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Moderator: Barbarossa

 
Ruaidhri
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Re: Parallelgesellschaften in Deutschland

15.11.2016, 10:55

Die Vorfälle sind nicht zu leugnen. definitiv bin ich nicht dafür, dass sich der Staat,bzw. die Polizei einschüchtern lässt.
No go areas der anderen Art gibt es allerdings auch andersherum. Meine Schüler und Schülerinnen fürchten, dass eine Tour durch die Lübecker Altstadt mit 25 Leuten, mit mir als einziger Begleitung, zu Schwierigkeiten führen könnte.
Sie beklagen sich nicht, weil sie wissen, wem sie, die sich redlich Mühe geben, das zu verdanken haben.
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Cherusker
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Re: Parallelgesellschaften in Deutschland

15.11.2016, 11:09

Wer greift denn da in der Lübecker Altstadt an? 
 
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Titus Feuerfuchs
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Re: Parallelgesellschaften in Deutschland

17.11.2016, 04:39

Im Prinzip sind die Deutschen selber schuld, wenn sie sich das gefallen lassen und immer wieder die Politiker wählen, die diesen desaströsen Zuständen nicht nur keinen Einhalt gebieten, sondern sie im Gegenteil noch weiter verschärfen, wie z.B. Merkel mit ihrer Flüchtlings"politik".

Hab grad gelesen, dass Merkel bei einer neuerlichen Kandidatur wieder eine Mehrheit kriegen würde. Selbst schuld, kann ich da nur sagen.
MfG,
Titus Feuerfuchs
 
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Barbarossa
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Re: Parallelgesellschaften in Deutschland

17.11.2016, 08:42

Da ist nur die Frage, wo sind die Alternativen? Die AfD ist es für mich inzwischen auch nicht mehr. 
Andererseits ist es wirklich auch die Frage, was hätte Merkel anders machen können, in dem Moment, als die Flüchtlinge kamen? Vor der Grenze stehen lassen, so dass sie verhungern und verdursten? Genau ab diesem Moment hätten wir nicht mehr das Recht gehabt, uns eine humane Gesellschaft zu nennen.
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Cherusker
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Re: Parallelgesellschaften in Deutschland

17.11.2016, 09:16

Wer sollte denn an der Grenze verhungern oder verdursten??? Mit Hilfsgütern hätte man anfangs schon Aufnahmeeinrichtungen bauen müssen und die Kaiserin von Europa hätte mit ihren Äußerungen nicht für weiteren Zustrom sorgen müssen. Dann wären auch keine weiteren Flüchtlinge per Handy ermutigt worden, quer durch Europa nach Deutschland zu ziehen. Aber wer sie alle einlädt, der braucht sich nicht zu wundern, wenn viele illegale Flüchtlinge (u.a. auch Terroristen) über die Grenzen kommen und hier in der Parallelgesellschaft untertauchen.
 
Eppelein
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Re: Parallelgesellschaften in Deutschland

17.11.2016, 09:57

Sehr richtig Cherusker!
Wenn man den Mund zu voll nimmt und Einladungen ausspricht, bekommt man letzendlich die Quittung! Merkel, sowie das Gros ihrer Genossen, juckt das nicht die Bohne -

Herr Seehofer ist da nicht viel besser - werden (CSU) genauso abgewatscht werden bei den anstehenden Wahlen 2017.
 
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Barbarossa
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Re: Parallelgesellschaften in Deutschland

17.11.2016, 14:42

Ich glaube aber immer noch, dass die Chronologie nicht ganz stimmt. Ich schrieb es schon einmal: Als Merkel ihren Ausspruch "wir schaffen das" machte, war doch der Zustrom längst im Gange. Ich glaube auch, der Spruch war an die hilfsbereiten Deutschen gerichtet, nicht an die Syrer. 
Ausgelöst wurde die Flüchtlingswelle, als die UNO die Gelder für die Hilfslieferungen in die Flüchtlingslager aus Geldmangel stark kürzen musste. So hatte ich das den Medien entnommen. 
Es scheint leider auf der Welt so zu sein: Für Unmengen an Waffen und Munition ist Geld da, nicht für Hilfsgüter.
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Cherusker
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Re: Parallelgesellschaften in Deutschland

17.11.2016, 15:48

Du mußt eins bedenken....Geld für die Schlepper war da !  Der richtig starke Ansturm kam erst nachdem die ersten Flüchtlinge hier angekommen waren und alle weiteren "eingeladen" wurden. Erst da setzte die Flüchtlingswelle ein und die Balkan-Staaten sahen sich gezwungen die Grenzen zu schließen. Bei den Flüchtlingen hat es sich herumgesprochen, daß sie über Griechenland hinweg nicht weiterkommen. Deswegen stoppte der Zustrom......Erdogan ist es nicht allein, der es gestoppt hat, sondern die Ausweglosigkeit die geschlossenen Grenzen zu überwinden.  Aber das hat nichts mit dem Thema in diesem thread zu tun....  
 
