Wir haben bereits vor einigen Wochen ein wundervolles Buch zur Ansicht zugeschickt bekommen, das wir unseren Lesern nicht vorenthalten möchten und gerne weiterempfehlen. „Lost Places – Deutschlands vergessene Orte“ von Mike Vogler und Thor Larsson Lundberg ist ein reichhaltiger Bildband, der – wie der Titel bereits verrät – verlassene Bauwerke zeigt, über die die Zeit hinweggegangen ist.

 

Die Villa Kolbe ist eine alte Fabrikantenvilla und verfällt seit Jahrzehnten. (c) Thor Larsson Lundberg, aus: Lost Places, Heel Verlag, Königswinter
Die Villa Kolbe ist eine alte Fabrikantenvilla und verfällt seit Jahrzehnten. (c) Thor Larsson Lundberg, aus: Lost Places, Heel Verlag, Königswinter

 

Die Autoren und Fotografen haben hierfür 12 Orte vor allem in Sachsen und Thüringen besucht. Anhand von informativen Einleitungstexten schildern sie die Historie der Gebäude. In diesen spiegelt sich auch stets die deutsche Geschichte wider – das wird in dieser Zusammenstellung deutlich. So zeigen die Autoren wunderbare Fotografien eines Truppenübungsplatzes, der anfangs der Reichswehr zur Ausbildung diente, dann durch die Nationalsozialisten enorm erweitert wurde und nach Ende des 2. Weltkrieges durch die Sowjetarmee besetzt wurde. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs ist das riesige Areal dem Verfall preisgegeben. Die Natur holt sich förmlich zurück, was ihr genommen wurde.

 

Der einstige Glanz der Villa lässt sich aber noch an den großartig gestalteten Holzdecken erkennen. (c) Thor Larsson Lundberg, aus: Lost Places, Heel Verlag, Königswinter
Der einstige Glanz der Villa lässt sich aber noch an den großartig gestalteten Holzdecken erkennen. (c) Thor Larsson Lundberg, aus: Lost Places, Heel Verlag, Königswinter

 

Ebenso beeindruckend wie sehenswert sind auch die Bilder einer ehemaligen Fabrikantenvilla. Einst für eine einzigartige Architektur und seinen technischen Fortschritt bewundert, steht die Villa seit 1995 leer. Obdachlose und Randalierer setzten dem Gebäude ebenso wie der Wechsel der Jahreszeiten und die mangelnde Pflege zu. Dennoch lässt sich trotz des Schmutzes, des Schimmels und der Zerstörung noch der einstige Glanz erahnen. Wunderbare Holzarbeiten sind in Wände und Decke eingelassen. Die Eingangshalle mit einem eindrucksvollen Treppenaufgang lässt die Macht und den Reichtum erahnen, die die einstigen Bewohner hatten.

 

Imposant ist auch die Eingangshalle
Imposant ist auch die Eingangshalle (c) Thor Larsson Lundberg, aus: Lost Places, Heel Verlag, Königswinter

 

(c) Thor Larsson Lundberg, aus: Lost Places, Heel Verlag, Königswinter
(c) Thor Larsson Lundberg, aus: Lost Places, Heel Verlag, Königswinter

Der Bildband ist ein äußert schön gestaltetes Werk, das wärmstens weiterempfohlen werden kann. Es ist für 24,99 € im Buchhandel erhältlich. Weitere Informationen sind auf der Website des Verlages erhältlich.

Alle Bilder wurden mit freundlicher Genehmigung des Heel Verlags verwendet. Sie können das Buch auf Amazon erwerben (der Link ist ein so genannter Partnerlink, durch den Geschichte-Wissen mit einer Provision im Falle eines Kaufes beteiligt wird).

 

/rof