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Moderator: Barbarossa

 
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Karl Marx und der Klassenkampf

10.02.2013, 14:46

Vordenker des Kommunismus
Nach seinem Tod entfasltete die Sprngkraft seiner Ideen Ihre durchschlagende Wirkung
Er ist einer der wirkungsvollsten Bestsellererautoren der Weltgeschichte, und doch haben die Wenigsten sein Werk vollständig gelesen. Seine Lehre wurde zu einer Ersatzreligion, auch wenn der Urheber sich nie als Glaubensstifter verstanden hat, sondern als wissenschaftlicher Analytiker. "Ich bin kein Marxist", kokettierte Karl Marx (1818-1883), der mit seinem Wek wie kein Deutscher seit Luther den Lauf der Weltgeschichte beeinfusste. Ab Mitte des 20. Jahrhundert wurde die Hälfte der Menschheit von Regierungen geführt, die sich auf den deutschen Denker beriefen.
Quelle: http://www.diedeutschen.zdf.de
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dieter
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Re: Karl Marx und der Klassenkampf

11.02.2013, 15:35

In seinem Hauptwerk "Das Kapital" seziert Karl Marx, geprägt vom dialektischen und materialistischen Modellen seiner Zeit, mit brillianter Tiefenschärfe die komplexen Zusammenhänge von Geld und Warenwert. Seine Sicht auf das soziale Elend der frühen Industriezeit schärfte der Fabrikantensohn Friedrich Engels. Von seinem Gesinnungsfreund inspiriert, schuf Marx 1848 im "Kommunistischen Manirest" das theoretische Rüstzeug für eine internationale Arbeiterbewegung, die später in sozialdemokratisch orientierten Parteien ihren Siegeszug antrat.
Quelle: www.diedeutschen.zdf.de
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Barbarossa
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Re: Karl Marx und der Klassenkampf

11.02.2013, 21:23

dieter hat geschrieben:
... Seine Sicht auf das soziale Elend der frühen Industriezeit schärfte der Fabrikantensohn Friedrich Engels. Von seinem Gesinnungsfreund inspiriert, schuf Marx 1848 im "Kommunistischen Manirest" das theoretische Rüstzeug für eine internationale Arbeiterbewegung, die später in sozialdemokratisch orientierten Parteien ihren Siegeszug antrat.


Die Kommunistischen Parteien, nicht die Sozialdemokratischen, traten "den Siegeszug" an.
Die Sozialdemokratischen Parteien wandten sich in den wesentlichen Punkten von der kommunistischen Lehre ab.
Die Diskussion ist eröffnet!

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dieter
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Re: Karl Marx und der Klassenkampf

12.02.2013, 11:29

Barbarossa hat geschrieben:
dieter hat geschrieben:
... Seine Sicht auf das soziale Elend der frühen Industriezeit schärfte der Fabrikantensohn Friedrich Engels. Von seinem Gesinnungsfreund inspiriert, schuf Marx 1848 im "Kommunistischen Manifest" das theoretische Rüstzeug für eine internationale Arbeiterbewegung, die später in sozialdemokratisch orientierten Parteien ihren Siegeszug antrat.


Die Kommunistischen Parteien, nicht die Sozialdemokratischen, traten "den Siegeszug" an.
Die Sozialdemokratischen Parteien wandten sich in den wesentlichen Punkten von der kommunistischen Lehre ab.

Lieber Barbarossa,
die Kommunistischen Parteien nur durch gewaltsamen Umsturz.
Die SPD stellte mit Ebert den ersten Reichspräsidenten der Weimarer Republik und auch drei Bundeskanzler in der Bundesrepublik. :wink:
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dieter
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Eckdaten