Eppelein
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Re: Parallelgesellschaften in Deutschland

17.11.2016, 16:39

Ohne den Freiwilligen, freiwilligen Helfern, wo mancher seinen Jahresurlaub opferte, nur um in den Reigen der Großen aufgenommen zu werden.

War selbst Jahrzehnte in einer Institution "Freiwilliger", wo man anfangs seine Ausrüstung z.T. selbst kaufen mußte, bzw. von dem "Verein" besorgt wurde (Sammelbestellung) und dann die
Knete locker machte.
Bei einer Jahresversammlung kam dann zur Sprache, was der Verein an Gelder gehortet hatte und als Festgeld angelegt - staunten nur Bauklötze!

Für mich gehörten Frewiliige/Ehrenamtliche, die an der Front sich bewegen, anständig entlohnt!
Wenn man dann  sieht, wie Steuergelder sinnlos zum Fenster hinausgeworfen werden - kann man nur jeden abraten, sich eherenamtlich/freiwillig zu engagieren

Ein Herr Herrmann und viele andere seines Schlages begrüßten und dankten den Genannten für ihre Dienste, ohne diese es nie möglich gewesen wäre, diesen Ansturm von
Flüchtlingen,.. Herr zu werden. 

Unsere Politgrößen wollten diese Flüchtlinge haben, also muß auch dafür gesorgt werden, daß entsprechendes bezahltes  Personal vorhanden ist, um diesen Ansturm zu bewältigen.
 
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Titus Feuerfuchs
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Re: Parallelgesellschaften in Deutschland

17.11.2016, 19:20

Barbarossa hat geschrieben:
Da ist nur die Frage, wo sind die Alternativen? Die AfD ist es für mich inzwischen auch nicht mehr. 
Andererseits ist es wirklich auch die Frage, was hätte Merkel anders machen können, in dem Moment, als die Flüchtlinge kamen? Vor der Grenze stehen lassen, so dass sie verhungern und verdursten?

Sich an die Gesetze, Verträge und ihren Eid halten?
Wenn sie das schon nicht tut, wenigstens nicht das Bad im Gutmenschentum nehmen, indem sie Selfies mit illegalen Flüchtlingen macht, um sich dem politisch Korrekten Mainstream anzubiedern und durch dieses falsche Signal den Flüchtlingsstrom weiter anzufachen?

Wo wären die Flüchtlinge verhungert und verdurstet? :?:
Nirgends. In der Türkei nicht, am Balkan nicht, in Ungarn nicht und in Österreich erst recht nicht.
Die Flüchtlinge waren ein ungarisches, griechisches, bzw. türkisches  Problem, bevor Merkel gesagt hat, "kommt alle".


Bevor ich eine Partei wähle, die den eigenen Interessen und denen des Landes massiv schadet, wähl ich lieber gar nicht oder ungültig.
MfG,
Titus Feuerfuchs
 
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Barbarossa
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Re: Parallelgesellschaften in Deutschland

18.11.2016, 08:22

Ich würde in jedem Fall eine Partei wählen - notfalls eine unbedeutende Splitterpartei. Obama hat bdi seinem derzeitigen Besuch in Berlin gesagt, er würde Merkel wählen. ;-)
Übrigens, wird in unseren Medien versucht, viel Mitleid mit den illegalen Einwanderern in den USA zu erzeugen. Stichwort: getrennte Familien, die sich nur durch einen Zaun unterhalten können. Da ist Merkel in guter Gesellschaft.
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Ruaidhri
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Re: Parallelgesellschaften in Deutschland

18.11.2016, 10:08

Eppelein hat geschrieben:
Unsere Politgrößen wollten diese Flüchtlinge haben, also muß auch dafür gesorgt werden, daß entsprechendes bezahltes  Personal vorhanden ist, um diesen Ansturm zu bewältigen.

Ich gehöre ja zum inzwischen ganz ordentlich bezahlten Personal- und wir tun unser Bestes, und das auch noch mit dem nachher zu feierndem Erfolg.
Parallelgesellschaften bauen viele ehrenwerte Bürger dieses Landes mit, indem sie ein sehr einseitiges Bild von " den Flüchtlingen", " den Muslimen"  malen- der Vorwurf geht an beide Seiten. Die, die alle in einen Topf werfen, nur in entweder- oder denken. Viele könnten wirklich helfen, diese Gesellschaft zu verstehen, wie schwierig es ist, deren Widersprüche zu verstehen, habe ich in den letzten Monaten gelernt.
Inzwischen könnte ich viel dazu schreiben, wie es wirklich ist-  im Guten wie in den nicht zu leugnenden Schwierigkeiten, wo es einiger Erkärungen bedarf. Aber daswill ja kaum jemand wissen- weder die Jubler noch die Hasser.
Dabei könnten einige ganz prima mithelfen, all die Fragen, auch zur Geschichte dieses Landes zu beantworten, mehr zu erklären, als ich im Unterricht und in Bus und Bahn, wo es unter weiter geht, kann. Dort aber habe ich inzwischen HelferInnen, die manchmal verblüfft sind, wie lernbereit und wissbegierig die Araber doch sind. Einige sprechen inzwischen ein besseres Deutsch als die deutschstämmigen ESA- SchülerInnen, die mit 0-Bock-Attitüde auf dem Weg in Bio-deutsche Parallel-Gesellschaften sind.

