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Moderator: Barbarossa

 
Paul
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Re: Syrien - ein neuer Gottesstaat?

09.10.2017, 00:44

Was sich Russland davon verspricht ist mir schleierhaft. Das Eindringen der Türken liegt nicht im Interesse des Regimes, denn die Türkei wird Syrien nicht freiwillig verlassen. Es droht ein langanhaltender o. sogar heftiger Krieg. Die USA haben eigentlich kein Interesse an einer Eskalation des Konflickts zwischen Rojava und der Türkei und auch Russland hatte Afrin unterstützt.
Der amerikanische Kongress hatte einmal festgelegt, das Afrin nicht zur amerikanischen Interessensspäre gehört, aber für Rojava ist Afrin wichtiger Teil Rojavas, welches auch die Shebaregion befreien möchte. Mag sein, das das Regime Rojava mit dem Angriff der Türkei zwingen will, die Expansion im Osten aufzugeben und die Hauptstreitkräfte gegen die Rebellen und die Türkei zu führen. Um Afrin zu unterstützen, muß Rojava bei Al Bab die Verbindung herstellen, also eine Großoffensive gegen die Türkei und ihre Verbündeten durchführen. Die USA werden hier ebenfalls Farbe bekennen müssen. Wenn die USA Rojava in dieser existentiellen Frage um Stich läßt, ist das Bündnis beendet. Vielleicht will Russland das provozieren bzw, Rojava erpressen, sich an das Regime zu binden. Das kann natürlich auch nach hinten losgehen und Rojava könnte mit amerikanischer Unterstützung das Regime angreifen, um es zu stürzen und mit den syrischen Arabern gegen die türkischen Invasoren vorgehen. Die Türkei würde nicht in der Nato bleiben..
In der Vergangenheit haben die Rebellen mit türkischer Unterstützung schon mehrfach Offensiven durchgeführt und sind blutig gescheitert. Afrin hat sich sicher auf diese Bedrohung vorbereitet und auch mit russischer Hilfe aufgerüstet. Wenn Al Nusra scheitert und sich doch weiter gegen das Regime richtet, kann die russisch-türkische Absprache auch schnell zerfallen. Gleichzeitig mit den türkischen Angriffen werden auch das Regime und die USA mit Rojava über die Situation verhandeln. Wenn das Regime gemeinsam mit der Türkei angreift, ist auch die Entscheidung gegen das Regime gefallen. Es ist eine sehr komplizierte Lage.
Die Türkei hat gegenüber Russland und den USA argumentiert, gegen Al Nusra vorgehen zu wollen. Das war nicht zu erwarten und geschieht auch nicht. Al Nusra ist nur mit türkischer Unterstützung so stark geworden. Die USA könnten aber zusammen mit Russland Al Nusra angreifen und Rojava ebenso dazu ermutigen. Dann würde das Kalkül des türkischen Einmarsches gleich scheitern. Russland hat mit der Türkei abgesprochen Al Nusra vom Südosten anzugreifen. Wenn die Türkei Al Nusra unterstützt, wird die Türkei wieder zum Gegner Russlands. Es kann natürlich sein, das Al Nusra die Uniformen bzw. Abzeichen wechselt und dann als FSA auftritt.
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Paul

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Re: Syrien - ein neuer Gottesstaat?

09.10.2017, 08:46

Ich weiß nicht. Eventuell ist ja auch ein neues Dreierbündnis zwischen Russland, Iran und der Türkei im Entstehen. Wenn das so ist, gibt es vielleicht auch die Absprache, dass türkische Truppen in Syrien die kurdischen Rebellen bekämpfen dürfen und anschließend die besetzten Gebiete an das Regime in Damaskus zurückgeben. Ich sehe kein türkisches Interesse an einer dauerhaften Besetzung syrischer Gebiete. Erdogan interessiert nur, jegliche Unabhängigkeitsbestrebungen der Kurden schon im Keim zu ersticken - auch außerhalb der Türkei. Als Verbündeten im Kampf gegen den IS können wir die Türkei getrost vergessen. 
Dieser Erdogan ist für mich inzwischen ein ,,Rotes Tuch''.
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Re: Syrien - ein neuer Gottesstaat?