12.02.2013, 15:24

5.5. 1818 Geburt von Karl Marx in Trier
1836 Marx geht zum Studium nach Berlin
1842 Ünernahme der Leitung der "Rheinischen Zeitung" in Köln
19.6.1843 Karl Marx heiratet Jenny von Westphalen
1844 Friedrich Engels lernt Marx in Paris kennen, woraus sich eine lebenslange Freundschaft entwickelt
1845 Marx wird aus Frankreich ausgewiesen, geht nach Brüssel und gibt die preußische Staatsbürgerschaft auf
8.12.1847 Gründung des "Bundes der Kommunisten" unter Marx und Engels in London
21.2.1848 Veröffentlichung des "Kommunistischen Manifests"
1849 Marx findet Zuflucht in London
11.9.1867 "Das Kapital" erscheint als erster Band einer groß angelegten Abhandlung zur Wirtschaftslehre
14.3.1883 Karl Marx stirbt in London
Quelle. www.diedeutschen.zdf.de
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dieter
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Politisch Verfolgter

14.02.2013, 14:37

Sein Gedankengut diente aber auch als Legitimation für kommunistische Diktaturen, die dazu beitrugen, dem 20. Jahrhundert einen totalitären Stenpel aufzudrücken. Dabei hatte der scharfsinnige, bisweilen sarkastische Theoretiker es vermieden, sich allzu sehr in die Belange der praktischen Politik einzumischen. Gleichwohl zogen deren Folgen ihn mit seiner Familie zeitlebens in Mtleidenschaft.
Quelle: www.diedeutschen.zdf.de
Das große Bidungsrtlebnis für Marx in Berlin war die Philosophie Hegels, vor allem Dingen durch eine Sicht auf die Weltgeschichte, die man vielleicht so chrakteresieren kann. Die Geschichte ist das Werk der Menschen selbst. Die Welt bewegt sich in Widersprüchen....
Quelle: Dr. Rolf Hosfeld, Marx-Biograf
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dieter
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Kommentare von Historikern

15.02.2013, 14:40

Seit die preußische Regierung die von ihm redigierte, regierungskritische " "Rheinische Zeitung" in Köln 1843 verboten hate, verbrachte Karl Marx die Hälfte seines Lebens als politisch Verfolgter im Exil. In Paris, Brüssel und London wurde er zum klarsichtigen Zeugen der Revlutionen und Umwälzungen des 19. Jahrhunderts, die er in einem ebenso umfangreichen wie fragmentarisch gebliebenen Gesamtwerk kommentierte.
Quelle: www.diedeutschen.zdf.de
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demark
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Re: Karl Marx und der Klassenkampf

16.02.2013, 00:38

Marx und Engels begründeten die "historische Mission der Arbeiterklasse", aus der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Notwendigkeit herausgehend.
Dabei sollte die neue Gesellschaftsordnung auf einem höheren Niveau stehen als die vorhergehende und somit unumkehrbar werden.
Die Theorie - oder der Wunschgedanke - war der:
- Urgemeinschaft als klassenlose Gesellschaftsform, primitives Niveau;
- ...Sklavenhalterei, Feudalismus, Kapitalismus als ausbeuterische Klassengesellschaft, steigendes Niveau;
- Kommunismus als klassenlose Gesellschaftform im höchsten, vollendeten Niveau.

Leider ist die gesellschaftliche Notwendigkeit von Lenin und seinen Nachfolgern durch das Taktieren von "Berufsrevolutionären" vernachlässigt worden. Dabei wurde krampfhaft eine klassenlose Gesellschaft erzwungen, wobei aber das höhere Niveau nicht erzielt wurde.
Der real existierende Sozialismus war dem Kapitalismus in keiner Weise überlegen, animierte die Massen nicht, im Gegenteil, er war mehr und mehr zum Scheitern verurteilt.
 
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dieter
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Re: Karl Marx und der Klassenkampf

16.02.2013, 09:58

demark hat geschrieben:
Marx und Engels begründeten die "historische Mission der Arbeiterklasse", aus der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Notwendigkeit herausgehend.
Dabei sollte die neue Gesellschaftsordnung auf einem höheren Niveau stehen als die vorhergehende und somit unumkehrbar werden.
Die Theorie - oder der Wunschgedanke - war der:
- Urgemeinschaft als klassenlose Gesellschaftsform, primitives Niveau;
- ...Sklavenhalterei, Feudalismus, Kapitalismus als ausbeuterische Klassengesellschaft, steigendes Niveau;
- Kommunismus als klassenlose Gesellschaftform im höchsten, vollendeten Niveau.

