(c) Tyrolia-Verlag
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Der Tyrolia-Verlag hat einen imposanten Bildband zu den Geschehnissen rund um den Ungarn-Aufstand veröffentlicht. Das bildgewaltige Werk gibt die Aufbruchstimmung, die Kämpfe und den Schmerz nach der Niederschlagung eindrücklich wieder.

 

Der Inhalt

Im kommenden Jahr 2016 jährt sich zum 60. Mal die tragisch gescheiterte Revolution in Ungarn von 1956. Der heute weltbekannte jüdische Fotograf Erich Lessing war damals einer der wenigen Journalisten vor Ort, der alle Phasen des Aufstandes hautnah miterlebte. Seine Bilder gelten als Meilensteine der Reportagefotografie und fangen sowohl die großen politischen Ereignisse, als auch die ganz persönlichen, kleinen Schicksale ein.

 

Ein neuer Bildband fasst nun zum Gedenkjahr die besten seiner Fotos zusammen – und Michael Gehler, renommierter Zeitgeschichte-Historiker in Deutschland und Österreich, liefert in einem Essay die Hintergrundinformationen zu den Ereignissen von europäischer Tragweite.

 

Herbst 1956 – der junge Fotograf Erich Lessing beschließt, vom gerade erst von der Besatzung befreiten Wien nach Budapest zu riesen, um die revolutionären Geschehnisse in seinem Nachbarland zu dokumentieren. Lessing kann alle Phasen des Ungarnaufstands von den ersten Demonstrationen über den Umsturz bis zur Niederschlagung der Revolte bildlich einfangen.

 

Die Geschehnisse dieser Zeit

20. – 22. Oktober 1956: Ungarische Studentenversammlungen beschließen eine Solidaritätskundgebung für die Reformer in der Kommunistischen Partei Polens und verabschieden eine Erklärung, in der Demokratie, Bürger- und Freiheitsrechte gefordert werden.

27. Oktober 1956: Unter Imre Nagy wird eine grundlegende Neubewertung des Aufstands als nationale demokratische Bewegung vorgenommen

29. Oktober 1956: Beginn es sowjetischen Rückzugs aus Budapest. Die Auflösung des Amtes für Staatssicherheit wird beschlossen.

30. Oktober 1956: Imre Nagy verkündet das Ende der Einparteienherrschaft.

01. November 1956: Sowjetische Truppen überschreiten die Grenze nach Ungarn. Am Nachmittag kündigt Ungarn aus Protest die Mitgliedschaft im Warschauer Pakt auf.

03. November 1956: Kurz nach Beginn der Verhandlungen wird die ungarische Delegation durch den KGB verhaftet.

04. November 1956: Beginn des Generalangriffs der sowjetischen Truppen auf Budapest.

04. – 15. November 1956: Andauernde Kämpfe im ganzen Land. Der ungarische Widerstand wird durch die sowjetische Armee zerschlagen.

22. November 1956: Imre Nagy wird verhaftet und nach Rumänien verschleppt.

16. Juni 1958: Nagy wird hingerichtet

 

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