09.10.2017, 11:16

In der Vergangenheit hätte die Türkei den IS bekämpfen können. jetzt hat sie keinen Zugang mehr zu den schrumpfenden Gebieten des bald besiegten IS. Es könnte nur die Hintermänner in der Türkei bekämpfen, was kaum geschieht.
Erdogan möchte gerne wieder ein Kolonialreich  errichten und wird Syrien nicht freiwillig verlassen, Das Regime hat sicher etwas gegen den Einmarsch, aber hier läßt Russland den Einmarsch zu. Die USA halten sich bedeckt und sind in einer Zwickmühle. Für Rojava wird die Entscheidung auch sehr schwer, welche Mittel sie einsetzen werden, Offensiven nur abwehren, das würde den USA entgegenkommen o. eine Gegenoffensive durchführen, um Afrin mit dem Rest von Rojava zu verbinden? Dann wäre die Offensive gegen den IS beendet. Raqqa wird in den nächsten Tagen befreit sein, dann werden Truppen frei. Die türkische Bedrohung setzt Rojava unter Druck, die Offensive in Raqqa erfolgreich und schnell zu beenden.

Die Irakische Armee hat Hawija vom IS befreit. Jetzt beherscht der IS ein viel kleineres schnell schrumpfendes Gebiet an der Grenze Syriens und Iraks, Rojava, das syrische Regime und die irakische Armee drängen schnell voran.

https://en.wikipedia.org/wiki/Template: ... tailed_map

Die massiven Waffenlieferungen der USA können natürlich auf weitergehende Pläne der USA deuten, denn für die Befreiung von Raqqa werden sie nicht mehr benötigt, allenfalls, damit sich Rojava gegen das Regime behaupten kann o. gegen das Regime o. die Islamisten z.B. Al Nusra vorgehen kann, also nördlich von Al Bab und Richting Idlib. Letzteres kann Erdogan nicht ertragen.
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Paul

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Re: Syrien - ein neuer Gottesstaat?

12.10.2017, 16:49

Ezidisch kurdische Kämpferin konnte heute ihre jüngere Schwester aus der Gewalt des IS befreien und glücklich in die Arme nehmen.

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Re: Syrien - ein neuer Gottesstaat?

17.10.2017, 13:13

Raqqa wurde inzwischen von den Demokratischen Streitkräften Syriens" befreit, also den Streitkräften Rojava/Westkurdistans. Es sind multiethnische Streitkräfte, vor allem aus Kurden, sowie.Assyrische Christen und Araber z.B. des Schamar Stammes. Jetzt haben sie Kräfte frei z.B. um Shingal und Afrin zu beschützen. 

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Barsanis Peschmerga haben sich weiter zurückgezogen. Er hat mit seiner Fehleinschätzung wieder einmal großen Schaden angerichtet.
Die PKK nahen Streitkräfte Shingals haben ihre Positionen beibehalten, während sich die Peschmerga aus vielen Regionen z.B. der Stadt Shingal zurückgezogen haben. Die schiitischen Milizen haben die YBS Positionen noch nicht angegriffen. Es könnte auf eine Autonomie Shingals o. Krieg hinauslaufen.Obwohl die PKK viel weniger Kämpfer hat, ist sie anders als die Peschmerga einzuschätzen und Shingal ist ein Armenhaus ohne Öl.
Die USA bemühen sich wohl um Vermittlung. Die irakische Zentralregierung hat wohl auf den Anlaß gewartet wieder an das Öl der Region Kirkuks zu kommen und wird die kurdische Bevölkerung weitgehend vertreiben. Ob es nochmal zum Widerstand kommt ist unsicher, möglicherweise zu einem dauerhaften Partisanenkrieg..
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Paul

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Re: Syrien - ein neuer Gottesstaat?

14.11.2017, 14:35

Mihemed El Mihemed hat sein Leben geopfert, um einen Terroranschlag auf hunderte Zivilisten mit einem mit Sprengstoff beladenen LKW zu verhindern. Die Fahne unter der er den IS bekämpft hat, ist in Deutschland verboten. Frauen und Männer wie er haben in Shingal und am Khabur massenhaft Menschen gerettet.

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Re: Syrien - ein neuer Gottesstaat?

14.11.2017, 21:17

Paul hat geschrieben:
Mihemed El Mihemed hat sein Leben geopfert, um einen Terroranschlag auf hunderte Zivilisten mit einem mit Sprengstoff beladenen LKW zu verhindern. Die Fahne unter der er den IS bekämpft hat, ist in Deutschland verboten. Frauen und Männer wie er haben in Shingal und am Khabur massenhaft Menschen gerettet.