Leider ist die gesellschaftliche Notwendigkeit von Lenin und seinen Nachfolgern durch das Taktieren von "Berufsrevolutionären" vernachlässigt worden. Dabei wurde krampfhaft eine klassenlose Gesellschaft erzwungen, wobei aber das höhere Niveau nicht erzielt wurde.
Der real existierende Sozialismus war dem Kapitalismus in keiner Weise überlegen, animierte die Massen nicht, im Gegenteil, er war mehr und mehr zum Scheitern verurteilt.

Lieber demark,
so sehe ich das auch. :wink:
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dieter
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Historiker spechen über die Pesönlichkeit Karl Marx

16.02.2013, 14:33

Zu Lebzeiten kaum bekannter Autor
Es zeigt die Figur, die Weltgeschichte schreib, auch in seiner Herkunft, als Privatmann und Familienvater, wie ihn kaum jemand kennt. 1883 starb der zu Lebzeiten kaum bekannte Autor, von Krankheiten und Schicksalsschlägen heimgesucht, im Londomer Exil. Erst nach seinem Tod entfaltete die Sprengkraft seiner - oft umgedeuteten oder falsch verstandenen - Ideen ihre durchschlagende Wirkung.
Quelle: www.diedeutschen.zdf.de
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Harald
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Re: Karl Marx und der Klassenkampf

17.03.2013, 13:58

Vor einem Menschen, der sein Dienstmädchen schwängert und seine eigenen Kinder verhungern läßt kann ich nicht den geringsten Respekt haben.

[ Post made via iPad ] Bild
 
Wahrheit
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Re: Karl Marx und der Klassenkampf

17.03.2013, 22:18

Marx zeigt nur wieder wie tragisch die Geschichte doch sein kann. Würde man seine Ideen fürs gute einsetzten was wäre dann nur für eine Gesellschaft fähig? eine Kommunistisch/demokratische Gesellschaft mit Privateigentum usw.
 
demark
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Re: Karl Marx und der Klassenkampf

19.03.2013, 12:19

Wahrheit hat geschrieben:
Marx zeigt nur wieder wie tragisch die Geschichte doch sein kann. Würde man seine Ideen fürs gute einsetzten was wäre dann nur für eine Gesellschaft fähig? eine Kommunistisch/demokratische Gesellschaft mit Privateigentum usw.


Ja Wahrheit, ein schöner Traum! :)
Leider hat die Sache einen entscheidenden Haken: Die neue Gesellschaft braucht einen neuen Menschen ohne Egoismus und Machtstreben.
Schon die Revolutions- und Arbeiterführer waren nicht frei davon, wie soll die große Masse erst zum Idealmenschen werden?
Soziale Missstände, wie z. B. In Zypern, können zu Revolten führen, aber zu keiner Revolution.
Die Frage ist, wer soll führen?
Die Halbgötter, die uns in die Katastrophe geführt haben waren ja DIE Versager. Ich gönne es denen, dass sie den Untergang ihres Pfusches selbst mit ansehen mussten und nicht mit tagelanger Staatstrauer ins Grab geschickt wurden.
 
Wahrheit
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Re: Karl Marx und der Klassenkampf

19.03.2013, 12:45

Ich würde Marx nicht unterstellen das er die Sowjetunion befürwortet hätte oder Stalin usw. Es sind Grundtheorien die einfach auf Soziales aufbauen. Und Sozial ist genauso Menschlich :D
 
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dieter
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Re: Karl Marx und der Klassenkampf

19.03.2013, 14:38

Wahrheit hat geschrieben:
Ich würde Marx nicht unterstellen das er die Sowjetunion befürwortet hätte oder Stalin usw. Es sind Grundtheorien die einfach auf Soziales aufbauen. Und Sozial ist genauso Menschlich :D

Liebe Wahrheit,
Marx hätte sich sowas wie die Sowjetunion garnicht vorstellen können. :roll:
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