Die Sumerer (vielleicht Einwanderer aus Südpersien oder Westindien?? Die nichtindogermanische Sprache macht eine Charakterisierung des Volkes schwierig!) entwickelten innerhalb weniger Jahrhunderte in Südmesopotamien die erste Hochkultur, auf der dann die folgenden Kulturen (Babylonier, Assyrer, Perser bis zu Griechen [Alphabet!] und Römern) aufbauten. 

Von Anfang an war die sumerische Kultur eine Stadt- und Tempelkultur. Alles Land wurde als den Göttern gehörend betrachtet und daher von den Tempeln verwaltet; um die Ein- und Ausgänge an Getreide, Öl und sonstigen landwirtschaftlichen Produkten im Griff halten zu können, wurde aus einfachen Zahlzeichen, die mit Schilfgriffeln in Tontafeln gedrückt wurden, die Keilschrift entwickelt. Politisch waren die Sumerer in Stadtstaaten organisiert, die sich untereinander bekriegten, wodurch einige Städte (Uruk, Ur, Lagasch, Isin, Kisch u.a.) für meist kurze Zeit eine Vorrangstellung erwerben konnten.

Literatur:

Luisa Reiblich: Von Babylon bis Jerusalem. Die Welt der altorientalischen Königsstädte. Zu einer Ausstellung im Reiss-Museum Mannheim. In: Antike Welt 1998, S.61-66.

Durch das Bodenmonopol der Tempel konnte kaum Privatbesitz entstehen (auch die Stadtkönige hatten kaum Gelegenheit zur Bildung einer “Hausmacht”!), und auch Berufe konnten sich nicht ausbilden. Alle Bauern, Handwerker und Händler arbeiteten im Auftrag der Tempel. Sie bekamen zur Erwirtschaftung ihres Lebensunterhaltes Landstücke zugewiesen, die sie bebauen durften, die ihnen aber nicht gehörten.

Die Rechtsprechung wurde von Richtern oder Richterkollegien, zu denen oft auch Priester gehörten, im Auftrag des Stadtfürsten ausgeübt. Dabei wurden Rechtscodizes beachtet, die meist mündlich überliefert wurden.