Der Börsenhandel - Bild von Thomas J. O'Halloran, photographer [Public domain], via Wikimedia Commons
Der Börsenhandel – Bild von Thomas J. O’Halloran, photographer [Public domain], via Wikimedia Commons
Auf dem Finanzmarkt gibt es ein breit gefächertes Angebot an unterschiedlichen Anlageprodukten, die je nach Investitionsbedarf unterschiedlich für jeden einzelnen geeignet sind. Zu den eher klassischen Angeboten gehören beispielsweise der Aktienmarkt oder Investmentfonds. Zu den eher unbekannten Anlagemöglichkeiten gehören sogenannte ETFs, in Langform Exchange Traded Funds, die sich in den letzten Jahren und insbesondere seit der Finanzkrise zu einer interessanten Anlagemöglichkeit gemausert haben.

Bei den meisten Insidern in der Finanzbranche sind ETFs schon seit langem bekannt und Vermittler haben dahingehend nicht auf den neuen Trend reagiert, da diese dafür keine Provision erhalten. Letztendlich hat der normale Sparer dadurch verloren, da es durchaus eine Sparmethode ist, die sich für Kleinsparer eignet. Die Frage, die sich nun stellt ist, wie ETFs in der Vergangenheit entstanden sind und wo ihr Ursprung liegt.

 

Auf dem ETF-Ratgeberportal www.etfs.de erhalten Sie genauere Informationen zu den Rahmenbedingungen und Gebührenordnungen von ETFs und den Anbietern.

 

Was sind ETFs?

Bevor auf die Frage eingegangen werden kann, seit wann es ETFs gibt, muss erst einmal allgemein geklärt werden, was ETFs überhaupt sind. ETFs ähneln im Prinzip den klassischen Investmentfonds, nur mit dem Unterschied, dass diese nicht so riskant sind. Bei ETFs werden nicht einzeln Aktien von Unternehmen ausgegeben, sondern unterschiedliche Wertpapiere und Projekte werden innerhalb von einem Wertpapier gebündelt. Somit vereinen die ETFs die Vorteile einer Aktie mit den Vorteilen eines Fonds.

 

Entstehung von ETFs

Nach dem geklärt wurde, was ETFs überhaupt sind, kann nun auch auf die anfängliche Fragestellung eingegangen werden. Der Ursprung von ETFs liegt im Jahre 1971. In diesem Jahr entwickelte die Bank Wells Fargo den allerersten Indexfonds, mit dem Ziel, einen kompletten Markt mit einem Produkt abzubilden. Der erste ETF ähnliche Indexfonds wurde 1975 von einer Investmentgesellschaft herausgegeben und wurde jedoch nur einmal am Tag gehandelt. Es dauerte jedoch noch 13 Jahre, bis auch in Deutschland der ETF ausgegeben wurde. Herausgeber war damals die Commerzbank CB German Index Fund Company.

Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde ein Zulassungsverfahren für ETFs gestartet, wobei 1993 der erste kommerzielle ETF in Amerika gelistet wurde.
Von nun an war der Weg frei für die ETFs, die sich von nun an immer weiter verbreiteten. Von Amerika aus begann die Verbreitung von ETFs, wobei in Deutschland der Handel erst im Jahre 2000 begann. Auch in anderen europäischen Ländern wie die Schweiz und Großbritannien begann der Handel um die Jahrtausendwende.

2004 kamen dann wiederum andere osteuropäische Staaten, Südafrika und Irland dazu. Die Geschichte von ETFs entwickelte sich von nun an immer rasanter.

 

Kennzahlen von ETFs

Mit Beginn des Handels der ETFs steht Kleinanlegern somit die komplette Bandbreite des Handels zur Verfügung. Somit können auch Kleinsparer beispielsweise den kompletten DAX mit den 30 Unternehmen innerhalb von einem Wertpapier erwerben. Heutzutage sind 1058 ETFs von 19 unterschiedlichen Anbietern in Deutschland gelistet, wobei das Fondsvermögen bei 331 Milliarden Euro liegt. Das monatliche Handelsvolumen beträgt dabei knapp 17 Millionen.

Wie sehen ETFs heutzutage aus?

Heutzutage eignen sich ETFs nicht nur für Profi Anleger, sondern vor allem auch für Anleger, die aufgrund der Nullzinspolitik der EZB nach geeigneten Alternativen suchen. Dabei stoßen sie auf die ETFs, die heutzutage vor allem in unterschiedliche Kategorien aufgeteilt werden. So gibt es konkrete ETF Sparpläne, die sich für unterschiedliche Zwecke eignen wie beispielsweise Aktien, Renten, Immobilien oder Rohstoffe.

Die Vorteile gegenüber Indexfonds bestehen dahingehend, dass die Verwaltungskosten einerseits wesentlich niedriger sind, anderseits ist auch die Transparenz und das Risiko für Kleinsparer wesentlich überschaubarer als bei Investmentfonds.
Somit eignen sich ETFs für die private Altersvorsorge und sind somit eine Alternative zum klassischen Sparen, welches sich heutzutage aufgrund der Nullzinspolitik der EZB nicht rentiert.

 

Somit kann gesagt werden, dass ETFs eine noch relativ neue Anlagemöglichkeit ist, die erst in den 70er Jahren entstand. Der Ursprung für Aktien liegt zum Vergleich dazu im Alten Rom.

Zu Beginn der 70er Jahre liegt auch nur der Ursprung. Erst mit Beginn des 21. Jahrhunderts mauserten sich die ETFs zu einem internationalen Anlagemittel. Bei Kleinsparern ist diese Möglichkeit von Anlage jedoch bisher noch sehr unbekannt, welches damit zusammenhängt, dass Finanzberater für dieses Finanzprodukt keine Provision erhalten und diese dementsprechend nicht empfehlen.

 

Sparer sollten sich dahingehend möglichst schnell selbst informieren, um den Nutzen von ETFs und ETF Sparplänen möglichst schnell und langfristig zu nutzen. Dieses führt häufig bei geringem Risiko zu einer im Vergleich zum Sparen hohen Rendite, die man mit ETFs erhalten kann.