Politik: Nasser > Suezkrise > Sechs-Tage Krieg > Jom-Kippur-Krieg > Sadat > Camp David > Mubarak

 

23.07.1952: Offiziere der ägyptischen Streitkräfte putschten gegen König Faruk I und zwangen ihn General Ali Mohammed Nagib zum Oberbefehlshaber der Armee zu ernennen. Zwei Monate später übernahm dieser das Amt des Ministerpräsidenen. König Faruk I musste am 26.07. abdanken. Am 14.11.1954 erlangte General Gamal Abdel
Nasser die Macht und wurde Staatspräsident.

26.07.1956: Nasser erklärte die Verstaatlichung des Suezkanals, nachdem sich die Vereinigten Staaten geweigert hatten, den Ausbau des Assuan-Staudamms finanziell zu unterstützen. Als internationale Bemühungen um eine Rücknahme des Beschlusses scheiterten, brach die Suezkrise aus. Israel, Großbritannien und Frankreich versuchten, Nasser durch militärisches Eingreifen zu stürzen. Am 29.10. griffen israelische Truppen ägyptische Stellungen auf der Sinai-Halbinsel an. Die Krise weitete sich aus, als die Sowjetunion und China Ägypten ihre Unterstützung zusicherten. Die USA übten daraufhin, um einen internationalen Krieg zu verhindern, Druck auf Frankreich, Großbritannien und Israel aus. Schließlich gelang es am 6.11. einen Waffenstillstand zu schließen.

5.-11.6.1967: der Sechs-Tage Krieg. Durch eine sechstägige Offensive erzwang Israel eine Revision der Grenzen im Nahen Osten. Die Armee erkämpfte den Zugang zum Roten Meer und die Wiedervereinigung der dahin von Jordanien kontrollierten Stadtteile mit dem Westteil Jerusalems. Die arabischen Länder reagierten mit einem Ölboykott gegen die Vereinigten Staaten und Großbritannien sowie der Sperrung des Suezkanals. Ägyptens Staatspräsident Nasser erklärte, der Kanal werde erst nach dem Rückzug Israels wieder eröffnet.

06.-25.10.1973: An Jom-Kippur (Versöhungstag) – dem höchsten jüdischen Feiertag – griffen Ägypten und Syrien überraschend Israel an. Seit dem Sechs-Tage-Krieg 1967 ist es wegen den von Israel besetzten Gebieten immer wieder zu Kämpfen und Konflikten gekommen. Ägypten und Syrien wurden von der Sowjetunion unterstützt – Israel von den USA. Ägyptischen Truppen gelang die Überschreitung des Suezkanals, die Syrer erzielten Anfangserfolge auf den Golanhöhen. In einer Gegenoffensive konnten die Israelis Syrien bis vor Damaskus zurückdrängen – auch die ägyptischen Linien wurden durchbrochen. Nach Vermittlungen durch die Sowjetunion und durch die USA wurde am 25.10. ein Waffenstillstand geschlossen, der durch die Vereinten Nationen überwacht werden sollte.

18.01.1974: Ägypten und Syrien unterzeichneten mit Israel ein Truppenentflechtungsabkommen.

20.11.1977: Auf Einladung des israelischen Ministerpräsidenten Menachem Benim hielt der ägyptische Staatspräsident Anwar as-Sadat im Rahmen seiner Bemühungen um eine Entspannung im Nahen Osten eine Rede vor der israelischen Knesset. Sadat
war nach dem Tod von Nasser zum Staatspräsident im Rahmen einer Volksabstimmung gewählt worden. Er erreichte eine Entspannung der israelisch-ägyptischen Beziehungen.

06.-17.09.1978: Ägypten und Israel schlossen in Camp David (durch Vermittlung von US-Präsident Jimmy Carter) einen Friedensvertrag.

26.03.1979: Friedensvertrag zwischen Ägypten und Israel in Washington. Ägypten wurde daraufhin von den arabischen Staaten isoliert, die dem Friedenskurs mit Israel entgegenstanden.

06.10.1981: Anwar Sadat wurde durch die „Organisation zur Befreiung Ägyptens“ ermordet. Mohammed Husni Mubarak wurde nach einer Volksabstimmung neuer Staatsund Regierungschef.