friedrich-artikelOhne eine Antwort auf sein Ultimatum abzuwarten, begann Friedrich II. ab dem 16. Dezember 1740 mit einer Armee von 27.000 Soldaten (bereits am 8. November 1740 mobil gemacht!) Schlesien zu besetzen, welches bis Ende Januar 1741 weitgehend erobert war, ohne dabei auf nennenswerten Widerstand zu stoßen. Damit hatte er nicht nur den österreichischen Erbfolgekrieg ausgelöst, sondern auch einen Konflikt mit Habsburg, der sich bis 1763 hinziehen sollte. Durch die Bildung einer starken anti-haburgischen Koalition (Preußen, Frankreich, Bayern und Spanien) gerieten die Habsburger in noch größere Bedrängnis. Aber auch die Habsburger konnten eine Koalition bilden. An dessen Seite standen seit dem 16. Februar 1741 Großbritannien, Russland, Sachsen (im September 1741 wechselte Sachsen jedoch die Seite) und die Niederlande.
Im Jahre 1741 konnten preußische Truppen weitere Erfolge in Schlesien verzeichnen und siegten am 10. April 1741 in der Schlacht bei Mollwitz. Als am 26. November 1741 Franzosen, Sachsen und Bayern Böhmens Hauptstadt Prag stürmten, marschierte Friedrich II. ab Mitte Dez. 1741 ebenfalls noch in Böhmen ein. Nach weiteren Erfolgen der Preußen, insbesondere der Schlacht bei Chotusitz (in Böhmen) am 17. Mai 1742, kam es zwischen dem 28. Mai und dem 28. Juli 1742 zum Frieden von Berlin, bei dem Preußen Ober- und Niederschlesien sowie die Grafschaft Glatz erhielt, während der Österreichische Erbfolgekrieg nun zunächst ohne Preußen weiterging.

 

(Artikel aus der Magazin-Ausgabe: Friedrich II. der Große von Preußen)