Siedlungsgebiete in Amerika

Inhaltsangabe:

1. Der Nordosten

2. Der Südosten

3. Die Great Plains

4. Der Südwesten

5. Plateau und Großes Becken

6. Der Nordwesten

Der Nordosten
An der Ostküste Nordamerikas dehnte sich vor der Ankunft der Europäer ein riesiges Luab und Mischwaldgebiet aus. Begrenzungen waren im Norden der St. Lorenz-Strom, im Westen der Mississippie, im Süden der Cumberland River und im Osten der Atlantische Ozean.
Im nördlichen Teil lebten die Micmac, Penobscot, die Melecite und noch weitere Stämme. Im Mittleren Gebiet an der Küste siedelten die Mohawk, die Delaware und die Narranganset. Weiter im Süden, in der Chsapeake-Bucht war der mächtige Powhatan-Stamm beheimatet. Weiter landwärts an den Großen Seen war die Irokesen Liga, die aus Fünf, später sechs Nationen bestand ansässig.
In diesem Gebiet wurde Ackerbau betrieben. Bei den Stämmen weiter im Westen und an den Großen Seen spielte zudem wilder Wasserreis eine wichtige Rolle. Im Osten und Südwesten war der Mais das Hauptnahrungsmittel.
Wichtige Stämme im Nordosten:
Irokesen
Chippewa
Delaware

Der Südosten

Wichtige Stämme im Südosten:
Seminolen
Creek
Cherokee

Die Prärie

Prärie ist der Name der scheinbar endlosen Grasflächen im Herzen der USA zwischen dem Mississippi im Osten und den Rocky Mountains im Westen. Sie erstreckt sich über 3000 Kilometer von Kanada durch die USA bis nach Mexiko hinein. Vor der Ankunft der Europäer in Amerika lebten Indianer lediglich im östlichen Teil der Prärie und an den Ufern der Flüsse. Denn nur hier war der Boden fruchtbar, dadurch konnten si dort Mais und Bohnen anpflanzen. Der Regen brachte viel Feuchtigkeit, dadurch wuchs das Gras der Prärei bis zu einem Meter hoch. Die dort lebenden Ureinwohner jagten Rehe, Wapitihirsche und Bisons. Im westlichen Teil breitete sich eine gewaltige Trockensteppe mit nur niedrigem Grasbewuchs aus. Das Büffelgras war für die Tiere dort eine wichtige Nahrungsquelle, vor allem für die riesigen Bisonherden. Diese Tiere zogen durch die Großen Ebenen oder auch Great Plains auf der Suche nach Nahrung. Menschen lebten dort zu früheren Zeiten nicht, die Gegend war zu unfruchtbar. Stämme wie die Mandan oder Pawnee lebten lieber im Flusstal des Missouri, wo sie in festen Dörfern Mais, Bohnen und Tabak anbauten. Lediglich im Sommer zogen die Männer dieser Dörfer in die Plains um Bisons zu erlegen und soviel Fleisch zurückzubringen wie sie tragen konnten. Erst nachdem die Spanier Pferde nach Amerika brachten, änderte sich die Lebensweise einiger dieser Prärie-Indianer. Ab 1750 blühte die Kultur der Plains-indianer auf. Von nun an konnten sie das ganze Jahr über mit Tipis den Büffelherden hinterher ziehen und waren nicht mehr auf den Ackerbau angewiesen. Auch die Jagd erleichterte sich, statt sich mühsam an sie anschleichen zu müssen, konnte man mit Pferden diese Tiere jagen.
Wichtige Stämme in den Plains:
Cheyenne
Crow
Comanchen
   

Der Südwesten

Im Südwesten von Amerika ist das Klima heiß und trocken. Ein sehr großer Teil des Landes ist eine Hochebene, auf der nur wenige Pflanzen wie Kakteen, Bücsche oder Gräser wachsen. In Flusstälern und Berghöngen wachsen auch Nadelwälder.
Hier lebten Indiane, die eine hoch entwickelte Kultur besaßen, die Anasazi. Sie waren Vorfahren der heutigen Pueblo-Indianer und errichteten große Klippenbauten, wie etwas das Cliff Palace im Mesa Verde National Park.
Die Hopi und Zuni nutzten Regenwasser um ihre Felder zu bewässern und lebten in mehrstöckigen Lehm- oder Steinhäusern. Erst vor etwa 1000 Jahren wanderten die Apachen und Navajo in dieses Gebiet ein. Während die Navajo seßhaft wurden und lernten Ackerbau zu betreiben, blieben die Apachen nomadisch.
In Kalifornien lebten Stämme, die Eicheln als Hauptnahrungsmittel ernteten.

Wichtige Stämme im Südwesten:
Navajo
Apachen
Hopi

Plateau und Großes Becken

Wichtige Stämme in diesem Gebiet:
Ute
Shoshone
Nez Perce
Flathead

Die Nordwestküste

Die Nordwestküste war sehr waldreich und die dort lebenden Stämme wohnten in Plankenhäusern. Die Flüsse und das Meer boten reichlich Fisch und Stämme wie die Makah waren Wahlfänger.
 

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