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Sind das gesicherte Infos? Ich habe dazu nichts in den bekannten Medien gelesen, solche Facebook Seiten sind mit Vorsicht zu genießen.
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Re: Syrien - ein neuer Gottesstaat?

19.11.2017, 18:51

Im westlichen Kanton Afrin strömen viele Freiwillige zu den Volksverteidigungsstreitkräften, um ihre Heimat gegen die Angriffe der türkischen Armee und ihrer islamistischen Verbündeten zu verteidigen. Es finden viele Angriffe und Kämpfe statt. Es sollen jetzt auch 150 Rebellen zur Armee von Rojava übergelaufen sein. Sie sollen unzufrieden mit der Kolonialpolitik sein.

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In Anatolien eskalieren die Kämpfe zwischen der türkischen Armee und der PKK mit hohen Verlusten auf beiden Seiten.

Das syrische Regime steigert seine Angriffe mit russischer Unterstützung gegen Al Nusra, nachdem der IS fast besiegt ist. Wie ist das mit den guten Beziehungen zwischen Russland und der Türkei zu vereinbaren, da Al Nusra von der Türkei unterstützt wird? Je mehr Al Nusra Territorium verliert, desto mehr wird das Verhältnis zwischen Russland und der Türkei wieder belastet.
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Re: Syrien - ein neuer Gottesstaat?

19.11.2017, 20:20

Sehr unübersichtlich und undurchschaubar, das ganze. Aber ist es sicher, dass die Meldungen auf aktuellen Tatsachen beruhen? Bei Wikipedia lese ich:

Am 28. Juli 2016 meldete Reuters/dpa, dass sich die al-Nusra-Front nach Aussage ihres derzeitigen Chefs Abu Muhammad al-Dschaulani in „Eroberungsfront der Levante“ (Dschabhat Fatah al-Scham) umbenennen und angeblich vom weltweiten Netzwerk al-Qaida loslösen will.
...
Anfang 2017 gründete sie mit anderen extremistischen Milizen das Bündnis Haiʾat Tahrir asch-Scham und begann damit, moderatere Rebellen unter dem Banner der Freien Syrischen Armee zu attackieren.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Al-Nusra-Front

Haiʾat Tahrir asch-Scham (arabisch هيئة تحرير الشام Haiʾat Taḥrīr asch-Schām ‚Komitee zur Befreiung der Levante‘) ist ein extremistisch-islamistisches Bündnis verschiedener Milizen, die im Bürgerkrieg in Syrien kämpfen.

Es wurde Anfang 2017 als Reaktion auf die Friedensgespräche in Astana gegründet, dies waren Friedensgespräche zwischen der Opposition und der syrischen Regierung, vermittelt durch die Türkei, den Iran und Russland. Mitglieder des Bündnisses lehnen jegliche Friedensgespräche ab, die nicht den Rücktritt von Baschar al-Assad beinhalten.
...
Trotz der Vereinigung handelt es sich bei Haiʾat Tahrir asch-Scham verdeckt um den syrischen Zweig von Al-Qaida[8].

Die HTS galt im Sommer 2017 als dominierende Kraft in der Region um Idlib,[9] begann aber im Oktober mit Beginn der türkischen Intervention in der Region an Unterstützung zu verlieren, als sich Kämpfer lokaler Gruppierungen unter dem Eindruck des türkischen Vorgehens abzuspalten begannen.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Hai%CA%BE ... asch-Scham
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Re: Syrien - ein neuer Gottesstaat?

