Menschen spielen jederzeit. Es wird gescrabbelt, Risiko oder auch ein weitaus moderneres Gesellschaftsspiel wie Call of Duty oder Eve Online gespielt. Aber unabhängig davon was gespielt wird, spielen ist ein ganz natürlicher und menschlicher Wesenszug, der schon seit mehr als fünftausend Jahren zu unserer Kultur gehört und auch heute noch starken Einfluss auf die Menschheit hat.

 

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Quelle: „Senet game pieces (Tutankhamun)“ by ddenisen (D. Denisenkov) – http://www.flickr.com/photos/ddenisen/7364442692/in/photostream/. Licensed under CC BY-SA 2.0 via Wikimedia Commons

 

Das erste in der Geschichte aufgezeichnete Spiel stammt aus der Zeit 3000 v.Ch. und fand seinen Ursprung in der altägyptischen Kultur. Dieses bei den Pharaonen, Priestern sowie auch den Unterschichten dieser Zeit allgemein beliebte Spiel heißt Senet, ein Backgammon-ähnliches Brettspiel in welchem die Spieler markierte Spielfiguren und Zählknochen, immer die Spielregeln befolgend, über das Brett bewegen müssen. Gewonnen hat der Spieler, welcher am Ende mit allen verbleibenden Figuren eines der letzten Häuser erreicht.

Es ist anzunehmen, dass es eine Vielzahl an anderen Brettspielen zu dieser Zeit gegeben hat, und auch schon wesentlich früher in der menschlichen Geschichte gespielt wurde. Auf Grund mangelnder archäologischer Funde jedoch, fehlen wesentliche Informationen und Belege. Belegt werden können aber Spiele wie Backgammon (gespielt im 3. Jahrtausend v.Ch. In Persien), Würfelspiele, Go (im 1. Jahrhundert in China) und Leaf (ein Kartenspiel aus dem 9. Jahrhundert aus China). All diese Spiele waren sehr beliebt in den verschiedenen sozialen Schichten und hatten großen kulturellen Einfluss, vor allem hinsichtlich der langanhaltenden Beständigkeit.

Diese Spiele haben sich, zum Teil durch die technologischen Fortschritte der Zeit, heute in eine blühende Spiele-Industrie entwickelt. Mittlerweile kann man dank der Entwicklung von Spielkonsolen und PC Service Anbietern wie Steam nahezu Foto-realistische Spiele genießen, oder per Tablet und Smartphone Casino Spiele ausprobieren wie sie auf Seiten wie http://de.spinpalace.com angeboten werden.
Die Art und Weise in welcher gespielt wird ist hoch entwickelt, aber warum hat die Menschheit sich so stark auf das Spielen und die Herstellung von Spielen konzentriert? Wieso sind Spiele von so großer Relevanz und Wichtigkeit als kultureller menschlicher Aspekt?

Spiele erfüllen eine große und wichtige Rolle in der Persönlichkeitsentwicklung. Auf alle Alters-Gruppen bezogen trainieren Spiele den Geist, testen strategische Fähigkeiten und ermutigen dazu, den Bereich zwischen Risiko und Belohnung zu erforschen. Dies sind Grundsätze der menschlichen Erfahrung welche dazu beitragen, sich gegen und mit anderen Menschen zu messen und im sozialen Umfeld zu bestehen. Spiele bieten die Möglichkeit, Fähigkeiten und Gedanken zu verarbeiten, welche auf andere Weise schwerlich durch verordnende, erläuternde Methoden gelehrt werden können.

 

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Quelle: https://www.flickr.com/photos/bagogames/13404265965. Licensed under CC BY-SA 2.0 via Wikimedia Commons

 

Spielen ist somit wahrhaftig evolutionär in seiner Eigenschaft. Motivationen wie Leistung, Wettbewerb und Kooperation sind angeborene Eigenschaften des Menschen. Man spielt strategische Spiele wie Neopets weil diese den Wunsch nach Kreation, Anhäufung und Förderung von Wertgegenständen oder anderem persönlichem Bedarf stillen. Spiele wie Battlefield, FIFA und Monopoly auf der anderen Seite enthalten Elemente des Wettbewerbs, welche den inneren Drang, Mitstreiter im Wettbewerb zu schlagen, ansprechen um so an die Spitze zu gelangen. Diese Spiele bedürfen aber gleichzeitig der Kooperationsfähigkeit für das allgemeine Wohlsein.

Es gibt noch einen anderen Aspekt weshalb der Mensch spielt, welcher ebenfalls aufschlussreich ist. Studien der Forscher an der Essex University fanden 2011 heraus, dass Spiele eine wichtige Funktion erfüllen. Sie erlauben dem Spieler, verschiedene Aspekte der Persönlichkeit, Handlung und Identität anzunehmen, über welche der Spieler selbst im wahren Leben zum gegebenen Zeitpunkt nicht verfügt. Der Held oder auch Täter im Spiel zu sein, während in der Realität das Gegenteil der Fall ist, erlaubt es dem Spieler in fremde Szenarien zu schlüpfen und sich selber auszutesten. Interessant dabei: umso größer der Unterschied zwischen dem Spieler und dem von ihm angenommenen Charakter, desto mehr Spaß am Spiel empfand der Spieler in der Essex Studie. Es scheint mitunter so, als empfindet der Mensch mehr Spaß daran die imaginäre Person näher zu erforschen, anstatt sich der Realität zu stellen.

 

 

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Quelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/ee/Freeciv-net-screenshot-2011-06-23.png. Licensed under CC BY-SA 2.0 via Wikimedia Commons

 

Spiele sind somit vieles mehr als nur reine Unterhaltung oder Lückenfüller zwischen wichtigeren Aufgaben. Sie sind ein intellektuelles Werkzeug, welches über Jahrtausende hinweg durch die Trial-and-Error Methode kreiert wurde, um die Menschheit auf weitere bevorstehende Herausforderungen vorzubereiten. Und dieses Werkzeug wird auch in der Zukunft weiter geschliffen und verfeinert werden.