893 0 2Gerne habe ich das Angebot von Sunfilm Entertainment angenommen, die am 05. Juli 2012 erscheinende Dokumentation „2012: Prophezeiung der Maya“ auf Geschichte-Wissen vorzustellen.

 

Inhalt

Die Dokumentation begleitet den telegenen Geowissenschaftler Adam Maalof (von der renommierten Princeton Universität) auf seiner Spurensuche zur Erklärung der Maya-Prophezeiung. Anfangs geht er der Theorie der Polwanderung nach. Dabei verschieben sich die Kontinente in Bezug auf die Erdrotationsachse. In Schreckensszenarien könnte so die Metropole New York zur Arktis wandern. Maloof weist zwar nach, dass es auf der Erde bereits eine solche Polwanderung gab – eine neue Polwanderung dauert jedoch mindestens 1 Million Jahre und kann so vom Menschen nicht als Katastrophe wahrgenommen werden.
Der Geowissenschaftler setzt seine Forschungen auf der mexikanischen Halbinsel Yucatan fort. Die Maya besiedelten in ihrer Blütezeit ein riesiges Gebiet, das Südmexiko, Guatemala, Belize und Honduras umfasste. In einer noch erhaltenen Stadt trifft Maloof einen Maya-Wissenschaftler, der interessante Einblicke in deren Geschichte und Kultur gibt. So gibt es verschiedene Theorien, warum das südamerikanische Volk seine Städte verließ. Angeführt werden Dürre, der Anstieg des Meeresspiegels, der zu einer schlechteren Bodenqualität führte und soziale Aufstände wie Kriege und Konflikte. Wahrscheinlich ist, dass die Maya ihr Trinkwasser durch ihre Menschenopfer selbst vergifteten und deshalb die Städte aufgeben mussten.
Die Maya beobachteten täglich die Sterne und eigneten sich so ein umfangreiches Wissen über Astronomie an, das ihnen beispielsweise zur Vorhersage von Hurrikans und zur Erstellung eines Mondkalenders diente. Anhand dieses Wissens gliederten sie die Zeit in 5 Zyklen. Jeder neue Zyklus begann mit einer Katastrophe, aus der eine neue Welt entstand. Nach den Berechnungen der Maya wäre der 5. Zyklus am 21.12.2012 zu Ende – der Weltuntergang stände bevor.
Dieser Vorhersage geht Maloof im weiteren Verlauf der Sendung nach und versucht in Gesprächen mit Experten und Wissenschaftlern das Faszinierende an der Prophezeiung der Maya aufzuklären.

 

Eindruck

Das Startmenü der DVD wartet bereits mit einem kleinen „Oho-Effekt“ auf: Es ist sehr hochwertig entworfen und lässt auf eine gute Fernsehunterhaltung hoffen. In der Tat wird dem Zuschauer eine sehr kurzweilige Dokumentation für einen interessanten Fernsehabend geboten. Die Bildqualität ist hoch – lediglich die computergrafisch schlecht umgesetzten „Untergangsszenarien“ trüben diesen Eindruck.
Die Dokumentation verfolgt einen klaren Spannungsbogen – dazu trägt auch die passende Begleitmusik bei, die fast vergessen lässt, dass kein Spielfilm sondern eine Dokumentation läuft.
Darauf hinzuweisen ist, dass die DVD keinen wissenschaftlichen Beitrag darstellt – das ist jedoch auch nicht die Intention bei dem Thema Weltuntergang nach dem Maya-Kalender.
Abschließend möchte ich noch erwähnen, dass die Geschichte der Maya interessant dargestellt wird (u.a. werden Grafiken benutzt und Szenen nachgespielt) und einen Hauptteil der Dokumentation bildet.

 

Kerndaten

  • Lauflänge: 50 Minuten
  • Originaltitel: 2012: The Final Prophecy
  • Herstellungsjahr: 2010
  • Regie: Parthenon
  • Vetrieben durch Sunfilm Entertainment