Die Irokesen 

Die Irokesen bildeten bis in den Anfang des 18. Jahrhunderts den Bund der Fünf-, später der Sechs Nationen. Der Bund bestand aus fünf Stämmen, den Mohawks, Cayuges, Onandages, Oneidas und Seneca. In den 20-er Jahren des 18. Jahrhunderts gesellten sich die Tuscaroras als sechste Nation dazu. Der Name Irokesen ist eine Vereinfachung des Iranakhoiw aus der Algonkin-Sprache, was soviel wie de „wirklichen Nattern“ bedeutet. Die Irokesen selbst bezeichneten sich als „Ongwanonsionni“ das heißt wir von langen Haus. Der Irokesenbund entstand etwa in der Mitte des 16. Jahrhunderts. Wie viele andere Indianer auch, hatten sich die Irokesen in kleinen und kleinsten Blutfehden bekämpft. Meist war die Ursache eine Familienzwist. Diesen Zustand machten die beiden Häuptlinge Hiawatha und Dekanawida ein Ende, indem sie die Irokesen vereinten.

„Ich Dekanawida und die verbündeten Häuptlinge…., sagte er der Überlieferung nach entwurzele die größte Fichte und werfe alle Waffen in das entstandene Loch. Ich begrabe sie und pflanze den Baum über ihnen, damit wir sie nie wieder sehen können. So wird der wahre Friede entstehen…“

Auf diesem edlen Gedanken beruht der gefürchtete Bund der Irokesen. Die Häuptlingswürde wurde durch die Mutter, nicht durch den Vater vererbt. Gewähnlich herrschten 49 Häuptlinge über den Bund. Sie wurden von den Müttern der aristhokratischen Linien gewählt. Eine Volksabstimmung an der alle Männer und Frauen beteiligt waren, musste diese Wahl bestätigen. Auch weibliche Häuptlinge saßen in den Ratsversammlungen und wenn es nötig war übten sie das Veto. Der Irokesenbund war ein rein nationaler Bund,d er das Beitreten anderer Stämme ausschloss ( einzige Ausnahme, die Aufnahme der Tuscaroras 1722).

Im Laufe der Geschichte schloßen die Irokesen immer wieder Bündnisse mit den Weißen, fast immer aber gegen das junge Volk der Amerikaner. Die Irokesen kamen schon früh von ihren ursprünglichen Waffen Pfeil und Bogen ab. Sie fanden willige Waffenverkäufer und schon bald besaß jeder Krieger ein Gewehr. So konnten die sechs Nationen ihre Macht immer weiter ausdehnen und wurden zu gefährlichen Gegnern für feindliche Indianerstämme und Weiße.

Die Behausung der Irokesen war das Langhaus, das wiederum mit anderen Langhäusern von Palisaden umgeben war. Die Irokesen waren unabhängig vom Jagdglück, da sie Bohnen, Kürbisse und vor allem Mais anbauten. Die Jagd diente somit nur zur vervollständigung der Speisenkarte mit Fleisch. Wenn der Boden nach etwa 15 Jahren nicht mehr den gewünschten Ertrag gab verlegte man das Dorf.

Heute leben wieder etwa 75. 000 Irokesen in den Vereinigten Staaten und Kandada.

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