausgewiesen werden bzw. mit Sanktionen rechnen müssen.

Im Grundatz richtig, dass aber in russisch- orthodoxen Gottesdiensten Russisch gesprochen wird, in anderen Glaubensgemeinschaften Deutsch ebenfalls nicht Sprache der religiösen Amtshandlungen ist, macht es- rein dem GG nach- schwierig.
Vor einigen Wochen hatte die Zeit einen Artikel von Konstantin Schreibers online, der ziemlich entsetzt über Besuche in Moscheen berichtete- und über das, was dort gepredigt wird. Das Echo, nicht zuletzt von deutscher Seite, war vernichtend, kann ja gar nicht sein, nicht repräsentativ, mal wieder Generalverdacht. Die ewige Keule, und gerade den liberalen Muslimen wird damit nicht geholfen, wenn dauernd versucht wird, die üblen Vorgänge auszublenden.
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitges ... spredigten
http://www.spiegel.de/kultur/gesellscha ... 45117.html

Re: Terroranschläge in Großbritannien

Beitrag von Cherusker » 04.06.2017, 22:16

Da ist heute das Benefiz-Konzert für die Manchester-Opfer und schon ist das nächste Attentat geschehen. :evil: Da kommen sie gar nicht mehr nach....mit bloßen Beileidsbekundungen, Betroffenheit und Bedauern wird man gegen den islamistischen Terror wenig ausrichten. Genauso wenig mit Lichterketten und Liedern......diese radikalen Moslems wollen zurück zum Islam der Anfänge und dort sind Lieder, die nicht relgiösen Ursprung sind, verboten. D.h. der westliche, freitheitliche und demokratische Lebensstil wird von diesen Moslems verachtet.

Langsam ist Schluß mit lustig, d.h. Predigten in Moscheen sollen nur in der jeweiligen Landessprache erfolgen. Wer dagegen verstößt sollte ausgewiesen werden bzw. mit Sanktionen rechnen müssen. Eine Radikalisierung der Moslems und eine Toleranz für Attentate sollte schnellstens unterbunden werden. Sogenannte "Islam-Vereine" sollte man nicht dulden und sofort verbieten. Auch entsprechende Neugründungen sollten nicht durch jahrelange Gerichtsprozesse ermöglicht werden.
Wer glaubt, daß er den Islam in seiner Ursprünglichkeit des Korans ausleben muß, der hat sowieso ein Problem mit unserem Grundgesetz. Koran und Grundgesetz vertragen sich nicht, wer also meint, daß er Frauen, Schwule, Andersgläubige usw. bekämpfen und herabwürdigen muß, der sollte sofort ausgewiesen werden ! 
Wo sind eigentlich die großen Demonstrationen der gemäßigten normalen Moslems, die sich gegen diesen Terror aussprechen ? Da müßten doch eigentlich 30000 locker zusammenkommen ?
P.S.
Eine Einreise sollte nur noch mit gültigen Papieren erfolgen.....wir brauchen keine IS-Kämpfer, die sich nach Europa absetzen wollen !   

Re: Terroranschläge in Großbritannien

Beitrag von Triton » 04.06.2017, 21:26

Das Schlimme dabei, zumindest geht es mir so: Die Einzelheiten interessieren mich schon gar nicht mehr näher. Damit tue ich den Opfern Unrecht.
Ich befürchte fast, dass der Termin vor der Wahl absichtlich gewählt wurde, damit ja radikale Maßnahmen ergriffen werden, unter denen alle Leiden und die die Freiheitsrechte weiter einschränken. Genau das ist nämlich das Ziel.
Leider ist es wohl so, dass man einen Krieg gegen den Terror nie gewinnen kann. 

Re: Terroranschläge in Großbritannien

Beitrag von Barbarossa » 04.06.2017, 18:54

Wieder gab es einen Terroranschlag und wieder traf es Großbritannien - diesmal London.
Der  Terroranschlag ereignete sich gestern am späten Abend auf der London Bridge und dem nahe gelegenen Borough Market und lief wie ein Amoklauf ab. Dabei fuhren offenbar drei Täter mit einem Kleintransporter in eine Menschenmenge und griffen anschließend weitere Menschen mit Messern an. Dabei töteten sie sieben und verletzten etwa 50 weitere z. T. schwer. Die Polizei war nach etwa acht Minuten vor Ort und tötete die Angreifer. Inzwischen gab es auch noch 12 Festnahmen.
 
Quelle: https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/a ... ondon.html

Ich weiß nicht - die sind doch alle verrückt geworden!

Re: 22.05.2017: Selbstmordanschlag in Großbritannien

Beitrag von Ruaidhri » 25.05.2017, 12:39

Wieder einer aus der 2.Generation, nicht etwa ein "neuer" Flüchtling.
Paul hat geschrieben:
Wie müssen uns jetzt schon darauf vorbereiten, wie wir Griechenland helfen können und welches Konzept wir verfolgen wollen, denn Griechenland ist gegen die Türkei nur schwer abzuschirmen.