20.11.2017, 12:56

Umbenennungen und Bündnisänderungen ändern nichts an den Grundlinien des Konflickts.
Viele Rebellengruppen bekämpfen das Regime, in letzter Zeit immer weniger erfolgreich. Viele Gruppen sind islamistisch o. werden als Terroristen eingestuft.
Die Türkei sieht die Kurden als Hauptfeind und hat auch keine Sympathien für das Regime. Es unterstützt deshalb alle Rebellen, die gegen die Kurden o. das Regime kämpfen, auch Al Nusra/HTS.
Russland und die Türkei setzen im Moment auf Kooperation, obwohl sie viele Interessen haben, die dagegen sprechen. Russland will die Kurden im Moment nicht fallen lassen, aber unter Druck setzen.
Das Verhältnis zwischen den USA und der Türkei ist aus vielen Gründen schlecht. Die USA wollen aber keine offne Feindschaft und die Türkei in der Nato behalten. Sie liefern weiter massiv Waffen an die syrischen Kurden, obwohl der IS praktisch besiegt ist. Rojava soll also gegen das Regime und die Türkei bestehen können, obwohl sie im Irak eher die Zentralregierung unterstützt haben. Die irakische Zentralregierung ist demokratisch gewählt worden, respektiert aber das Selbstbestimmungsrecht der Kurden nicht - ist also nicht richtig demokratisch. Die schiitisch-arabischen Milizen setzen auf Vertreibung der Kurden und die Zentralregierung lässt sie gewähren. Die schiitisch kurdischen Parteien werden zugunsten der nationalkurdischen Parteien an Einfluß verlieren. Die Kurden im Süden Südkurdistans werden immer massiver den Anschluß an die Autonomie verlangen und sich vielleicht auch militärisch gegen die Besetzung ihrer Heimat wehren.
Das Regime u. die Kurden wollen keinen offnen Krieg und werden dabei von Russland als Vermittler unterstützt. Kooperationen bringen Vorteile -  Krieg Zerstörung und unkalkulierbare Risiken.
viele Grüße

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Re: Syrien - ein neuer Gottesstaat?

20.11.2017, 15:06

Barbarossa hat geschrieben:
Sehr unübersichtlich und undurchschaubar, das ganze. Aber ist es sicher, dass die Meldungen auf aktuellen Tatsachen beruhen? Bei Wikipedia lese ich:

Am 28. Juli 2016 meldete Reuters/dpa, dass sich die al-Nusra-Front nach Aussage ihres derzeitigen Chefs Abu Muhammad al-Dschaulani in „Eroberungsfront der Levante“ (Dschabhat Fatah al-Scham) umbenennen und angeblich vom weltweiten Netzwerk al-Qaida loslösen will.
...
Anfang 2017 gründete sie mit anderen extremistischen Milizen das Bündnis Haiʾat Tahrir asch-Scham und begann damit, moderatere Rebellen unter dem Banner der Freien Syrischen Armee zu attackieren.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Al-Nusra-Front

Haiʾat Tahrir asch-Scham (arabisch هيئة تحرير الشام Haiʾat Taḥrīr asch-Schām ‚Komitee zur Befreiung der Levante‘) ist ein extremistisch-islamistisches Bündnis verschiedener Milizen, die im Bürgerkrieg in Syrien kämpfen.

Es wurde Anfang 2017 als Reaktion auf die Friedensgespräche in Astana gegründet, dies waren Friedensgespräche zwischen der Opposition und der syrischen Regierung, vermittelt durch die Türkei, den Iran und Russland. Mitglieder des Bündnisses lehnen jegliche Friedensgespräche ab, die nicht den Rücktritt von Baschar al-Assad beinhalten.
...
Trotz der Vereinigung handelt es sich bei Haiʾat Tahrir asch-Scham verdeckt um den syrischen Zweig von Al-Qaida[8].

Die HTS galt im Sommer 2017 als dominierende Kraft in der Region um Idlib,[9] begann aber im Oktober mit Beginn der türkischen Intervention in der Region an Unterstützung zu verlieren, als sich Kämpfer lokaler Gruppierungen unter dem Eindruck des türkischen Vorgehens abzuspalten begannen.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Hai%CA%BE ... asch-Scham

Sicherlich sind viele Meldungen vom Kriegsgeschehen in Syrien nicht interessant für Fernsehmeldungen. Aus vielen Mosaikpunkten kann man schließen, das das syrische Regime jetzt immer stärker Al Nusra/HTS bekämpft und dies irgendwann wieder zur Konfrontation der Türkei mit Russland führen wird, spätestens wenn das Regime auf die türkischen Stellungen in Syrien stößt. Es ist ein Wunder, das es bei Al Bab so ruhig ist. Die Folgen der türkisch-kurdischen Kämpfe sind auch schwer absehbar. Wird die Weltgemeinschaft diese Agression der türkischen Armee gegen Afrin ewig hinnehmen? Wahrscheinlich so lange wie die Großmächte sie hinnehmen.

Vielleicht haben die USA die Kurden "beauftragt" jetzt die anderen Islamisten z.B. Al Nusra/HTS auszuschalten.
viele Grüße

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