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Entwicklung eines Dorfes Teil 3

Von der Strumpfwirkerei
Strumpfwirkerrechnung
Mit dem Kinderlehrer Georg Ernst Naumann kommt urkundlich nachweisbar das erste Mal die Strumpfwirkerei in unserem Orte auf. Es soll deshalb zunächst hier näher kurz auf die Entstehung der Strumpfwirkerei eingegangen werden. Die Weberei greift bis in die dunkelsten Anfänge der Geschichte Jahrtausende weit zurück. Wann das Fertigen von Maschen entstanden sein mag, ist leider nicht bekannt, obwohl es gerade für die Geschichte der Strumpfwirkerei von grosser Bedeutung wäre, wenn man genau die Entstehung der ersten Maschengebilde nachweisen könnte. Tatsache ist jedenfalls,. dass bereits die ältesten Völker die Bekleidung von Füssen und Beinen gekannt haben. Diese Bekleidungsstücke bestanden früher nur aus gewebten Stoffen. Die heutige Bezeichnung Strumpf dürfte entstanden sein aus der alten Benennung Strunk oder Stumpf, denn urtümlich waren nämlich Hose und. Strumpf eins.
Man dürfte wohl  später des öfteren durchlöcherte Stücke von der Hose abgestumpft haben,  und es blieb dann der Strunk, Stumpf oder Strumpf übrig. Worte mit der Bedeutung von stricken oder häkeln sind bereits in der mittelhochdeutschen Sprache vorhanden, so z.B. hendschnochlismen d.h. Handschuhstrickerinnen. Das Wort Hosenstrumpf mit d.er Bedeutung unseres heutigen Strumpfes ist noch in dem ältesten  Neuhochdeutsch erhalten geblieben und zu finden.
Über die geschichtliche Entwickelung der Strumpfwirkerei im allgemeinen befindet sich in unserer Gemeindechronik eine ausführliche Abhandlung. An dieser Stelle soll in dieser Festschrift lediglich das örtliche Wesen der Strumpfwirkerei seine nochmalige Erwähnung finden wie folgt:
Als älteste Fabrik der 5trumpfbranche ist hier die Firma SEIM zu nennen, welche ihren ersten Betrieb im Hause Ortsliste 1b mit 9 Maschinen und zwar 4 Standard, ~ Ränder—,l Spul—u.2 Kettelmaschinen eröffnete. 7 Ortseinwohner fanden anlässlich der Gründung Lohn und Brot. Jm Jahre 1908 eröffnete die Firma Seim ihren Betrieb II(heute Strumpffabrik Albert u. Felix Uhlig).
Erwähnt sei hier noch die Gründung einer Strickmaschinenabteilung. Auf einer 6 er Hand- strickmaschine fertigte nach eigenen Entwürfen Max Orlamünder ‚ welcher seinen Stammbaum bis zu den Burggrafen von Orlamünde nachweisen kann, einen Schal s.Zt. an, der allgemein als Ilgaschal bekannt wurde und seine gebührende Erwähnung im „Confekti onär“ fand. Aus dem. Betrieb II der Firma Seim. ist die heutige Strumpffabrik Uhlig hervorgegangen. Die Firma Seim musste 1931 ihren Betrieb II aufgeben, welchen die Gebrüder Albert und Felix Uhlig als eigene Firma übernahmen und so die Strumpffabrik Uhlig Hennersdcrf gründeten.
Strumpfwirker
Als weitere Industriezweige sind für Hennersdorf noch das Wagenbaugewerbe, ausgeführt von den Wagenfabriken Melzer und Gottlob Kluge zu nennen. Ferner wird im Hause des früheren Biirgermeisters Trautsch noch die Spulendreherei durch die Firma Schönherr ausgeführt.
In handwerklicher Hinsicht besitzen wir in unserem Orte das Handwerk der Bäcker, Fleischer, Klempner, Schmiede, Frisöre ‚Schuhmacher und Tischler. Den ältesten Vertreter handwerklicher Kunst haben wir in dem alten Schuhmachermeister Franz Fischer Hennersdorf. Franz Fischer ist mit einem der ältesten Geschlechter , welche in Hennersdorf ansässig waren, mit dem Geschlechte der SEIRICH durch seine Frau verwandt. Dieses Geschhlecht hat in der 14. Fortsetzung unserer Hennersdorfer Gemeindechronik ebenfalls seine gebührende Erwähnung gefunden. Der Stamm SEIRICH ist heute noch in Zschopau nachweisbar.

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