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Triton
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Re: Parallelgesellschaften in Deutschland

18.11.2016, 10:18

War nicht der Irak-Krieg Auslöser dafür, aus der Region ein Krisengebiet zu machen?
Dafür verantwortlich war weder Angela Merkel noch die CSU und die SPD schon gleich gar nicht, Schröder war einer der wenigen Vernünftigen, der bei diesem Unsinn nicht mitmachte.

Zu den No-Go-Areas und Parallelgesellschaften fällt mir nur ein, dass sich da der Staat und seine Organe wahrscheinlich gar nicht so ungern raushalten. Ich meine: Was ist wohl angenehmer als Sozialarbeiter oder Polizist? Sich um die üblichen Bagatellverbrechen und Streitigkeiten in ruhigen Vororten zu kümmern oder sich mit höchstens radebrechenden Migranten herumzuschlagen, die unseren Rechtsstaat und seine Organe höchstens verachten?
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Ruaidhri
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Re: Parallelgesellschaften in Deutschland

18.11.2016, 10:45

Genau das nervt absolut, sich hie auf unseren ach so tollen Humanismus zu berufen, und dort Flüchtlinge durchweg als Schädlinge zu sehen.
Triton hat geschrieben:
oder sich mit höchstens radebrechenden Migranten herumzuschlagen, die unseren Rechtsstaat und seine Organe höchstens verachten?

Auch das ist eben nicht das ganze Bild, so wenig wie die Verherrlichung "der Migranten" von der Jubel-Seite. Wir haben- aus unterschiedlichen Gründen-Parellelgesellschaften entstehen lassen, lange vor der Flüchtlingswelle, und wenn man weitgehend verhindern möchte, dass die zumeist etwas anders denkenden Syrer und Iraker genau dorthin abgleiten, wohin sie weder wollen noch gehören, könnten viele durchaus helfen, aber das ist ja anstrengend.
Nicht alles lässt sich so mal eben aus dem Internet und Selbststudium lernen, weder die Sprache und deren Feinheiten, noch sehr viele andere Dinge, die uns selbstverständlich und eben gar nicht bewusst sind.
Ich bin es langsam müde, gegen die jeweiligen Verallgemeinerungen anzuschreiben, gleich von welcher Seite, da arbeite ich lieber für mein Geld und für dieses Land- und für diese Menschen, die durchaus willens sind, sich hier einzufügen und die es verdient haben und sich verdienen, alle Erklärungen zu bekommen, derer es bedarf, um zu verstehen.
Ja, wir haben Probleme mit Parallelgesellschaften, und wenn man Ursachen genauer analysiert- oder auch von Migranten erklärt bekommt, die eben nicht in Parallelgesellschaften, sondern in "unserer" ankommen wollen, sieht man, wie das gehen kann. Könnte. Ist ja aber viel bequemer, für beide Lager, eben just das Lagerdenken zu pflegen. Das hilft niemandem, weder dem Land noch den Menschen.
Was gehen muss: Die no go areas grundsätzlich nicht zu dulden, weder die der"Migranten" noch die der braunen Gestalten.
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Triton
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Re: Parallelgesellschaften in Deutschland

18.11.2016, 11:19

Das stimmt, so habe ich das noch gar nicht gesehen. Auch für Migranten gibt es wohl inzwischen viele No-Go areas in Deutschland. Hier im Südwesten wohl kaum, aber in anderen Landesteilen sicher schon.

Flüchtlinge bilden keine Parallelgesellschaften, die gab es vorher schon. Ich habe (hatte) einen Polizisten in der Verwandschaft, der mir ganz erstaunliche Dinge über die Kurden in Deutschland erzählt hatte, wie organisiert die seien und wie die praktisch in ihrer eigenen Parallelwelt hier leben mit wenig Kontakt zum Rest der Bevölkerung. Das war anlässlich der Proteste bei der Verhaftung Öcalans, ist also lange her.

Mir war das damals völlig neu und auch die Polizei schien sich bis dato kaum mit dieser Parallelgesellschaft beschäftigt zu haben.  
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