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Das weltweit bekannte und nach der Tour de France zweitwichtigste internationale Rennen der Welt, der Giro d’Italia, feiert im Jahr 2017 mit seinem 100. Geburtstag ein rundes Jubiläum. Auch dieses Jahr ist wieder ein breites Fahrerfeld mit vielen Teams am Start, die versuchen werden, das langwierige Etappenrennen für sich zu entscheiden. Die folgenden Zeilen verraten, wie der Giro im Jahr 2017 verläuft und welche markanten Punkte es in der Historie gab.

Fahrer bei Radrennen
Die Geschwindigkeit der Fahrer bei Radrennen ist wirklich atemberaubend. Bildquelle: CANARAN – 128004959 / Shutterstock.com

 

Geschichte des Giro d’Italia ist eng mit der Tour de France verbunden

Die Giro-Geschichte
Die Giro-Geschichte begann schon anno 1909 und hatte Höhen und Tiefen. Infografikquelle: geschichte-wissen.de

Auch wenn dies die wirklichen Fans des Giro d’Italias nicht so gerne hören werden: Die Erfindung, wenn man sie denn so nennen mag, geht eigentlich auf die der Tour de France zurück. Diese war nämlich bereits 1903 gegründet worden, was dann schließlich die Macher der italienischen Sportzeitung „Gazzetta dello Sport“ ebenfalls dazu motivierte, ein großes Radrennen zu veranstalten. Ihre ursprüngliche Intention sah dabei vor, hiervon in entscheidendem Maße durch mehr Leser profitieren zu können. Seit 1909 wurde der Giro folglich für männliche Teilnehmer jährlich veranstaltet, wobei im Jahr 1988 auch noch der Giro für weibliche Teilnehmer hinzukam. Die Etappen des Rennens führen immer durch ganz Italien und bestehen dabei 2017 unter anderem aus:

  • fünf Bergankünften
  • sechs Sprintetappen
  • zwei Zeitfahren

Jedes der einzelnen Teams verfügt über einen Teamkapitän, wobei dieser versucht, immer den besten Fahrer zum Sieg zu führen. In diesem Jahr wird der Giro auf der Insel Sardinien starten, die nach Sizilien die zweitgrößte Insel im Mittelmeer ist. Bevor die komplette Tour dann nach 21 Etappen in Mailand enden wird, fällt in Alghero am 5. Mai der Startschuss. Dann werden sich die Teams erneut auf eine Gesamtstrecke von 3572 Kilometer begeben, ehe sie dann am 28. Mai wieder im Ziel ankommen.

 

Spektakuläre Ereignisse sind genau wie Legenden ein Teil der Tour

Es verwundert nicht, dass der Giro d’Italia als zweitwichtigstes Radrennen der Welt in der Vergangenheit schon seine ganz eigenen Geschichten geschrieben hat. Im Prinzip begann dies schon mit der Veranstaltung des allerersten Rennens, das damals noch mitten in der Nacht kurz vor drei Uhr gestartet worden war. Dass die ungewöhnlich frühe Startzeit nicht die einzige Herausforderung bleiben sollte, zeigte sich auch an der Anzahl der Fahrer, die ins Ziel kamen. Mit 49 von 127 waren es nämlich nur etwas mehr als ein Drittel. In den Folgejahren hat der Giro aber natürlich Insbesondere auch Legenden wie Eddy Merckx hervorgebracht, der den Spitznamen „Kannibale“ getragen hat. Er konnte in seiner gesamten Karriere nicht nur den Giro d’Italia ganze fünfmal gewinnen, sondern auch die Tour de France. Zu einer mindestens genauso großen Bekanntheit avancierte zu seinen besten Zeiten der Italiener und Kletterspezialist Marco Pantani, der beide Rennen einmal gewinnen konnte. Weniger erfolgreich verlief hingegen der Giro beispielsweise für eine Gruppe von Radprofis, die bei der vierten Auflage des Giros anno 1912 teilgenommen hatten:

