Autor: Tom Zeddies
Der militärische Zusammenbruch – Innenpolitische Rückwirkungen des Krieges in Deutschland
Gliederung:
1. Der militärische Zusammenbruch
1.1 Die letzten deutschen Großoffensiven
1.2 Der Waffenstillstand
1.3 Die Bedingungen des W.
2 Innenpolitische Rückwirkungen
2.1 Konflikte in Deutschland
2.2 Unzufriedenheit der Bevölkerung
2.3 Reformen & Kaiserabdankung
2.4 Meuterei der Hochseeflotte
2.5 Ende der Monarchie
1.1 Die letzten deutschen Großoffensiven
- letzten deutschen Offensiven im Frühjahr 1918? großangelegte Offensive im Westen um Kriegsentsch. zu erziehlen
- Deutschland personell überlegen ? schnell große Gebietsgewinne
- Problem: technisch Alliierte überlegen und aber nötige Reservetruppen fehlen
- Am 8. August 1918: britische Divisionen durchbrachen deutsche Frontlinien ?
- Widerstand der Verbündeten brach zusammen (Bulgarien besonders) ? führte zu Durchmarsch der Alliierten
1.2 Der Waffenstillstand
- Ludendorff und Hindenburg drängten auf Verhandlungen da Einsicht sie verlieren bald
- Max von Baden: Angebot an amerikanischen Präsidenten (4.101918) [widerwillig und nur auf Druck der OHL]
- Chance für Wilson und sein Programm (14 Punkte Programm zur Friedenssicherung)
1.3 Die Bedingungen des Waffenstillstandes
- Deutschland muss sich Gegner unterwerfen & Bedingungen akzeptieren ? Friedensdiktat
- Darf voraussichtlich große Verluste verzeichnen (Elsaß-Lothringen, …)
- Unterzeichnet am 11 November 1918
2.1 Konflikte innerhalb von Deutschland
- Auseinandersetzung um Kriegsziele? Burgfrieden blieb nicht bestehen
- Innenpolitische Differenzen trennen nationale Einheit (Spaltung SPD, unterschiedliche Ziel [Krieg/Frieden])
- Reichsregierung hielt bis 1917 an Kriegsziel fest
2.2 Unzufriedenheit der Bevölkerung
- gesamtes Deutschland zum „totalen“ Krieg aufgefordert, Arbeitspflicht für Männer
- Mangel an Brot, Kartoffeln und Brennmaterial im Winter 1916/17
- ? allgemeine Unzufriedenheit erstarkt, Kriegsmüdigkeit steigt, Motivation sinkt, Unmut macht sich breit, …
2.3 Reformen und die Abdankung des Kaisers
- Ruf nach Reformen wird lauter ? Kaiser muss abdanken
2.4 Meuterei auf der Hochseeflotte
- Matrosen wurden aufgefordert die Flotte in England auflaufen zu lassen („Ehrentod“)
- Verweigerten „Todesfahrt“? wurden an Land wieder verhaftet
- ? Aufstand und Besetzung Kiels
2.5 Ende der Monarchie
- unzufriedene Arbeiter und Soldaten bildeten Arbeiterräte
- in ersten Novemberwochen o.g. Räte in allen Großstädten gegründet ? Solidaritätsgefühl erstarkt
- hatten kein politisches Konzept und keine Organisation
- Baden verkündet Rücktritt des Kaisers; Scheidemann verkündet Republik
Quellen:
„Das Kaiserreich 1871 – 1918“, Buchners Kolleg Geschichte, Bamberg 1982
„Von der französischen Revolution bis zum Nationalsozialismus“, Buchners Kolleg Geschichte, Bamberg 1992
„Grundrisse der Geschichte, Neuzeit seit 1789“, Stuttgart 1984
„Schüler – Duden, Die Geschichte“, Dudenverlag, 3.Auflage, Mannheim 1996
Internet: www.dhm.de? Stichwörter: Hindenburg, Ludendorff, Scheidemann
Keegan, John: Der Erste Weltkrieg. Eine europäische Tragödie. Rowohlt Taschenbuch 2000.
Michalka, Wolfgang (Hrsg.): Der Erste Weltkrieg. Wirkung, Wahrnehmung, Analyse. Weyarn 1997
Kruse, Wolfgang (Hrsg.): Eine Welt von Feinden. Der Große Krieg 1914-1918. Fischer Taschenbuchverlag, Frankfurt/Main 1997.
Mommsen, Hans (Hrsg.): Der Erste Weltkrieg und die europäische Nachkriegsordnung. Sozialer Wandel und Formveränderung der Politik. Köln 2000
Peter Graf Kielmansegg: Deutschland und der Erste Weltkrieg, Stuttgart 1980








