Die Berliner Mauer
Die Berliner Mauer als Symbol der deutschen Teilung – Noir at the German language Wikipedia [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons
Die Gründung einer „Deutschen Demokratischen Republik“ für ganz Deutschland (als „unteilbare Nation“) als eine „Volksrepublik“ wurde von der Sowjetunion bereits im Verfassungsentwurf vom 14. November 1946 geplant und in der SBZ verfassungsrechtlich rasch umgesetzt, wie die Verfassungen der Länder Thüringen vom 20. Dezember 1946, Sachsen-Anhalt vom 10. Januar 1947, Mecklenburg vom 16. Januar 1947, Brandenburg vom 6. Februar 1947 und Sachsen vom 28. Februar 1947 beweisen.

 

Im Dezember 1947 wurde beim Abbruch der 5. Außenministerkonferenz deutlich, dass sich die vier Siegermächte in der deutschen Frage nicht einigen konnten. Strittig waren vor allem der Marshall-Plan, wegen dem die Stimmung von Beginn an nicht gut war, die Höhe der von der Sowjetunion geforderten Reparationszahlungen (die Forderung belief sich auf 10 Mrd. Dollar sowie das von den Westalliierten geforderte einheitliche Wirtschaftsgebiet für ganz Deutschland.
So strebten die Westalliierten seit dem Frühjahr 1948 die Bildung eines Staates auf dem Gebiet der drei westlichen Besatzungszonen an. Zu diesem Zweck kam es vom 28. Februar 1948 an zu langwierigen Verhandlungen von Vertretern der westdeutschen Bundesländer mit den Westalliierten, die am 1. Juli 1948 ihren Abschluss in den „Frankfurter Dokumenten“ fanden.
Auch auf der Londoner Sechsmächtekonferenz vom 20.4. – 2.6.1948 entschlossen sich die USA, Großbritannien, Frankreich und die Beneluxstaaten, die Errichtung eines föderalen westdeutschen Staates voranzutreiben. Dazu gehörte auch die Durchführung einer Währungsreform in den drei westlichen Besatzungszonen am 21.6. 1948 (am 24. 6. auch in den Westsektoren Berlins). Die wertlos gewordene Deutsche Reichsmark wurde dabei im Verhältnis 100:6,5 auf DM umgestellt und Schulden in Reichsmark im Verhältnis 10:1 DM umgerechnet.
Die Sowjetunion reagierte auf diese nicht mit ihr abgestimmte Währungsreform mit einer Blockade, die über die Westsektoren Berlins verhängt wurde. Diese dauerte vom 24. 6. 1948 bis zum 12. 5. 1949 – also beinahe 11 Monate, in denen West-Berlin von allen Transportwegen abgeschnitten war. Die Alliierten versorgten die Bevölkerung der betroffenen Stadtteile mit Hilfe einer Lufbrücke. In 195.530 Flügen der alliierten Luftwaffe wurden 1.583.686 Tonnen Hilfsgüter und 160.000 Tonnen Baustoffe zum Ausbau der Flughäfen durch die sogenannten „Rosinenbomber“ transportiert.
In der SBZ wurde daraufhin vom 24. bis 28. 6. 1948 eine eigene Währungsreform durchgeführt. Diese Währung war bis zu ihrem Ende im Jahre 1990 nicht frei konvertierbar und hatte eine geringere Kaufkraft, als die westliche Währung.

 

Aufgrund dieser Ereignisse und in Anbetracht des beginnenden „Kalten Krieges“ kam es zur Spaltung Deutschlands.
Nach den Abschlussverhandlungen mit den Militärgouverneuren am 26. Juli 1948 begannen am 10. August 1948 die Beratungen über einen Verfassungsentwurf, der bewusst provisorisch „Grundgesetz“ heißen sollte, um die ostdeutschen Länder nicht auszuschließen. Aus diesem Grunde wurde zur Ausarbeitung des Verfassungsentwurfes anstelle einer Nationalversammlung ein Parlamentarischer Rat einberufen. Am 8. April 1949 trat die französische Besatzungszone der Bizone bei, die damit zur sogenannten „Trizone“ wurde. Am 8. Mai 1949 wurde das Grundgesetz verabschiedet und wenig später von den Militärgouverneuren bestätigt, so dass es am 23. Mai 1949 proklamiert werden konnte. Damit war die Bundesrepublik Deutschland gegründet.

 

Die Sowjetische Besatzungszone zog am 7. Oktober 1949 mit der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) nach. Zuvor wurde im März 1948 ein Volksrat ins Leben gerufen der ein Volksbegehren zur deutschen Einheit veranlasste und einen Verfassungsausschuss einsetzte. Ein Teil der Mitglieder des Volksrates kam auch aus den westlichen Besatzungszonen. Am 19. März 1949 wurde die Verfassung der DDR vom Volksrat formell beschlossen.
Damit war die Deutsche Nation in zwei Staaten gespalten – eine Spaltung, die beinahe 41 Jahre andauern sollte.