  1. Sie kamen zuerst von der Strecke ab und verirrten sich
  2. Sie nahmen schließlich in ihrer Verzweiflung den nächsten Zug zum Etappenziel
  3. Die Rennleitung entschied sich daraufhin, die Etappe für ungültig zu erklären
  4. Die enttäuschten Zuschauer im Ziel forderten ihr Geld zurück

 

Sieger des Giro d’Italias kann wieder mit viel Ruhm rechnen

Sturz bei Radrennen
Wo es Sieger gibt, gibt es auch Verlierer und Stürze sind nicht selten. Bildquelle: Roger Jones– 2989574 / Shutterstock.com

Wie jedes Jahr ist es auch 2017 wieder einigermaßen offen, wer den Giro gewinnen wird. Dies liegt daran, dass der Gewinn des Giros nicht nur von der individuellen Leistung eines einzelnen Sportlers, sondern auch von dem Zusammenhalt im Team abhängig ist. Außerdem kann es immer wieder zu unvorhersehbaren Ereignissen wie Stürzen kommen, woraufhin in der Vergangenheit schon häufiger Fahrer die Tour spontan beenden mussten. Dass der Ausgang der Tour wirklich vollkommen offen ist, zeigt sich auch mit einem Blick auf die Quoten bei den Wettanbietern. Bei sportlichen Ereignissen sind hier die Favoriten meistens mit den schlechtesten Quoten ausgestattet, sodass bei einem richtigen Tipp eine geringere Auszahlung stattfindet. Gute Chancen dürfte sich allerdings der Vorjahressieger Vincenzo Nibali ausrechnen. Der auch „Hai von Messina“ genannte Italiener konnte auch schon im Jahre 2013 den Giro gewinnen und will 2017 wieder angreifen. Ein gehöriges Wörtchen mitreden möchte dabei aller Voraussicht nach jedoch wieder der Spanier Alberto Contador. Dieser war als Sieger des Giros im Jahr 2015 hervorgegangen und hatte auf eine Teilnahme im vergangenen Jahr verzichtet, weil er sich vorrangig auf die Tour de France konzentrieren wollte.

 

Nicht nur die Gesamtwertung ist für die Sportler von Bedeutung

Die Verpflegung der Radsportler
Die richtige Verpflegung ist beim professionellen Radsport das A und O. Bildquelle: YAKOBCHUK VIACHESLAV – 225064837 / Shutterstock.com

Neben der Gesamtwertung bzw. dem Erhalt des rosafarbenen Trikots, der natürlich verständlicherweise den größten Reiz auf die Sportler ausübt, gibt es beim Giro d’Italia noch insgesamt drei weitere Hauptwertungen:

 

Art der Wertung Bedeutung für Sportler
Punktewertung Erhalt des roten Trikots
Bergwertung Erhalt des blauen Trikots
Mannschaftswertung Ehrung aller Teamfahrer

 

Der führende Fahrer in der Punktewertung wird mit dem roten Trikot ausgezeichnet, wobei die Athleten Punkte sammeln können, indem sie sich bei der Zielankunft und bei den auf jeder Etappe stattfindenden Zwischensprints möglichst gut platzieren. Der führende in der Bergwertung wird optisch durch Erhalt des blauen Trikots kenntlich gemacht. Naturgemäß ist diese Wertung besonders für leichte Sportler attraktiv, die zudem über gute Klettereigenschaften am Berg verfügen. Von den Jahren 1974 bis 2011 trug der Führende der Bergwertung jedoch noch ein grünes Trikot. Die Mannschaftswertung richtet sich hingegen an das komplette Team und belohnt den auf dem Giro notwendigen Zusammenhalt der Einzelfahrer. Um die Wertung zu bestimmen, werden lediglich die Zeiten der drei bestplatzierten Sportler miteinander addiert. Neben den soeben erwähnten Wertungen gibt es noch weitere beispielsweise nur für Zwischensprints. Last but not least ist abschließend das weiße Trikot zu nennen, das dem Führenden in der Nachwuchswertung verliehen wird, an der Fahrer unter 25 Jahren automatisch teilnehmen.

 

Bildquellen:

YAKOBCHUK VIACHESLAV – 225064837 / Shutterstock.com

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CANARAN – 128004959 / Shutterstock.com

 

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