Das müssten wir schon längst, aber die Hilfe für Griechenland ( und Italien) funktioniert jetzt nicht, obwohl angeblich ja schon lange im Gange.
Man darf ja keine Flüchtlinge nach Griechenland zurückschicken, weil es ihnen dort so schlecht ginge.
https://www.welt.de/politik/deutschland ... nland.html
Aber ganz gewiss besser den Griechen massiv und sehr gezielt helfen helfen als weitere Milliarden an Erdogan zu überweisen,  der Deal wird immer schmutziger und unsere angeblichen Werte werden in den Dreck gezogen, wenn man weiter vor E. kriecht.
Dass es kurdischstämmigen Syrern und Irakern in der Türkei schwierig gemacht wird, haben mir viele, auch nicht-Kurden, erzählt.
( Wobei es indem ach so tollen Kurdengebieten auch so ist, dass z.B. kurdisch- arabische Familien ganz stark benachteiligt werden. Keine Hilfe, keine Schule für die Kinder.)
Die Verhältnisse in Griechenland sind schwierig, und nicht nur die deutschen Sozialtransfers bewogen viele, vor allem junge, ehrgeizige Leute und Familien, nach Deutschland zu wandern. Gerade Familien mit Kindern und junge Männer, deren Ziele hochgesteckt sind,  sahen die Chancen in Deutschland, Österreich und in Skandinavien.
Etliche davon habe ich nun kennengelernt- und denen glaube ich wirklich, dass sie die Chancen nutzen wollen, die sie hier haben und in Griechenland nicht. Es wäre schon eine ungeheure Kraftanstrengung, erstens für menschenwürdige Unterkünfte zu sorgen, zweitens für die Möglichkeit, Sinnvolles zu tun und/ oder zu lernen.
Paul hat geschrieben:
Man muß den Menschen in Syrien, Irak und Afghanistan helfen, damit sie nicht zu uns kommen und damit wir sie in die Heimat zurückschicken können.

Das ist sicherlich in der Sache richtig, aber wie das zu bewerkstelligen sein soll, bleibt die große Frage. Man muss schon ein bisschen mehr erfahren über die Verhältnisse als nette Berichte aus Kurdistan zu lesen, die nicht unbedingt der Realität entsprechen.
Afghanistan ist ein Thema für sich, dem Land ist kaum zu helfen.
Grundsätzlich wird das ISIS-Problem weder durch militärische Schläge noch durch Re-Patriierung allein zu lösen sein.
Mord ist nicht zu entschuldigen, aber  sämtliche! Ursachen für den Absturz in den Terror müssen benannt werden dürfen, ob es einem nun passt oder nicht. Teilursache sind  auch die westlichen Staaten, die dazu beigetragen haben, den fundamentalistischen Islam attraktiv zu machen.
Dass ganz abgesehen vom fundamentalistischen Islam auch ganz andere " regionale" Interessen hinter dem Krieg und dem Terror stecken und sich des IS als Werkzeug bedienen,  erschwert zunächst mal erfolgreiches Handeln.
Wie dem Terrorismus in Europa begegnet werden soll, erklären meine Leute oft sehr radikal.
Übersetzt: Wir haben zu viele Skrupel, die skrupellosen Terroristen möglichst schnell festzusetzen, bevor sie zuschlagen.

Re: 22.05.2017: Selbstmordanschlag in Großbritannien

Beitrag von Paul » 24.05.2017, 21:28

Barbarossa hat geschrieben:
Erdogan wäre mir in dem Fall auch egal. Der Haken ist eben nur der Flüchtlingsdeal: Lässt die Türkei die Flüchtlinge wieder nach Europa durch, bekommen rechte Parteien wieder mehr Aufwind und Regierungen geraten ins Wanken ... - Problem.

Wie müssen uns jetzt schon darauf vorbereiten, wie wir Griechenland helfen können und welches Konzept wir verfolgen wollen, denn Griechenland ist gegen die Türkei nur schwer abzuschirmen. Wahrscheinlich müssen die Flüchtlinge in die Ursprungsländer zurück, um sie abzuschrecken mit Booten nach Griechenland zu kommen.
Man muß den Menschen in Syrien, Irak und Afghanistan helfen, damit sie nicht zu uns kommen und damit wir sie in die Heimat zurückschicken können. In Kobane wurde ein modernes Gesundheitszentrum gebaut. Sein Schwerpunkt liegt bei der Geburtshilfe. Rojava wird viele Flüchtlinge aus der Türkei aufnehmen müssen, darauf sollten wir Rojava vorbereiten. Ins befreite Raqqa werden viele arabische Syrer zurückkehren.