Die Schlesischen Kriege werden, wie fast alle Kriege dieser Zeit, in die Kategorie der sogenannten „Kabinettskriege“ eingeordnet. Sie zeichnen sich u. a. durch eine zurückhaltende Kriegsführung, beschränkte Kriegsziele und häufig wechselnde Koalitionen zwischen den Kriegsparteien sowie durch eine weitgehende Schonung der Zivilbevölkerung aus. Sie waren offenbar die Konsequenz nach der Katastrophe des Dreißigjährigen Krieges, durch den infolge von Plünderungen, Mord und Seuchen bei der Zivilbevölkerung ganze Landstriche entvölkert wurden.
Dennoch hatte vor allem der Siebenjährige Krieg durch die hohen Verluste an Soldaten auch Auswirkungen auf die Gesamtbevölkerung, da insbesondere nach sehr blutigen Schlachten immer wieder neue Soldaten angeworben werden mussten.
Allein Preußen hatte während des Siebenjährigen Krieges Verluste von insgesamt 180.000 Mann zu beklagen. Die Regionen mit den stärksten Verlusten bei der Zivilbevölkerung waren Pommern und Sachsen, wobei Sachsen als von Preußen besetztes Land zudem unter Zwangsrekrutierungen, Kontributionsleistungen und auch Plünderungen zu leiden hatte.

Aber auch an den übrigen Kriegsparteien hinterließ dieser Krieg seine Spuren: Frankreich stürzte bereits im dritten Kriegsjahr (1759) in die Insolvenz.
Im Zuge des Österreichischen Erbfolgekriegen und des Siebenjährigen Krieges fanden auch Kampfhandlungen in weiteren Regionen der Welt statt, so insbesondere zwischen den Kolonien Frankreichs und Großbritanniens in Nordamerika und Indien.

 

(Artikel aus der Magazin-Ausgabe: Friedrich II. der Große von Preußen)