Das Mittelalter als literarische Epoche

  • Literatur war im Mittelalter ein Attribut von Herrschaft.

  • Dichter an seinem Hof zu haben, erhöhte den eigenen Ruhm und war für die Entwicklung der Literatur maßgeblich.

  • Laienfürsten und deren Damen zeigten ein höchst lebhaftes Interesse an der neuen Dichtung.

  • Ohne das Engagement der fürstlichen Gönner und Auftraggeber hätte die Dichtung schwerlich einen solchen Erfolg gehabt.

  • Die Fäden der literarischen Beziehungen der höfischen Dichtung liefen mehr von Person zu Person als von Ort zu Ort.

  • Das eindrucksvollste Zeugnis für das ganz persönliche Interesse der fürstlichen Auftraggeber an der neuen Dichtung war, dass die Fürsten selber die neue Kunst ausübten und als Minnesänger hervortraten.

  • Die Dichter waren abhängig vom Herrn des Hofes und von seiner Freigebigkeit.

  • Je umfangreicher das literarische Werk war, desto größer seine Kosten, was die Abhängigkeit vom Fürsten noch fühlbarer machte.

  • Dichten war im Mittelalter immer auch ein Buhlen um die Gunst der großen Herren.

  • Minnesänger waren meisten die großen Herren.

  • Es kam nicht selten vor, dass die Fürsten ihren Sängern Zensuren erteilten oder dass sie ihnen vorschrieben, was sie dichten sollten.

  • Die Grenze zwischen den Dichtern, die selber zur höfisch-adligen Gesellschaft gehörten, und den Berufssängern ist aber im einzelnen sehr schwer zu ziehen, weil nichts über die Standesverhältnisse der meisten Dichter bekannt ist.

  • Ein sehr bekannter Minnesänger war Walther von der Vogelweide. Aber seinen Ursprung hatte der Minnesang hauptsächlich bei den Troubadours der Provence.

Anmerkungen

Es ist zu beachten, dass viele Männer weder lesen noch schreiben konnten und somit adlige Frauen zu den gebildetsten Menschen dieser Gesellschaft gehörten. So sagt zum Beispiel Ulrich von Liechtenstein in seinem Frauendienst, dass er diesen für seine Dame geschrieben hat (auch wenn er selbst wohl nicht schreiben konnte, sondern diktiert hat) und anders lässt sich auch nicht erklären, dass Ulrich im Frauenbuch (einem Streitgespräch zwischen einem Ritter und einer Dame über den Verlust der vröide am Hof) Partei für die Frauen ergreift.

 

Das Mittelalter als literarische Epoche

  • Literatur war im Mittelalter ein Attribut von Herrschaft.

  • Dichter an seinem Hof zu haben, erhöhte den eigenen Ruhm und war für die Entwicklung der Literatur maßgeblich.

  • Laienfürsten und deren Damen zeigten ein höchst lebhaftes Interesse an der neuen Dichtung.

  • Ohne das Engagement der fürstlichen Gönner und Auftraggeber hätte die Dichtung schwerlich einen solchen Erfolg gehabt.

  • Die Fäden der literarischen Beziehungen der höfischen Dichtung liefen mehr von Person zu Person als von Ort zu Ort.

  • Das eindrucksvollste Zeugnis für das ganz persönliche Interesse der fürstlichen Auftraggeber an der neuen Dichtung war, dass die Fürsten selber die neue Kunst ausübten und als Minnesänger hervortraten.

  • Die Dichter waren abhängig vom Herrn des Hofes und von seiner Freigebigkeit.

  • Je umfangreicher das literarische Werk war, desto größer seine Kosten, was die Abhängigkeit vom Fürsten noch fühlbarer machte.

  • Dichten war im Mittelalter immer auch ein Buhlen um die Gunst der großen Herren.

  • Minnesänger waren meisten die großen Herren.

  • Es kam nicht selten vor, dass die Fürsten ihren Sängern Zensuren erteilten oder dass sie ihnen vorschrieben, was sie dichten sollten.

  • Die Grenze zwischen den Dichtern, die selber zur höfisch-adligen Gesellschaft gehörten, und den Berufssängern ist aber im einzelnen sehr schwer zu ziehen, weil nichts über die Standesverhältnisse der meisten Dichter bekannt ist.

  • Ein sehr bekannter Minnesänger war Walther von der Vogelweide. Aber seinen Ursprung hatte der Minnesang hauptsächlich bei den Troubadours der Provence.

 

Informationstext Minnesang:

= Form von mittelalterlichen, höfischen Lyrik im 12. – 15. Jahrhundert

  • französische Vorbilder als Ursprung des Minnesang aber auch der mittelalterlichen Literatur

  • Gesellschaftslyrik, die zur Unterhaltung höfischer Kreise vorgetragen wurde

  • Minnesänger ( Dichter ) waren meist Angehörige des Ritterstandes, die ihre Werke selbst vortrugen

  • Bestandteil des „Frauendienstes“ …..

  • minne“ ? Liebe, sondern „freundliches Gedenken, Erinnerung“

  • Bestandteil des „Frauendienstes“ (= Verehrung des weiblichen Idealbildes in Gestalt der erwählten Ritterfrau -> Pflicht des Ritters, in der er neue Tugenden in den Strukturen der Lehnsherrschaft erwirbt

  • Minneklage“ = Klagelieder mit dem Thema der Hoffnungslosigkeit des irrealen Wunsches der Gegenliebe (-> hohe Minne)

  • niedere Minne“ (Walther von der Vogelweide) = Lieder an Frauen niederen Standes mit Erwartung von Gegenliebe

          Unterschied: realitätsnäher, kein irrealer Wusch

          Walther von der Vogelweide vereinte „hohe“ und „niedere“ minne zur „ebenen“ Minne

 

Anmerkungen

Im Minnesang geht es durchaus um Liebe – jedoch nicht um Liebe, wie man sie im heutigen Sinne versteht. Außerdem ist sich die Forschung immer noch nicht einig, was Hohe und Niedere Minne nun genau bezeichnet, es gibt nämlich auch die Position, dass es bei Niederer Minne nur um die Gewährung des Minnelohns geht, während es in der Hohen Minne mehr um Tugenden (aber auch die Gewährung des Minnelohns) geht

Skript von Jérôme B. und Tassilo T.